Der Mittelspitz war im Mittelalter eine der verbreitetsten Hunderassen

 

Mittelspitz gelten als ausgeglichen und menschenbezogen

 


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Mittelspitze haben eine Widerristhöhe zwischen 30 bis 38 cm. Er ist eine von fünf Varietäten der Hunderasse Spitz.Der Mittelspitz und seine Geschichte sind untrennbar mit dem Namen Wilhelm Busch verbunden. Als der Autor 1865 Max und Moritz und andere Geschichten in sieben Streichen veröffentlichte, kam die Rasse in kürzester Zeit zu populärer Bekanntheit.

Spitze gibt es in insgesamt fünf unterschiedlichen Größen, dennoch haben alle Varianten Einiges gemein, wie etwa das dichte, lange und buschige Haarkleid. Der Begriff „Spitz“ bezieht sich übrigens auf eine Gruppe von Hunderassen, die durch ihre charakteristische Erscheinung mit einem spitz zulaufenden Gesicht, aufgerichteten Ohren und oft einer buschigen Rute gekennzeichnet sind.

Diese Rassen sind in verschiedenen Teilen der Welt entstanden und haben jeweils eine einzigartige Geschichte. So gibt es neben dem Deutschen Spitz unter Anderem auch noch den Finnischen Spitz, den Japan Spitz, den Norwegischen Elchhund oder den Samojeden.

Neben dem Großspitz steht auch der Mittelspitz leider seit 2003 auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Haustierrassen, während ihr kleinster Bruder, der Pomeranian (Zwergspitz), als beliebter Schoßhund Einzug bei vielen Hundefreunden gehalten hat. Mittelspitze existieren schon seit sehr langer Zeit, doch erst seit 1969 gab man ihnen den Status als anerkannte Varietät des Deutschen Spitzes.

 
 

Geschichte und Herkunft des Mittelspitzes

 

Steckbrief Mittelspitz

  • Ursprungsland: Deutschland
  • Standardnummer: 97
  • Widerristhöhe: (von FCI festgelegt) 30 bis 40 cm
  • Gewicht: (nicht von FCI festgelegt, soll aber in Relation zur Größe passen) 6 bis 11 kg
  • Verwendung: Wachhund, Begleithund
  • FCI-Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp
  • Sektion 4: Europäische Spitze. Ohne Arbeitsprüfung.

Spitze beziehungsweise spitzähnliche Hunde sind wohl die ältesten Hunde schlechthin, und man nimmt an, dass es sie bereits in der Steinzeit gab. Eine nicht bestätigte Theorie besagt, dass der heutige Spitz vom prähistorischen Haushund, dem Torfhund, abstamme, der erstmalig 1861 von einem Schweizer Zoologen beschrieben wurde. Der Torfhund ähnelte dem Wolfsspitz, der größten Varietät des Spitzes.

Sicher jedoch ist, dass im Mittelalter Spitze im heutigen Deutschland von nahezu jeder Bevölkerungsschicht gehalten wurden, was bei anderen Rassen nicht üblich war. Bauern der damaligen Zeit bekamen die Erlaubnis zur Haltung von den Feudalherren, denn diese mussten keine Angst haben, dass Spitze ihnen die Jagd streitig machten, da Spitze wegen ihres kaum vorhanden Jagdtriebs nicht jagdtauglich sind. Über viele Jahrhunderte hinweg wurden sie in Europa gehalten und gezüchtet. Mittelspitze und ihrer kleineren Geschwister dienten auf den Bauernhöfen zudem als zuverlässige Ratten- und Mäusefänger.

Früher hielt man Spitze außerdem als Wachhunde in Handwerksbetrieben, auf Binnenschiffen oder zur Bewachung von Pferdefuhrwerken. Heute ist er der ideale Haus-, Familien- und Wachhund, der sich mit engem Familienanschluss am wohlsten fühlt.

Ganz allmählich verbreitete sich ihr Vorkommen auch über andere Kontinente, und es entstanden Rassen wie der American Eskimo Dog oder der Japan Spitz. Leider ging die Popularität hierzulande immer mehr zurück und 2003 wurde der Mittelspitz gar zusammen mit dem Großspitz und dem Deutschen Pinscher auf die rote Liste der vom Aussterben bedrohten Haustierrassen gesetzt.

 

 

Deutsche Spitze: Wolfs-, Groß-, Mittel-, Klein-, Zwergspitz

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Video zur Rasse des Deutschen Spitzes

 
► Deutscher Spitz [2019] Rasse, Aussehen & Charakter
 

Aussehen des Mittelspitzes

 

Der Mittelspitz ist ein von der FCI anerkannter Rassehund und trägt die Standard-Nummer 97. Gemeinsam mit dem Wolfsspitz – auch Keeshond genannt -, dem Groß-, dem Klein- und dem Zwergspitz – ebenso bekannt unter dem Namen „Pomeranian“ – zählt er zur Gruppe 5, den Spitzen, sowie zur Sektion 4, den Europäischen Spitzen. Als sein Ursprungsland gilt Deutschland. Mittelspitze erreichen durchschnittlich ein Alter von 13 bis 15 Jahren.

