Der Bloodhound – Hund der Kelten und Gallier

 

Bloodhounds verfügen über einen extrem guten Geruchssinn

 

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Bloodhounds haben einen guten Spürsinn.

Der Bloodhound zählt zu den sehr alten Hunderassen. Schon die Kelten und Gallier hielten sich Bloodhounds, die sogar zur Hirschjagd eingesetzt wurden.

Der Bloodhound ist ebenso unter der Bezeichnung „Bluthund“, „Sankt-Hubertus-Hund“, „Hubertushund“ oder „Chien de Saint-Hubert“ bekannt. Seine Geschichte reicht bis ins 2. Jahrhundert zurück. Er zählt zu den ältesten Laufhunden, die selbst Hirsche jagen können und verfügt über eine extrem gute Nase.

Bloodhounds sind im Allgemeinen sanftmütig, liebevoll und freundlich. Sie sind gutmütige Familienhunde, die eine starke Bindung zu ihren Besitzern aufbauen.

 
 

Geschichte und Herkunft des Bloodhounds

 

Steckbrief Bloodhound

  • Ursprungsland: Belgien
  • Standardnummer: 84
  • Widerristhöhe: (von FCI festgelegt) Rüden: 68 cm, Hündinnen: 62 cm, +/- 4 cm toleriert von der FCI
  • Gewicht: (von FCI festgelegt) Rüden: 46 – 54 kg, Hündinnen: 40 – 48 kg
  • Verwendung: Lauf- und Meutehund für Hochwild, Fährtenhund sowie Familienhund.
  • FCI-Gruppe 6: Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen.
  • Sektion 1.1: Große Laufhunde. Mit Arbeitsprüfung.

Man nimmt an, dass die Geschichte des Bloodhounds bis ins 2. Jahrhundert nach Christus zurückreicht, als bereits Gallier und Kelten die Vierbeiner mit ihrer ausgesprochen guten Nase als Jagdhunde einsetzten. Als gesichert gilt, dass diese Hunde in den Ardennen im Kloster Saint-Hubert von Mönchen gezüchtet wurden und dass sie bis ins 16. Jahrhundert in den königlichen Jagdmeuten eingesetzt wurden.

Erst als die Hunde im 11. Jahrhundert nach England gelangten, entstand der Name „Bloodhound“. Noch heute wird der einstige „Hubertushund“ im belgischen Zuchtbuch geführt. Woher die Namensgebung „Bloodhound“ oder „Bluthund“ letztendlich stammt, ist nicht ganz klar.

Es gibt zwei Theorien: Zum einen könnte der Name darauf hinweisen, dass der Bloodhound sozusagen von „edlem Blute“ sei, bei der anderen und wahrscheinlicheren Theorie geht man davon aus, dass diese Hunde die Blutspur verletzter Tiere besonders gut aufnehmen können.

In der Jägersprache gehört der Bloodhound zu den „Schweißhunden“ und ist somit besonders gut geeignet, die „Schweißspur“, also Blutspur des verletzten Wildes, zu verfolgen.

Vielerorts in Europa, vor allem in Deutschland, Belgien und Luxemburg, wurde die Rasse auch als „Ardennenbracke“ bekannt. Auch heute ist der Bloodhound bei einigen Jägern und Förstern beliebt und im Gebrauch.

Der ab dem 17. Jahrhundert in den USA gezüchtete „Coonhound“, der zur Jagd auf Waschbären eingesetzt wurde, stammt vom Bloodhound ab. In den amerikanischen Südstaaten verwendete man die begnadeten Spurensucher auch zum Aufspüren flüchtiger Sklaven und noch heute werden die Hunde in den USA und Kanada zur Suche vermisster Menschen bevorzugt eingesetzt.

 

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Video zur Rasse des Bloodhounds

 
► Bloodhound - Bluthund [2021] Rasse, Aussehen & Charakter
 

Aussehen des Bloodhounds

 

Der Bloodhound erhielt die FCI-Standardnummer 84 und wird der Gruppe 6 – Lauf- und Schweißhunde sowie verwandte Hunderassen – sowie der Sektion 1 – Laufhunde – und der Untersektion 1.1 – Große Laufhunde – zugeordnet. Das Ursprungsland dieser Hunderasse ist Belgien. Er ist der weltweit größte Laufhund.

Die von der FCI vorgegebene ideale Widerristhöhe sollte bei Rüden 68 cm betragen, während Hündinnen etwa 62 cm groß sein sollten. Die Größe darf bei beiden Geschlechtern um vier cm nach oben oder unten abweichen.

