Der Zwergschnauzer ist ein kleiner und besonders quirliger Vierbeiner

Ausdauernd bei Sport und Spiel -- Zwergschnauzer lieben Bewegung


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 Zwergschnauzer sind die beliebteste Schnauzerrasse

Der Zwergschnauzer wurde früher auch zur Jagd auf Ratten und Mäuse eingesetzt: Schnauzer und Pinscher sind eigentlich verwandte Hundetypen, die sich nur durch die Fellstruktur voneinander unterscheiden.

Der Zwergschnauzer ist einer der drei Schnauzertypen und neben dem Mittelelschnauzer  sowie dem Riesenschnauzer der kleinste seiner Art. Im Prinzip sind Pinscher und Schnauzer gleiche Hundetypen, die sich lediglich in der Fellstruktur unterscheiden.

Geschichte und Herkunft des Zwergschnauzers

Steckbrief Zwergschnauzer

  • Ursprungsland: Deutschland
  • Standardnummer: 183
  • Widerristhöhe (von FCI festgelegt): 30 bis 36 cm
  • Gewicht (von FCI festgelegt): 4 bis 8 kg
  • Verwendung: Haushund, Begleithund
  • FCI-Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer -- Molosser -- Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
  • Sektion 1: Pinscher und Schnauzer. Mit Arbeitsprüfung.

In seinen Anfängen wurde der rauhaarige Schnauzer, der seine Heimat in Baden-Württemberg sowie Bayern hat, auch „rauhaariger Pinscher“ genannt. Dort wurde er als Stallhund eingesetzt und lauerten mit großem Eifer Mäusen und Ratten auf, was ihnen auch den Namen „Rattler“ einbrachte.

Seit etwa 1880 züchtete man bewusst die Miniaturausgabe des Schnauzers, den Zwergschnauzer. Während sein großer und mittelgroßer Bruder zunächst beliebter waren, verdrängte er diese diesbezüglich nach dem 2. Weltkrieg. Wer heute einen der verschiedenen Schnauzer kaufen will, kann unter einer Menge von seriösen Züchtern in Deutschland wählen, die ihrer Arbeit zumeist mit Sachverstand und Liebe nachgehen.

Video zur Rasse des Schnauzers

Schnauzer [2019] Rasse, Aussehen & Charakter

Erscheinungsbild des Zwergschnauzers

Der Zwergschnauzer trägt die FCI-Standardnummer 183 und wird in der Gruppe 2 -- Pinscher & Schnauzer, Molosser, Schweizer Sennenhunde und andere Hunderassen – sowie der Sektion 1 – Pinscher und Schnauzer – und der Untersektion 1.2 – Schnauzer -- geführt. Bei einer festgelegten Widerristhöhe von 30 bis 36 cm sollte der Zwergschnauzer je nach Geschlecht ein Gewicht von 4 bis 8 kg erreichen. Damit gehört er zu den kleinen Hunden.

Er hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von etwa 14 Jahren. Das Fell dieser Hunderasse ist – wie auch das seiner großen und mittleren Brüder – drahtig, hart und dicht mit guter Unterwolle. Das Deckhaar liegt eng an, dabei darf es weder struppig noch gewellt sein. Der Zwergschnauzer haart kaum.

Die Fellfarbe variiert von uni Schwarz über Pfeffer-und-Salz-Farben bis hin zu Schwarzsilber und verschiedenen Grautönen. Sogar einfarbig Reinweiß ist beim Zwergschnauzer zugelassen. Dabei ist jeweils eine dunkle Maske erwünscht. Helle Abzeichen über den Augen, an Kopf, Bart, Kehle, Brust und an den Läufen sind nur bei der schwarz-silberfarbenen Variante des Zwergschnauzers erlaubt.

Rein Äußerlich ist der Zwergschnauzer das kleine Pendant seiner größeren Brüder: Auch bei ihm sind der kräftige Schnauzbart und die buschigen Augenbrauen typische Merkmale. Dabei ist er von seiner Körperform her eher gedrungen und kräftig, wirkt aber dennoch elegant. Mit seinem abfallenden Rücken nimmt er die beim Stehen typische Schnauzer-Haltung ein.

Wesen und Charakter des Zwergschnauzers


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Der Zwergschnauzer ist wachsam und sehr gut abrufbar.

Zwergschnauzer vertragen sich mit Kindern in der Regel gut. Bei ausreichend Bewegung kann der kleine Schnauzer auch durchaus in einer Stadtwohnung gehalten werden.

Vom Wesen her ähnelt der Zwergschnauzer auch den anderen Schnauzertypen, er hat aber auch einige typische Charaktereigenschaften eines kleinen Hundes, die bei seinen größeren Brüdern nicht ganz so ausgeprägt sind, wie z.B. seine enorme Lebhaftigkeit und Anschmiegsamkeit. Ferner kann man dem intelligenten Zwergschnauzer ein wachsames und folgsames Naturell nachsagen.

Hinzu kommen sein für einen kleinen Hund großer Mut und seine Unerschrockenheit. Sowohl beim Laufen als auch beim Spiel ist er sehr ausdauernd. War er einst als Schädlingsbekämpfer und Wachhund im Einsatz, so ist er heute beinahe ausschließlich ein Familien-, Wach- und Begleithund. Fremden gegenüber ist er eher zurückhaltend, seiner Familie jedoch ist er treu ergeben und sucht deren unmittelbare Nähe.

Er kann aufgrund seiner Größe auch gut in einer kleineren Stadtwohnung gehalten werden, wenn man ihm genügend Aufgaben, Bewegung und Auslauf gibt. Allerdings sollte man bedenken, dass sich der kleine Schnauzer gerne durch ausgiebiges Kläffen bemerkbar macht. Mit Kindern sowie anderen Hunden verträgt sich der Zwergschnauzer in der Regel sehr gut.

Auslauf und Pflege des Zwergschnauzers

Der kleine quirlige Kerl liebt es, spazieren zu gehen und herum zu toben. Daher sollte man ihm genügend Auslauf und Bewegung verschaffen. Einmal pro Woche sollte er gekämmt und 2 bis 3 mal im Jahr professionell getrimmt werden. Der Bart sowie das Pony müssen regelmäßig in Form gebracht werden, indem man sie kämmt, denn nur so erhält der Zwergschnauzer sein typisches Aussehen. Zwergschnauzer können, wie viel andere kleine Rassen auch, an Patella-Luxation und somit lockeren Knieschieben leiden.

Zwergschnauzer in Not

Es gibt leider einige Menschen, die zuwenig planen bzw. sich Gedanken machen, welche Folgen die Haltung eines Hundes haben kann. Dies ist einer der Gründe, warum auch Zwergschnauzer in Not kommen. Bei manchem Hundehalter kann die Liebe zu seinem Vierbeiner nicht allzu groß sein, wenn er bereit ist, sich von seinem Hund zu trennen, nur weil es z.B. nicht möglich ist, den Urlaub mit Hund gemeinsam zu verbringen. Ja, es passiert immer wieder, dass Hunde in den Urlaubsmonaten im Sommer einfach ausgesetzt werden! Dabei gibt es in Deutschland heute flächendeckend Hundepensionen, die den Hund gerne aufnehmen.