Der Shetland Sheepdog ist eine Hundeschönheit mit langem und üppigem Haar

 

Klug, lernwillig und fröhlich – ein Sheltie eignet sich auch als Therapiehund

 


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Der Sheltie ist eine Miniaturversion des allseits bekannten Langhaarcollies.

Der Sheltie (offizieller Name Shetland Sheepdog) ist optisch eine Miniaturausgabe des Langhaar Collies, welcher auch als Fernsehhund „Lassie“ bekannt wurde. Der einstige Arbeitshund, den man früher zum Hüten von Schafherden einsetzte, ist ein sehr treuer, gelehriger aber auch pflegeintensiver Hund, der die ganze Aufmerksamkeit seines Besitzers einfordert.

Shetland Sheepdogs haben ihren Ursprung auf den nordöstlich von Schottland gelegenen Shetland-Inseln. Die Shetlands waren schon immer ein Ort, an dem Schafzucht eine wichtige Rolle spielte. Hier züchtete man insbesondere kleine Schafe, die den harschen klimatischen Bedingungen besser standhielten. Auch die eher kleineren Shelties erwiesen sich als ideale Rasse, um die Herden zu bewachen, zu treiben und zu hüten. 

Selbst in den USA sind die Hunde inzwischen sehr beliebt. Hierzulande sind Shelties noch relativ selten anzutreffen. In ihrem Aussehen erinnern sie stark an den Langhaar Collie. Mit ihrem grazilen Kopf, dem harmonischen Körperbau, und dem üppigen Fell strahlen sie einen besonderen Stolz und Eleganz aus.

 
 

Geschichte und Herkunft des Shelties

 

Steckbrief Sheltie

  • Ursprungsland: Großbritannien
  • Standardnummer: 88
  • Widerristhöhe (von FCI festgelegt): Rüden 34,5 bis 39,5 cm, Hündinnen 33 bis 38 cm
  • Gewicht (von FCI nicht festgelegt): ca. 6 kg bis 12 kg
  • Verwendung: Hütehund und Begleithund, gut geeignet auch als Rettungshund und Therapiehund.
  • FCI-Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde)
  • Sektion 1: Schäferhunde. Ohne Arbeitsprüfung

Der Shetland Sheepdog stammt – wie der Name bereits verrät – von den Shetland-Inseln im Nordosten Schottlands, wo er zum Hüten der Schafherden eingesetzt wurde. Er ist das Ergebnis einer Kreuzung zwischen dem Border Collie und den importierten Grönlandhunden, die die Walfänger mit ins Land brachten. Glaubt man älteren Erzählungen, so soll auch der King Charles Spaniel an der Entstehung dieser Rasse beteiligt gewesen sein. Das wiederum spräche für die Größe des Hundes.

Wirklich bekannt ist der Shetland Sheepdog erst seit 1840. Ins benachbarte England kamen die Hunde sogar erst Ende des 19. Jahrhunderts. 1909 gründete man den Shetland Collie Club, der sich der Züchtung der Miniatur-Collies verschrieben hatte. Die Welt der Langhaar Collie Züchter nahm das zunächst mit großer Skepsis und enormem Widerstand auf. Bis dahin war das Aussehen des Shelties übrigens wenig einheitlich, denn es gab keine Rassestandards.

Und so wurde die heute bestehende Rasse des Shelties auch erst 1914 durch den United Kennel Club (UKC) in Großbritannien anerkannt. Die FCI schließlich erkannte die Rasse 1954 offiziell an. Shetland Sheepdogs wurden im 20. Jahrhundert immer beliebter und breiteten sich über Großbritannien hinaus aus. Die Rasse fand alsbald auch in anderen Ländern, darunter die Vereinigten Staaten, eine wachsende Anhängerschaft.

 
 

Video zur Rasse des Shelties

 
► Shetland Sheepdog - Sheltie [2019] Rasse, Aussehen & Charakter
 

Aussehen des Shelties

 

Die FCI hat dem Shetland Sheepdog die Standard-Nummer 88 zugeteilt. Er gehört zur Gruppe 1 – den Hüte- und Treibhunden – sowie zur Sektion 1 – den Schäferhunden. Als Ursprungsland gilt Großbritannien.

Die Idealmaße des Shelties betragen ca. 37 Zentimeter Widerristhöhe beim Rüden, während die Hündin etwa 35,5 Zentimeter messen sollte. Abweichungen von 2,5 cm bei der Größe werden toleriert. Das Gewicht reicht je nach Geschlecht von 6 bis zu 12 Kilogramm und ist nicht festgelegt. Die Hunde erreichen ein Lebensalter von 12 bis 13 Jahren.