Diese Rassehunde sollen laut FCI Standard etwa 30 bis 38 cm Widerristhöhe erreichen, und bringen dabei ein Gewicht von 6 bis 11 kg auf die Waage. Sie haben ein langes, sehr dichtes, üppiges, zweilagiges und abstehendes Fell. Auffallend ist dabei der beinahe mähnenartige Kragen am Hals. An den Hinterläufen finden sich die typischen lang behaarten „Hosen“. Pfoten, Ohren und Fang sind nur mit kurzem Haar versehen.

Den Mittelspitz findet man in den Farben Weiß, Schwarz, Braun, Orange, Graugewolkt oder in den erst vor Kurzem zugelassenen Farben Creme, Creme-Sable, Orange-Sable sowie Black-and-Tan. Auch ein geschecktes Fell ist zulässig, muss aber Weiß als Grundfarbe besitzen. Die Flecken in den Farben Schwarz, Grau, Braun oder Orange müssen über den ganzen Körper verteilt sein.

Wie alle anderen Spitze auch, besitzt der Mittelspitz einen fuchsähnlichen Kopf mit kess blickenden Augen und typischen spitzen, kleinen, eng stehenden Ohren. Der Körperbau, bzw. das Verhältnis von Widerristhöhe zu Körperlänge ist beinahe quadratisch. Die buschige Rute trägt der Hund über dem Rücken fest anliegend und gekringelt.

 

Wesen, Charakter und Erziehung des Mittelspitzes

 


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Mittelspitze sind wie alle Spitze sehr kinderlieb und eigen sich gut als Familienhunde. Bei mangelnder Erziehung haben sei einen bellfreudigen Charakter.Der Mittelspitz ist von seinem Wesen her ein ausgeglichener Hund, der sehr menschenbezogen ist. Seinem Besitzer gegenüber ist er ein anhänglicher und treuer Weggefährte. Mit anderen Hunden verträgt er sich in der Regel gut.

Mittelspitze sind sehr anpassungsfähig, recht lebhaft sowie aufmerksam. Sie zeichnen sich durch einen besonders wachsamen Charakter und eine starke territoriale Veranlagung aus. Ihre Reizschwelle ist verhältnismäßig niedrig. Verdächtige, ungewohnte Vorgänge und Geräusche werden stets mit nachdrücklichem Gebell gemeldet. Daher verhält sich der Mittelspitz Fremden gegenüber zunächst meist misstrauisch und mit Distanz.

Ganz anders zeigt er sich dagegen in seinem Umfeld zuhause: Der Mittelspitz ist, wie übrigens auch alle anderen Varietäten, gerne in der Nähe „seines“ Rudels und sehnt sich nach Streicheleinheiten. Manchmal können Spitze übrigens auch recht besitzergreifend sein, was allerdings besonders für die kleineren Varianten gilt. Längeres Alleinsein mögen die Hunde nicht besonders, daher sollte man sie schon ab dem Welpenalter sukzessive an Phasen des längeren Alleinbleibens gewöhnen, wenn diese z.B. durch eine Abwesenheit während des Jobs gefordert werden.

Mittelspitze eignen sich gut als Familienhunde und kommen mit Kindern und weiteren vierbeinigen Mitbewohnern im Haushalt normalerweise bestens zurecht.

Ihr Bewegungsdrang ist hoch. Sie lassen sich eher leicht erziehen, so dass sie durchaus auch in Anfängerhände gegeben werden können. Allerdings haben sie keinen allzu starken „will to please“ und so gibt es sicher Hunderassen, deren Erziehung noch einfacher zu bewerkstelligen ist. Das kluge und gelehrige Naturell des Mittelspitzes darf auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass man ihm in seiner Erziehung immer mit der gebotenen Konsequenz begegnen sollte. 

Gerne wird dem Mittelspitz nachgesagt, dass er ein „Kläffer“, also extrem bellfreudig sei. Das stimmt so nicht, denn Mittelspitze, die permanent bellen, tun dies lediglich aufgrund schlechter Erziehung oder einer Haltung, die ihnen nicht genügend abfordert bzw. schlicht aus Langeweile. Auf alle Fälle hilft hier auch eine rechtzeitige Sozialisierung mit anderen Welpen, um permanentes Gekläffe bei der Begegnung mit anderen Hunden beim späteren täglichen Gassigehen zu minimieren.

