Der Leonberger – ein „Löwenhund“ mit souveräner Gelassenheit

 

Ein wachsamer Familienhund – der Leonberger hütet gerne Haus und Hof

 


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Der Leonberger ähnelt vom Aussehen her einem Löwen. Er ist eine Kreuzung aus dem Pyrenäenberghund, dem Bernhardiner und dem Neufundländer.

Der Leonberger – Im Englischen nennt man ihn auch „Gentle Giant“ – den sanften Riesen. Der Leonberger macht mit seiner imposanten Statur, der löwenartigen Mähne und seinem menschenfreundlichen Wesen stets einen großen Eindruck auf sein Umfeld. In seinen Eigenschaften spiegeln sich die Anlagen seiner Ausgangsrassen, die des Pyrenäenberghundes, des Bernhardiners und des Neufundländers, wieder. Von Letzterem hat er seine Kraft und die Leidenschaft für das Wasser geerbt.

Seine große Menschenliebe und Lärmunempfindlichkeit, sowie das ausgewogene Naturell machen den Leonberger zu einem besonders guten Familienhund. Die majestätisch wirkende Hunderasse war bereits bei vielen prominenten Besitzern beliebt, so z.B. bei Kaiserin Sissi, Richard Wagner oder Otto von Bismarck.

 
 

Geschichte und Herkunft des Leonbergers

 

Steckbrief Leonberger

  • Ursprungsland: Deutschland
  • Standardnummer: 145
  • Widerristhöhe (von FCI festgelegt): Rüden 72 bis 80 cm, Hündinnen 65 bis 75 cm
  • Gewicht (von FCI nicht festgelegt): je nach Geschlecht zwischen 45 und 70 kg
  • Verwendung: Wachhund, Begleithund und Familienhund.
  • FCI-Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
  • Sektion 2.2: Molossoide, Berghunde. Ohne Arbeitsprüfung.

Der Ursprung des Leonbergers liegt in Deutschland. Mitte des 19. Jahrhunderts begann der Stadtrat und Hundezüchter Heinrich Essig in seiner Heimatstadt Leonberg mit der Zucht des Hundes.

Zunächst verpaarte er dazu einen Bernhardinerrüden mit einer Neufundländerhündin. Später wurde auch der Pyrenäenberghund eingekreuzt. Mitte des 19.Jahrhunderts erhielt die aus diesen Kreuzungen entstandene neue Rasse den Namen Leonberger.

Die Züchtung war ein voller Erfolg und die prachtvollen Hunde fanden als Statussymbol weltweit begeisterte Abnehmer. In Baden-Württemberg wurde der Leonberger, der auch als guter Wach- und Schutzhund gilt, meist als Bauernhund eingesetzt. Nach 1945 verschwand der sanfte Riese, der in seinem Aussehen an einen Löwen erinnert, nahezu von der Bildfläche. Umso erfreulicher ist es, dass die Beliebtheit dieser wundervollen Rasse neuerdings wieder zunimmt.

 

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Video zur Rasse des Leonbergers

 
► Leonberger [2018] Rasse, Aussehen & Charakter
 

Aussehen des Leonbergers

 


Der Leonberger ist eine beeindruckende und majestätische Hunderasse mit einem imposanten Erscheinungsbild. Diese Rasse besitzt die FCI-Standard-Nr. 145 und wird der Gruppe 2 (Pinscher und Schnauzer, Molossoide – Schweizer Sennenhunde und andere Hunderassen), sowie der Sektion 2.2 (Molossoide, Berghunde) zugeordnet. Laut Rassestandard dürfen Rüden 72 bis 80 Zentimeter groß sein, bei Hündinnen fordert man eine Widerristhöhe von 65 bis 75 Zentimeter. Das Gewicht ist nicht festgelegt und liegt zwischen 45 und 70 Kilogramm. Der Leonberger erreicht meist ein Alter von 8 – 9 Jahren.

Der Leonberger hat einen massiven, muskulösen und dennoch harmonischen Körperbau. Er strahlt Kraft und Stärke, aber auch Eleganz aus. Auch sein Gang besticht durch fließende und harmonische Bewegungen. Der Kopf des Leonbergers ist im Verhältnis zur Körpergröße groß. Er hat eine markante Stirnfurche, die seinen besonderen Gesichtsausdruck betont. Die Augen sind mittelgroß bis groß, dunkel und unterstreichen sein sanftes Wesen. Seine Ohren sind relativ hoch angesetzt, mittelgroß und hängen eng am Kopf herab. Sie haben abgerundete Spitzen.

