Der Alaskan Malamute ist der offizielle State Dog Alaskas

Ein Vierbeiner mit ausgeprägtem Bewegungsdrang – der Mally ist kein Stadthund


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Bereits seit 2000 Jahren zieht der Alaskan Malamute Lasten und Schlitten in der Arktis

Wird gelegentlich mit dem Siberian Husky verwechselt: Der Alaskan Malamute hat im Gegensatz zum Husky keine blauen Augen.

Der Alaskan Malamute – Der aus den Vereinigten Staaten stammende Alaskan Malamute ist offizieller „State Dog“ Alaskas. Gezüchtet wird er in erster Linie zum Ziehen schwerer Lasten, und so wundert es auch nicht, dass dieser Rassehund als der stärkste und größte aller Schlittenhunde gilt.

Als weiteres Superlativ steht dem Alaskan Malamute das Prädikat zu, einer der ältesten arktischen Hunderassen zu sein. Gelegentlich wird er mit dem Siberian Husky verwechselt, allerdings unterscheidet ihn die Tatsache, dass er keine blauen Augen besitzt.

Geschichte und Herkunft des Alaskan Malamutes

Steckbrief Alaskan Malamute

  • Ursprungsland: Vereinigte Staaten von Amerika
  • Standardnummer: 243
  • Widerristhöhe: Rüden: ca. 63,5 cm, Hündinnen: ca. 58,5 cm
  • Gewicht: 28 bis 34 kg
  • Verwendung: Schlittenhund
  • FCI-Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp
  • Sektion 1: Nordische Schlittenhunde. Ohne Arbeitsprüfung.

Seinen Namen hat der auch „Mally“ genannte Hund in Anlehnung an den indianischen Inuit-Stamm der „Mahlemiut“ erhalten. Dabei handelt es sich hier nicht nur um die älteste arktische Hunderasse sondern auch – zumindest bis ins 19. Jahrhundert – um die einzige Hunderasse der nördlichen Arktis.

Seit über 2000 Jahren wird dieser Hund zum Ziehen von Schlitten in der Arktis genutzt, um den Menschen beim Transport seiner Güter zu unterstützen. Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts wurde der Alaskan Malamute durch den Schlittenhundesport bekannt. Da man ihn früher verstärkt mit anderen Hunderassen kreuzte, war der reinrassige Alaskan Malamute schließlich in seiner Existenz bedroht.

Glücklicherweise begann man aber 1926 wieder mit der Reinzucht und konnte so diese wunderbare Rasse, die in ihrem Wesen noch etwas von der Ursprünglichkeit des Wolfs behalten hat, erhalten.

Video zur Rasse des Alaskan Malamutes

Alaskan Malamute [2018] Rasse, Aussehen & Charakter

Erscheinungsbild des Alaskan Malamute

Der Alaskan Malamute hat die FCI-Standardnummer 243, wobei er zur Gruppe der Spitze und Hunde vom Urtyp (Gruppe 5) sowie der Sektion 1 (Nordische Schlittenhunde) gehört. Die FCI verlangt eine Widerristhöhe von etwa 64 cm beim Rüden und 59 cm bei der Hündin, während das Gewicht beim Männchen etwa 34 Kilogramm und beim Weibchen 28 Kilogramm betragen sollte.

Große Exemplare dieser Rasse können sogar über 50 Kilogramm wiegen. Auch wenn die FCI bei der Einhaltung der Standards hier nicht allzu streng ist, sollten die Proportionen und das Verhältnis von Größe zu Gewicht stimmig sein. Seine Lebenserwartung liegt bei 10 bis 12 Jahren.

Gerne wird er mit dem Siberian Husky verwechselt. Der Rassestandard schreibt aber vor, dass der Mally ausschließlich braune Augen besitzen darf. Blaue Augen stellen laut FCI einen zuchtausschließenden Fehler dar. Zudem besitzt er einen wesentlich kräftigeren Körperbau als der Husky.

Das kurze aber dichte Deckhaar, und das weiche, fettige und 3 bis 5 cm lange Unterfell sorgen für eine hohe Unempfindlichkeit gegenüber Kälte und Nässe.

Es sind viele verschiedene Farbvarianten zu finden: Schwarz-weiß, braun-weiß, rot-weiß, grau-weiß und wolfsgrau. Auch Mischungen dieser verschiedenen Farbnuancen und ein rein weißes Fell sind erlaubt.