 
 

Typische Rassekrankheiten des Mittelspitzes

 

Spitze, und so auch die Varietät des Mittelspitzes gelten als gesunde Hunderasse und es gibt nur wenige Erbkrankheiten. Hüftgelenksdysplasie (HD) sollte beim Mittelspitz kein Thema sein, während die größeren Spitze durchaus davon betroffen sein können. Dennoch sollten Sie beim dem Züchter Ihres Vertrauens auf Röntgenuntersuchungen bestehen, die belegen, dass die Elterntiere frei von HD sind. 

Manchmal können vor allem die kleineren Varianten an einer Patellaluxation erkranken. Das bedeutet, dass das Risiko für den Mittelspitz zu einer Patellaluxation zwar vorhanden, aber wesentlich geringer ist, als beim Klein- oder Zwergspitz. 

Ansonsten können manche Hunde eine Veranlagung für Alopezie X bzw. Black Skin Disease besitzen. Kommt es zu einem Ausbruch der erblich bedingten Erkrankung, ist Haarausfall die Folge. Oftmals ist die Haut an den Stellen, an denen es zum Haarausfall kommt, schwarz pigmentiert, daher der Name „Black Skin Disease“. Die Krankheit tritt meist im Erwachsenenalter von 2 bis 6 Jahren und hat außer dem veränderten Erscheinungsbild keinerlei gesundheitliche Folgen.

 

 

Auslauf, Pflege und Haltung des Mittelspitzes

 

Der Mittelspitz ist sehr bewegungsfreudig und genießt lange Spaziergänge, bei denen er sich so richtig austoben kann. Ideal ist, ihn in einem Haus mit Garten zu halten, wo er nach Herzenslust herumtollen kann. Aber auch in der Stadtwohnung ist seine Haltung gut möglich, wenn man ihm genügend Spaziergänge gewährt und seine Bellfreude durch eine konsequente Erziehung in Griff bekommt. Eine Zwingerhaltung darf man ihm keineswegs antun, denn er braucht stets die Nähe zu „seinen“ Menschen.

Eine ausgiebige Bellfreude ist beim Mittelspitz oftmals die Folge von Langeweile und Unterbeschäftigung. Daher sollten Sie dafür sorgen, dass der intelligente Vierbeiner genügend Aufgaben gestellt bekommt, die  ihn geistig und körperlich fordern und fördern. Dazu zählen z.B. Hundesportarten wie Agility, Dogdancing oder Obedience. Zudem kann man ihm sehr gut kleine Kunststückchen beibringen, da er sehr clever und lernbegierig ist.

Mittelspitze besitzen so gut wie keinen Jagdtrieb, so dass man sie sehr gut ohne Leine laufen lassen kann. Das überaus üppige Fellkleid des Mittelspitzes will regelmäßig gebürstet werden. Am besten fängt man damit schon im Welpenalter an, denn besonders das Fell junger Hunde neigt (speziell unter den Achseln) zum Verfilzen. Ist der Mittelspitz ausgewachsen, muss man seltener bürsten. Nur während des Fellwechsels zweimal im Jahr greift man besser täglich zu Kamm und Bürste, nicht zuletzt, um die häusliche Umgebung frei von herumfliegenden Haaren zu halten.

Macht sich der Hund schmutzig, warten Sie am besten, bis der Dreck angetrocknet ist und dann leicht ausgebürstet werden kann. Baden sollte man den Hund nur, wenn es gar nicht mehr anders geht. Dabei verwenden Sie bitte ein geeignetes Hundeshampoo mit rückfettender Wirkung, um Haar- und Hautstruktur gesund zu halten.

 

 

Häufig gestellte Fragen zum Mittelspitz

 
Ist der Spitz ein Kläffer?

Der Mittelspitz ist, wie alle anderen Spitze auch, ein Hund, der sich durch eine hohe Wachsamkeit in „seinem“ Revier auszeichnet. Fremde oder Passanten in Sichtweite kündigt er gerne mit lautem Gebell an. Mit einer konsequenten Erziehung kann man dem Mittelspitz das Bellen aber abgewöhnen, bzw. ihn so erziehen, dass er nur bei gegebenem Anlass bellt. 

Wie viel kostet ein Mittelspitz Welpe?

Für einen Mittelspitz Welpen mit Ahnentafel bezahlt man bei einem seriösen Züchter zwischen 1.000 € und 1.500 €. Die Hunde werden etwa 30 bis 40 cm groß und wiegen 6 bis 11 kg. Mittelspitze haben ein langes, abstehendes Haarkleid, das gemäß Rassestandard in vielen Farben zulässig ist. Der Mittelspitz ist eine von fünf Varietäten des Deutschen Spitzes, die sich in erster Linie in der Größe unterscheiden.