Rüden dürfen gemäß Rassestandard 46 bis 54 Kg wiegen, während Hündinnen etwa 40 bis 48 Kg auf die Waage bringen sollten. Dabei haben sie eine durchschnittliche Lebenserwartung von 10 bis 12 Jahren.

Das in tiefen Hautfalten herunterhängende Fell ist kurz, enganliegend und besonders wetterfest. Laut FCI Standard sind drei Fellfarben anerkannt: Zweifarbig Schwarz und Loh (black and tan), zweifarbig Leberfarben und Loh (liver and tan) oder aber einfarbig Rot (red).

Die Ohren des Bloodhounds sind relativ lang und dünn, so dass sie bis über die Nasenspitze reichen. Beim Laufen kommt der Hund – seiner Bestimmung des Aufspürens entsprechend – bequem mit der Nase bis auf den Boden. Seine lange und kräftige Rute trägt der Hund bogenförmig.

Der wiegende Gang mit dem geschmeidigen Bewegungsablauf geben dem Hund einen fast schon majestätisch wirkenden Ausdruck. Trotz seiner Größe wirkt er nie plump oder schwerfällig, sondern strahlt Kraft und Würde aus.

 

Wesen, Charakter und Erziehung des Bloodhounds

 

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Der Bloodhound hat einen sensiblen, aber auch zuweilen eigenwilligen Charakter.

Hier ein Bloodhound Welpe. Bloodhounds sind sehr gute Fährtenhunde, da sie über einen extrem guten Spürsinn verfügen. Dabei sind sie in der Lage, auch ältere Spuren sicher zu verfolgen.

Man sagt dem Bloodhound, der mit einem hervorragenden Spürsinn ausgestattet ist, Ruhe, Freundlichkeit, Intelligenz, Sanftmütigkeit und Anhänglichkeit nach. Er ist in der Lage, selbst ältere Spuren unter ungünstigen Voraussetzungen noch aufzunehmen und zu verfolgen.

Daher wird der Lauf- und Meutehund auch gerne als Fährtenhund und zum sog. „Mantrailing“ eingesetzt. Hat der liebeswerte Riese mit den tiefen Hautfalten und dem treuen Blick erst einmal eine Fährte aufgenommen, so folgt er dieser Spur geschmeidig und mit großer Besessenheit.

Dabei lässt er sich von niemandem und nichts mehr ablenken. Hier muss sein Besitzer auch eine gewisse Nachsicht zeigen, denn das konsequente Verfolgen einer Fährte gehört nun Mal zu den „Urinstinken“ des Bloodhounds.

Aufgrund ihrer großartigen Fähigkeiten in der Spurensuche, sind Bloodhounds manchmal frustriert, wenn sie eine Duftspur nicht weiterverfolgen können. Am besten trainieren Sie die Frustrationstoleranz des begnadeten Schnüfflers, indem Sie ihn schrittweise an immer komplexere Aufgaben heranführen und dann ausgiebig für den Erfolg belohnen.

Bloodhounds sind sehr stark auf ihren Besitzer fixiert, kinderlieb und somit auch als Familienhunde geeignet. Sie sind sensibel, zurückhaltend und bisweilen ein wenig sturköpfig. Daher ist auch ihre Erziehung nicht immer ganz einfach.

Um diese Eigensinnigkeit besser in den Griff zu bekommen, ist eine frühzeitige Sozialisation in einer Welpenschule durchaus sinnvoll. Es scheint bisweilen so, als überlege der Bloodhound jeden der menschlichen Befehle erst einmal gründlich, ehe er ihn ausführt. Der sensible Hund benötigt also eine starke Führung und gehört nicht in Anfängerhände.

Laute Worte, ungerechte Behandlung und Härte verzeiht er seinem Besitzer nur schwer und wird sich nur noch dickköpfiger verhalten. Mit Artgenossen und anderen Haustieren versteht sich der Bloodhound gut. Ein guter Wachhund ist der gutmütige Schnüffler aber keinesfalls.

 

Auslauf, Pflege und Haltung des Bloodhounds

 

Bloodhounds benötigen viel Auslauf und Beschäftigung. Keinesfalls sind es Hunde für eine kleine Stadtwohnung. Am wohlsten fühlen sich die Hunde, wenn sie entsprechend ihrer ehemaligen Bestimmung beschäftigt werden und ausgiebig schnüffeln und Spuren verfolgen können. Aufgrund ihres starken Geruchssinns und ihrem ausgeprägten Bedürfnis, jeder interessanten Duftspur zu folgen, ist das Training zur Leinenführigkeit manchmal schon eine größere Herausforderung. Üben Sie das Gehen an der Leine und belohnen Sie ruhiges Verhalten.