Charakteristisch ist seine schöne, dichte Mähne im Hals- und Brustbereich, sowie die buschige Rute. Er ist ein Langhaarhund mit anliegendem Fell, das mittelweich bis etwas kräftiger ist. Das Haarkleid des Leonbergers sollte nie von struppiger Struktur sein. Seine Fellfarbe ähnelt der eines Löwen; goldgelbe bis rotbraune Schattierungen sind erlaubt. Ein typisches Merkmal des Leonbergers ist die auch dunkle Maske um die Augen.

 
 

Wesen, Charakter und Erziehung des Leonbergers

 

Trotz seiner beeindruckenden Erscheinung hat der Leonberger im wahrsten Sinne des Wortes ein „dickes Fell“ und ist sehr gutmütig und kinderlieb. Seine Reizschwelle ist im Normalfall sogar so hoch, dass dem lärmunempfindlichen Hund auch extremes Kindergeschrei nichts anhaben kann. Im Gegenteil, der temperamentvolle und verspielte Hund liebt das Spielen und Toben mit Kindern und genießt es in vollen Zügen.

Gerade Leonberger Welpen sind besonders verspielt. Mit sehr kleinen Kindern sollte man aber etwas vorsichtig sein, da sich die jungen Hunde manchmal etwas ungestüm verhalten.

Älteren Kindern hingegen ist der Leonberger ein toller und unternehmungslustiger Spielkamerad. Das gutmütige Wesen macht ihn zu einem hervorragend geeigneten Hund für die ganze Familie. Seinem „menschlichen Rudel“ folgt er stets treu und ergeben. 

Er besitzt einen starken Beschützerinstinkt, reagiert von sich aus aber selten aggressiv und ist ein besonders guter Wachhund. Da er sehr an seiner Familie hängt, sucht er stets die Nähe seines „Rudels“. Seine souveräne und selbstsichere Gelassenheit zeigt er sowohl Artgenossen, als auch generell allem Fremdem und Neuem gegenüber.

Am liebsten bewacht er zuverlässig Haus und Hof. Auch ein Hundeanfänger wird die Erziehung dieses wunderbaren langhaarigen „Löwen“ mit etwas Geduld und Ruhe relativ leicht meistern. Dabei kann im ersten und zweiten Lebensjahr des Hundes der Besuch einer Hundeschule sinnvoll sein, besonders wenn man als Anfänger in der Hundehaltung gar keine Ahnung haben sollte. Obwohl der Leonberger ein sehr selbstbewusstes und intelligentes Wesen hat, ist er gerne bereit, sich unterzuordnen und dabei ein angenehmer Begleithund. 

Wer die Ansprüche des Hundes an Pflege, Auslauf und Zusammensein mit der Familie erfüllt, bekommt mit dem Leonberger einen sehr lieben, anhänglichen und treuen Freund für immer.

 

Auslauf, Pflege und Haltung des Leonbergers

 


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Der Leonberger hat einen wachsamen Charakter und ein kinderliebes Wesen. Mit einer konsequenten Erziehung eignet er sich auch als Familienhund.

Der „Leo“ freut sich auf lange gemeinsame Spaziergänge mit seinem Herrchen oder Frauchen und genießt dabei ausgiebiges Herumschnüffeln. An seiner großen Leidenschaft fürs Wasser erkennt man, dass der Neufundländer unter seinen Vorfahren war. Er schwimmt für sein Leben gerne und lässt sich auch durch eisiges Wasser nicht abschrecken. Daher eignet er sich auch hervorragend zur Ausbildung zum Wasserrettungshund.

Der Leonberger ist eher ein Hund für ein Haus im Grünen oder zumindest eine Stadtwohnung mit Garten. Zuhause schätzt er einen ungestörten und im Sommer kühlen Platz zum Ausruhen als Rückzugsmöglichkeit. Da sich beim Leonberger Kraft und Spieltrieb mischen, müssen Spielzeuge besonders robuster Natur sein.

Das mittelweiche, wetterfeste Fell und die lange Mähne müssen regelmäßig gebürstet werden, um Verfilzungen vorzubeugen. Auch ein gelegentliches Bad richtet keinen Schaden an. Dabei sollte man jedoch darauf achten, dass sich der Hund danach nicht mit feuchtem Fell an einem Ort mit Zugluft aufhält. Seine großen Pfoten sollten des Öfteren daraufhin untersucht werden, ob sich nicht kleine Steinchen darin festgetreten haben. Diese sind vorsichtig zu entfernen.