Der Kopf des Hundes ist recht breit. Der Malamute besitzt eine massive Schnauze, mandelförmige, leicht schräg gestellte Augen und relativ kleine, dreieckige Ohren. Auffällig ist die weiße Maske seines Gesichts, die durch Abrundungen oder zusätzliche weiße Abzeichen über den Augen die edle Anmutung des Hundes betont.

Wesen und Charakter des Alaskan Malamutes


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Alaskan Malamutes sollten im Rudel gehalten werden.

Das Rudel geht über alles: Ähnlich wie Huskys sollten auch die geselligen Alaskan Malamutes entweder im Rudel gehalten werden, oder zumindest Anschluß an eine Familie als „Rudelersatz“ haben.

Vom Wesen her ist er ein sehr ausgeglichener, freundlicher und verspielter Hund, der viel Zuwendung braucht. Der intelligente Vierbeiner ist keineswegs ängstlich, sondern kann sehr selbstbewusst und zuweilen auch ein wenig eigensinnig und dominant sein. Typisch ist sein enormer Bewegungsdrang gepaart mit großer Ausdauer.

Er benötigt sehr viel Auslauf, was ihn für die Haltung in der Stadt ungeeignet macht. Gerne lässt sich der sehr gesellige, freiheitsliebende und arbeitsfreudige Hund mit weiteren Artgenossen halten. Besser noch: Man kommt ihm und seiner Mentalität entgegen, indem man ihn nicht alleine, sondern in einem Rudel oder zumindest zu zweit hält. Wenn man einen Hund kaufen möchte, sollte man sich ernsthaft überlegen, ob man nicht gleich ein Brüderchen oder Schwesterchen mit anschafft.

Der Mally besitzt ein ausgeprägtes Rudelverhalten. Selbst Fremden gegenüber zeigt er sich wenig misstrauisch. Das macht ihn als Wachhund eher ungeeignet. Im Ernstfall verteidigt er seinen Besitzer allerdings recht furchtlos. Sein sehr selbstbewusster, teils sturer Charakter verlangt nach einer besonders konsequenten Hundeerziehung.

Alaskan Malamute, Praxisratgeber

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Auslauf und Pflege des Alaskan Malamutes

Anders als der Husky wurde der Alaskan Malamute nicht auf Geschwindigkeit, sondern auf das Ziehen schwerer Lasten hin gezüchtet. Um diesem natürlichen Bewegungsdrang gerecht zu werden, sollte man ihm hin und wieder eine derartige Aufgabe zukommen lassen, die die artgerechte Haltung des Tieres unterstützt.

In schneearmen Zeiten freut er sich, wenn er auf ausgedehnten Radtouren neben dem Fahrrad herlaufen und seine unglaubliche Kondition unter Beweis stellen kann. Im Winter möchte er aber auch regelmäßig vor einen Schlitten gespannt werden und durch den tiefen Schnee pflügen.

Manchmal treten vermutlich genetische bedingte Hautkrankheiten auf. Grund dafür ist eine verminderte Aufnahme des Spurenelements Zink aus der Nahrung. Ansonsten sind die Hunde öfters von Hüftdysplasie und dem Grauen Star betroffen.

Ein Alaskan Malamute, der auch bei Schlittenhunderennen eingesetzt wird, hat einen besonders hohen Bedarf an fett- und kohlehydrathaltigem Hundefutter. Dies sollte man besonders dann berücksichtigen, wenn man „Barfen“ möchte, da in Rohfutter alleine oft zu wenig Kohlehydrate und Fett enthalten sind.

Was die Fellpflege anbelangt, so reicht ein regelmäßiges Bürsten.

Alaskan Malamutes in Not

Man wird es bei diesen wunderbaren Hunden nicht für möglich halten, aber gelegentlich gerät auch ein Mally in Not. Ursache ist oft eine nicht artgerechte Haltung der (ähnlich wie Huskys) sehr stark rudelbezogenen Hunde. Wird ein Alaskan Malamute alleine gehalten und muss länger als ein paar Stunden ohne seinen Rudelführer auskommen, kann es schon mal passieren, dass die Wohnungseinrichtung zerlegt wird.

Leider berücksichtigen diesen Umstand manche Hundehalter nicht und die Konsequenz ist, dass der Hund im Tierheim landet. Bevor man einen Züchter aufsucht, kann es Sinn machen, einige Tierheime oder Pflegestellen zu besuchen. Vielleicht freundet man sich auch mit einem Welpen in Not an, in der Regel werden das jedoch eher Mischlingswelpen, als reinrassige Welpen sein.