In ihrem Aussehen erinnern sie an Langhaar Collies. Wegen ihres harmonischen Körperbaus und ihrer besonders zarten Gliedmaßen wirken die Hunde stets elegant und bewegen sich geschmeidig und voller Anmut. Sie besitzen ein Fell, das aus langem, hartem und geradem Deckhaar mit weicher, dichter und kurzer Unterwolle besteht. Auffallend sind die üppige Halskrause, die Löwenmähne und die gut befederten Vorderläufe.

Aufgrund seiner Beschaffenheit verfilzt das Haarkleid des Shetland Sheepdogs nicht und nimmt auch so gut wie keinen Schmutz auf. Shelties gibt es in unterschiedlichen Farben und Farbkombinationen, wie etwa Zobelfarben, Trikolor und Blue-merle. In der Regel sind Shetland Sheepdogs aber zweifarbig.

Der Hund besitzt einen äußerst schlanken Kopf mit einem deutlichen Stop. Fang und Schädel sollten gleich lang sein. Die mandelförmigen und leicht schräg stehenden Augen können dunkel oder – wie bei den Merles – gesprenkelt sein. Shelties haben kleine, eng zusammenstehende Kippohren. Die tief angesetzte Rute ist stark mit Fell besetzt und wird zur Spitze hin dünner. Sie reicht in etwa bis zum Sprunggelenk. Auf keinen Fall darf sie abgeknickt sein.

 

Wesen, Charakter und Erziehung des Shelties

 


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der Sheltie hat einen empathischen und kinderlieben Charakter und eignet sich gut als Familienhund. Von seinem Naturell her ist der Sheltie ein kluger, lernwilliger, fröhlicher und wachsamer Hund, der sehr gut auch als Familienhund gehalten werden kann. Sein überschäumendes Temperament steckt einfach jeden Hundefreund an und motiviert ungemein zu Unternehmungen aller Art in der freien Natur oder auf dem Hundesportplatz.

Besonders Kindern gegenüber zeigt er sich freundlich und geduldig. Fremden begegnet er zunächst eher mit Misstrauen, aber keineswegs mit Ängstlichkeit. Dieses kleine Fellbündel verfügt über enorm viel Energie und bedarf daher unbedingt interessanter Aufgaben.

Seine Wesenseigenschaften und Fähigkeiten befähigen ihn nicht nur zum idealen Hüte- und Begleithund, vielmehr ist er auch gut für Hundesportarten wie Agility, Flyball, Dogdancing oder Discdogging geeignet. Dabei wird man schnell von seiner großen Gelehrigkeit und seiner Ausdauer begeistert sein. Auch zum Rettungshund kann er gut ausgebildet werden.

Shetland Sheepdogs sind besonders sensible Hunde, welche die Stimmung ihres menschlichen Rudels genau wahrnehmen und mit ihrem „will to please“ immer bemüht sind, ein positives Miteinander zu bewirken. Daher eignen sie sich auch besonders gut zum Einsatz als Therapiehund.

So kann die Erziehung des kleinen Temperamentbündels auch gut von einem Hundeanfänger bewerkstelligt werden. Laute Worte oder ein dominant aggressives Verhalten werden den sensiblen Vierbeiner eher verschrecken und verunsichern. Aufgrund all dieser Eigenschaften eignet er sich nicht als Schutzhund.

Trotz ihrer starken Bindung zum Menschen behalten Shelties oft eine gewisse Unabhängigkeit und sind in der Lage, auch einige Zeit alleine zu verbringen, wenn sie ansonsten angemessen beschäftigt und versorgt werden.

 
 

Typische Rassekrankheiten des Shelties

 

Ähnlich wie bei seinen größeren Brüdern, den Collies, kann der Sheltie für einige rassetypische Krankheiten anfällig sein. Eine typische Erbkrankheit des Shelties ist die Collie Eye Anomaly. Dabei kann es bei der Kreuzung zweier Merle-farbiger Hunde zu Fehlbildungen der Augen kommen.

Auch von Dermatomyositis, einer Haut-Muskel-Erkrankung kann der Sheltie manchmal betroffen sein. Glücklicherweise verläuft diese Krankheit beim Sheltie aber zumeist mild. Typische Symptome einer Dermatomyositis sind Hautveränderungen, die sich meist bereits im Alter von sieben Wochen bis sechs Monaten zeigen. In der Regel sind der Nasenrücken, Ohren, Pfoten und die Schwanzspitze betroffen. 

