Der Flat Coated Retriever  – gelehrig, intelligent und wetterfest

Flat Coated Retriever sind wahre Wasserratten und als Familienhunde sehr gut geeignet


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Der Flat Coated Retriever – zu Deutsch: Glatthaariger Retriever – ist ein sehr aufmerksamer, intelligenter, gelehriger und aktiver Gebrauchshund. Aufgrund all dieser Charaktereigenschaften sowie seiner Schnelligkeit und seiner Wetterunempfindlichkeit ist er bereits über viele Jahrzehnte hinweg ein allseits beliebter Hund. Auch Schauspieler Cary Grant besaß einst einen Flat Coated Retriever.

Früher wurde er hauptsächlich zum Apportieren von Niederwild eingesetzt. Da er sehr viel Temperament und einen hohen Arbeitswillen besitzt, eignet sich der Flat Coated Retriever weniger zum ausschließlichen Familienhund.

Geschichte und Herkunft des Flat Coated Retrievers

Steckbrief Flat Coated Retriever

  • Ursprungsland: Grossbritannien
  • Standardnummer: 121
  • Widerristhöhe (von FCI festgelegt) Rüden: 59 – 61,5 cm, Hündinnen: 56,5 – 59 cm
  • Gewicht (von FCI festgelegt) Rüden: 27-36 kg, Hündinnen: 25-32 kg
  • Verwendung: Apportierhund
  • FCI-Gruppe 8: Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde
  • Sektion 1: Apportierhunde. Mit Arbeitsprüfung.

Die Rasse hat ihren Ursprung im England des 19. Jahrhunderts. Seefahrer brachten einen kleinen Neufundländer, den sie „Saint Johns Dog“ nannten, bei ihrer Rückkehr auf die Insel mit. Dieser Hund war ein hervorragender Schwimmer und gilt als Stammvater aller Retriever.

Man kreuzte ihn vermutlich mit Settern, Collies und dem Water-Spaniel. Insbesondere bei den Wildhütern wurde die neu entstandene Rasse zum beliebtesten Retriever in England. Später machten ihm allerdings Labrador– und der Golden Retriever diesen Rang streitig.

Vom Körperbau her waren die ersten Flat Coated Retriever schwerer und kräftiger. Man nannte sie zunächst noch „wavy-coated Retriever“, was auf das leicht gewellte Haar hindeutet. Durch fortlaufende Kreuzungen mit dem Irish Setter glättete sich das Fell des Hundes immer mehr und die Statur des Hundes gewann an Eleganz.

Beim englischen Adel war der Flatcoat besonders beliebt. Hier wurde er bevorzugt bei der Entenjagd eingesetzt, denn er besitzt eine große Vorliebe für das Wasser. Leider verschwand der Flattie nach dem 2. Weltkrieg fast vollständig von der Bildfläche. In den 1960er Jahren begann man wieder fortlaufend zu züchten und inzwischen hat die Rasse auch weltweit viele Fans gefunden.

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Video zur Rasse des Flat Coated Retrievers

Flat Coated Retriever [2018] Rasse, Aussehen & Charakter

Erscheinungsbild des Flat Coated Retrievers

Der Flat Coated Retriever ist ein englischer Rassehund der Gruppe 8 – Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde – sowie der Sektion 1 – Apportierhunde. Er erhielt von der FCI die Standard-Nummer 121.

Die FCI gibt eine Widerristhöhe von etwa 59 bis 61,5 Zentimeter beim Rüden und 56,5 bis 59 Zentimeter bei der Hündin vor. Laut Rassestandard darf das Gewicht der Hunde je nach Geschlecht zwischen 25 und 36 Kilogramm betragen. Sie erreichen ein Lebensalter von 8 bis 14 Jahren.

Der mittelgroße Flatcoat hat trotz seines kräftigen Knochenbaus ein besonders elegantes Aussehen. Das Fell mit üppiger Unterwolle ist mittellang, eher glatt und darf laut FCI leberfarben oder schwarz sein.