Die Fellpflege ist besonders einfach zu bewerkstelligen. Das wetterfeste, kurze Haarkleid ist sehr pflegeleicht und sollte lediglich von Zeit zu Zeit gebürstet werden. Augen und besonders die langen Schlappohren müssen regelmäßig kontrolliert werden, um Entzündungen zu vermeiden. 

Da der Bloodhound sehr verfressen ist, neigt er auch zu Übergewicht. Ursache dafür können neben einem falschen und zu kalorienreichen Futter auch eine Kastration, eine Überfunktion der Nieren oder eine Schilddrüsenunterfunktion sein. In der Regel lässt man den Hund am besten vom Tierarzt untersuchen, wenn eine nicht erwünschte Gewichtszunahme vorliegt. So gewinnt man schnell Klarheit darüber, ob die Ursache eine falsche Ernährung oder eine Krankheit ist.

 

Rassetypische Krankheiten beim Bloodhound

 

Als besonders große Hunde können Bloodhounds insbesondere von erblich bedingten Hüft- und Ellbogengelenksdysplasie betroffen sein. Beim Besuch beim Züchter sollte man auf einem Nachweis bestehen, dass der Welpe aus einer HD-freien Zucht stammt.

Gerade bei jungen Hunden achtet man am besten gewissenhaft darauf, dass die Gelenke z.B. beim Treppensteigen nicht überlastet werden und sorgt für ein entsprechendes Futter, um Gelenkproblemen vorzubeugen.

Auch Augenerkrankungen wie z.B. das „Entropium“ und das „Ektropium“, beides eine Fehlstellung der Augenlider, können vermehrt auftreten. Bekannt bei der Rasse ist auch das sog. „cherry eye“, eine vermutlich vererbbare kirschförmige Vergrößerung der Nickhautdrüse.

Die tiefen Hautfalten können Hautentzündungen und Ekzeme verursachen. Daher ist eine regelmäßige Fellpflege wichtig, die aber recht einfach ist: Regelmäßiges Bürsten ist ausreichend. Am besten kontrolliert und reinigt man dabei auch gleich die empfindlichen Augen und Ohren.

 

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Bloodhounds in Not

 

Wie es Hunden anderer Rassen auch widerfahren kann, so überschätzt sich mancher Hundehalter mit der Haltung eines Bloodhounds. An und für sich ist seine Erziehung eher einfach, abgesehen von einer gewissen Starrsinnigkeit und auch erschwerten Abrufbarkeit, wenn er eine Fährte aufgenommen hat. Manche Hundebesitzer sind damit, oder auch aus anderen Gründen, mit dem Hund schon überfordert und geben ihn in ein Tierheim ab.

Möchte man diesen Hunden in Not helfen, kann man vor dem Gang zum nächstbesten Züchter erst einmal ein paar Tierheime abklappern. Vielleicht findet man einen Vertreter dieser Rasse (die Wahrscheinlichkeit ist jedoch eher gering), der sich auf ein neues und liebevolles Zuhause freut. Mehr Glück kann man sicher auf der Suche nach einem Welpen in Not haben. Kreuzungen aus dem Bloodhound und einer anderen Rasse können durchaus auch sehr apart sein.

 

Häufig gestellte Fragen zum Bloodhound

 
Woher kommt der Name Bloodhound?

Es gibt zwei Theorien, woher der Name Bloodhound (zu deutsch: Bluthund) stammen könnte: Die eine besagt, dass man früher von einem Hund von „edlem Blute“ sprach. Die andere (wahrscheinlichere) Theorie ist, dass man ihm den Namen gab, weil er als Schweißhund mit einer besonders feinen Nase in der Lage ist, auch ältere Blutspuren von angeschossenem und getötetem Wild sicher zu verfolgen. 

Wie sieht ein Bloodhound aus?

Der Bloodhound ist laut FCI in drei Fellfarben zugelassen: Entweder einfarbig Rot, oder zweifarbig Schwarz und Lohfarben (black and tan), oder zweifarbig Leberfarben und Lohfarben (liver and tan). Das Fell ist wetterfest, enganliegend und kurz und hängt typischerweise in tiefen Hautfalten herunter. Bloodhound Rüden werden etwa 68 cm groß, während Hündinnen ca. 62 cm Widerristhöhe erreichen. Bloodhounds werden 10 bis 12 Jahre alt. 

Ist ein Bloodhound gefährlich?

Nein, Bloodhounds sind trotz ihres gefährlich klingenden Namens überhaupt nicht gefährlich. Ein Bloodhound ist sehr auf seine Familie fixiert und ein kinderlieber Hund. Das Liebste aber ist ihm das Erschnüffeln und Verfolgen von Fährten. Hier entwickelt er eine große Leidenschaft, ja nahezu Besessenheit.