Hier treten Haarverlust, eine Rötung der Haut, sowie Schuppen und Krusten auf. Bei manchen Tieren kommt es auch zur Ausbildung von Geschwüren an Mund, Fußballen und Zehennägeln. Auch der MDR1-Defekt, der eine Unverträglichkeit bestimmter Medikamente bewirkt, ist bei der Rasse bekannt. Ebenso können Herzkrankheiten und Epilepsie gelegentlich auftreten.

 

Auslauf, Pflege und Haltung des Shelties

 

Der Sheltie ist sehr lebhaft und zeigt einen großen Lernwillen. Daher braucht er viel Auslauf und regelmäßige geistige Beschäftigung. Es wirkt sich positiv auf die Zufriedenheit und Sozialisierung des Hundes aus, wenn man die täglichen Spaziergänge mit interessanten Apportierspielen auflockert, oder mit ihm einen Lehrgang zum Leistungshüten absolviert. Sein elegantes Äußeres tut seiner robusten Konstitution keinen Abbruch, denn nichts liebt er mehr, als bei Wind und Wetter draußen zu sein.

Das lange Fell des Shelties bedarf – wenn man will, dass es gut aussieht – schon einiger Pflege. Regelmäßiges Ausbürsten und Kämmen, nicht nur des Deckhaares, sondern auch der üppigen Unterwolle, sollte selbstverständlich sein. Einige Ratgeber meinen, die wöchentliche Pflege würde genügen, andere behaupten, ein tägliches Bürsten und Kämmen wäre angebracht.

Sein Haarkleid verfilzt aufgrund seiner besonderen Beschaffenheit nicht und nimmt auch so gut wie keinen Schmutz auf. Zweimal jährlich wechselt der liebenswerte Vierbeiner allerdings sein Fell, was einen enormen Haarverlust zur Folge hat.

 

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Sheltie in Not

 

Es ist traurig, dass es immer wieder vorkommt, dass ein Sheltie in Not gelangt. Die Gründe dafür mögen mannigfaltig sein, jedoch ist der Leidtragende grundsätzlich der Hund, auch wenn er die Tatsache, dass er in ein Tierheim abgeschoben wird, nicht selbst verschuldet hat. Der Sheltie ist sicher ein Hund, der wegen seines possierlichen Äußeren auf Anhieb vielen Menschen und auch Hundeanfängern gefällt.

Manch einer wird sich an seine eigene Kindheit und die Fernsehserie „Lassie“ erinnern und durch diese Romantisierung ist ein Entschluss, einen Sheltie Welpen zu kaufen, vielleicht noch ein wenig schneller und unreflektierter gefasst. Auch seine gute Eignung als Familienhund macht ihn ähnlich sympathisch wie z.B. den Golden Retriever.

Man muss aber unbedingt berücksichtigen, dass der Sheltie viel Beschäftigung braucht und gefordert werden will. Manchmal reicht als Grund für die Trennung vom Hund schon die Tatsache aus, dass die Urlaubsplanung so gestaltet wird, dass ein gemeinsamer Urlaub mit Hund nicht möglich ist. Dies muss nun wirklich kein Grund sein, denn hierzulande gibt es flächendeckend Hundepensionen, die den Hund gut und artgerecht während des Urlaubs versorgen können.

 

Häufig gestellte Fragen zum Sheltie

 

Ist ein Sheltie ein Familienhund?

Der Sheltie eignet sich hervorragend als Familienhund. Er hat viel Temperament, ist kinderlieb und relativ leicht erziehbar. Shelties sind sehr intelligente Hunde und können wegen ihrer großen Empathie auch gut zu Therapiehunden ausgebildet werden. Wichtig ist es, den agilen Vierbeiner stets ausreichend körperlich und geistig zu fordern. 

Wie viel kostet ein Sheltie?

Für einen Sheltie Welpen mit Stammbaum und offiziellen Papieren muss man bei einem seriösen Züchter zwischen 1.000 € und 1.500 € bezahlen. Shelties werden je nach Geschlecht etwa 33 bis 40 cm groß und haben ein langes, dichtes Fell mit weicher und kurzer Unterwolle. Das Haarkleid ist von der FCI in vielen Farben, wie z.B. Blue-Merle, Zobelfarben oder Trikolor erlaubt. Die meisten Shelties aber sind zweifarbig.