Die kleinen Ohren an dem anmutig geformten Kopf sind hoch angesetzt und hängen seitlich herunter. Mit mittelgroßen, dunklen bis haselnussbraunen Augen blickt der Flat Coated Retriever treu und intelligent zu seinem Besitzer auf. Die recht kurze und gerade Rute sowie die Läufe sind befedert.

Wesen und Charakter des Flat Coated Retrievers


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Der Flat Coated Retriever ist ein sehr agiler und intelligenter  Hund, der eine große Vorliebe für das Wasser hat. Von Haus aus ist er ein Jagdhund mit einem gut ausgeprägten Finde- und Apportierwillen. Er ist einfach abzurichten und freut sich in jedem Gelände auf seinen Einsatz.

Dabei ist er der ideale Begleiter gerade bei der Niederwildjagd – und hier vor allem bei der Entenjagd.

Da er sehr temperamentvoll aber auch sensibel ist, bedarf es etwas Erfahrung seitens des Hundebesitzers, um diesen Hund mit großer Geduld, liebevoller Konsequenz und ohne Zwang zu erziehen.

Wird der Flat Coated Retriever genügend geistig und körperlich gefordert, ist er auch ein idealer Familienhund. Im Umgang mit Kleinkindern sollte man aber ein wenig vorsichtig sein, da er hier in seinem überschäumenden Temperament leicht ungestüm reagieren kann.

Aggressiv sind Flatties äußerst selten. Auf Unterforderung können die Hunde aber mit verstärkter Nervosität reagieren. Somit sind Hundesport oder Jagen der optimale Zeitvertreib für diese Hunderasse. Als Schutzhund ist der Flat Coated Retriever jedoch nicht zu gebrauchen.

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Auslauf und Pflege des Flat Coated Retrievers

Ein Flatcoat ist nichts für jemanden, der wenig Zeit hat. Normale Spaziergänge und ein wenig Spielen reichen ihm nicht aus. Da er sehr viel Temperament und auch einen starken Arbeitswillen hat, braucht der Flattie physische und geistige Aufgaben. Hier bieten sich Agility, Dummyarbeit oder eine Ausbildung zum Rettungshund an. Da Flatties sehr empfindsame Hunde sind, sollte man eine Zwingerhaltung auf jeden Fall vermeiden.

Das Risiko, an Krebs zu erkranken, ist beim Flatcoat im Vergleich zu anderen Rassen erhöht. Auch von Magendrehungen und Blähungen wird öfters berichtet, während die Disposition zu Hüftdysplasie oder Patellaluxation viel geringer als bei anderen mittelgroßen Rassen ist.

Trotz des mittellangen Haarkleides bedarf der Flatcoat relativ wenig Fellpflege. Regelmäßiges Bürsten, verbunden mit der Kontrolle von Ohren und Pfoten, ist ausreichend. Die Häufigkeit hängt dabei vom Einsatz des Vierbeiners ab. Geht der Hund häufig durch Gestrüpp oder ins Wasser, so ist natürlich eine intensivere Fell- und Ohrenpflege nötig.

Flatties fressen, wie auch andere Retriever, für ihr Leben gerne. Daher sollte man auch bei der Gabe des Hundefutters ein besonderes Augenmerk haben, damit diese wunderbaren Hunde ihre schlanke und elegante Linie behalten.

Retriever in Not

Man fragt sich, wie es kommen kann,  dass auch Flat Coated Retriever in Not kommen. Da Hunde dieser Rasse eher einfach zu erziehen sind und ein äusserst gutmütiges und wenig dominantes Wesen haben, ist es kaum nachvollziehbar, dass auch Hunde dieser Rasse im Tierheim landen.

Bevor man also zum Züchter geht, empfiehlt es sich, in mehreren Tierheimen vorbeizusehen, ob man nicht auch ein unglückliches Exemplar dieser Rasse findet, das voller Sehnsucht auf ein neues Leben in Freiheit wartet. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, im Tierheim einen Mischlingswelpen oder einen Mischlingshund zu finden, bei dem ein Flat Coated Retriever eingekreuzt ist, doch wesentlich größer.