Wer sich einen Leonberger anschaffen möchte, muss unbedingt an den großen Futterbedarf und die daraus entstehenden Kosten für den hungrigen „Löwen“ denken.

 

Rassetypische Krankheiten beim Leonberger

 

Generell ist der Leonberger eine sehr gesunde Rasse. Das Auftreten von Hüftdysplasie, die gerade bei großen Rassen oft vorkommt, konnte durch gezielte Untersuchungen auf 10% reduziert werden. So dürfen nur Hunde zur Zucht verwendet werden, die mindestens drei Generationen HD-frei sind.

Gelegentlich sind die Hunde auch von Herzerkrankungen wie der dilatativen Kardiomyopathie betroffen. Hierbei handelt es ich um eine Herzmuskelerkrankung, die zu einer Ausdehnung der Herzkammern führt. Die Folge davon ist eine abnehmende Pumpleistung des Herzens.

Leider können Leonberger auch an Krebs erkranken. Besonders häufig tritt das Osteosarkom, ein Knochentumor auf. Wie bei allen großen Hunden, hat der Leonberger eine erhöhte Anfälligkeit für Magendrehungen

Daher füttert man ihn besser mehrmals täglich mit kleinen Mengen und gönnt ihm danach Ruhe zum gemütlichen Verdauen. Eine Reduzierung des Kalziumgehalts im Futter bewirkt einen schnelleren Abtransport des Futterbreis in den Darm und beugt Magendrehungen vor.

Wegen ihres schweren Knochenbaus und dem damit verbundenen hohen Gewicht ist der Leonberger auch für Arthrose anfällig. Unter einer Arthrose versteht man einen zunehmenden Verschleiß der Gelenke, der die Folge eines Abbaus der schützenden Knorpelschicht zwischen den Gelenken ist. Je stärker die Knorpelschicht verbraucht ist, desto mehr reiben die Gelenke direkt aufeinander, was zu starken Schmerzen bei jeder Bewegung führen kann.

Daher muss man beim Leonberger rechtzeitig auf ein kalorienarmes Futter achten, um ein den Hund nicht übergewichtig werden zu lassen. Sinnvoll ist auch die Gabe von Vitamin E, Omega-3 Fettsäuren aus Fisch- oder Leinöl, Glucosamin und Grünlippmuschelextrakt. All diese Nahrungsergänzungsmittel beugen einem frühzeitigen Verschleiß der Knorpelschicht vor.

 

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Leonberger in Not

 

Wenn ein Leonberger in Not kommt, so kann das natürlich vielfältige Gründe haben. In erster Linie ist bei diesem Hund zu bedenken, dass er sehr groß ist und damit Einiges an Hundefutter vertilgt. Die laufenden Kosten für einen Leonberger sind also nicht gering. Des Weiteren brauchen die Hunde einfach genügend Platz, im Grunde genommen ist ein Haus auf dem Land oder ein Bauernhof ideal für den Leonberger.

Bedenkt man dies alles, kann sich eine wunderbare Freundschaft zwischen Hund und Hundehalterfamilie entwickeln. Doch gelegentlich gibt es Veränderungen im Leben, die in letzter Konsequenz traurigerweise eine Trennung zwischen Hund und Herrchen oder Frauchen bedeuten und so kommt es, dass ein Leonberger dann im Tierheim abgegeben wird und dort vielleicht sehr lange auf ein neues Zuhause warten muss, insbesondere, wenn er schon etwas älter ist.

Um den Hunden dieses traurige Schicksal zu ersparen, bedenken Sie bitte immer die Anschaffung eines Hundes genauestens, auch wenn sich nicht immer alle Veränderungen im Leben voraussehen lassen.

 

Häufig gestellte Fragen zum Leonberger

 
Sind Leonberger Familienhunde?

Leonberger eignen sich sehr gut als Familienhunde. Sie sind kinderlieb, wachsam und haben einen ausgeprägten Beschützerinstinkt. Ihre Erziehung ist nicht allzu schwer, da sie normalerweise ohne Probleme bereit sind, sich unterzuordnen. 

Sind Leonberger gefährlich?

Der Leonberger ist grundsätzlich eine sehr sanftmütige Hunderasse. Die Hunde haben allerdings einen starken Schutztrieb. Wittert er Gefahr für sein „menschliches Rudel“, so ist der Leonberger auch bereit, seine Familie entschlossen zu verteidigen und kann alleine wegen seiner schieren Größe für einen fremden Eindringling durchaus gefährlich werden.