Der American Bulldog – ein Kraftpaket mit hohem Selbstbewusstsein

American Bulldogs brauchen eine konsequente Erziehung


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American Bulldogs sind kraftvoll und athletisch und brauchen eine konsequente Erziehung.

Der American Bulldog – zu Deutsch „Amerikanische Bulldogge“ – ist eine Hunderasse aus den USA, welche bislang nicht von der FCI und vom AKC anerkannt wurde. Ursprünglich wurden diese Hunde für sehr unterschiedliche Aufgaben gezüchtet, weshalb es auch verschiedene Typen vom Aussehen sowie vom Charakter her gibt.

Man findet schwere, bullig erscheinende, große American Bulldogs aber auch kleinere Arten. Letztere können ebenso bullig aber auch durchaus athletisch und schlank sein. Die Haltung eines American Bulldogs ist nicht für jeden Hundefreund geeignet: Diese Rasse benötigt zum einen eine sehr gute und konsequente Erziehung, zum anderen einen Besitzer mit großem Verantwortungsbewusstsein, weil auch heute immer noch viele Menschen unnötigerweise Angst vor diesen Hunden haben.

In einigen europäischen Ländern ist die Haltung des American Bulldog nicht erlaubt oder streng reglementiert. In den USA dagegen werden die Hunde als Teil der amerikanischen Kultur und Geschichte verehrt und geliebt.

Geschichte und Herkunft des American Bulldogs

    Steckbrief American Bulldog

  • Ursprungsland: USA
  • Standardnummer: k.A.
  • Widerristhöhe: Rüden ca. 56–69 cm,
    Hündinnen ca. 51–64 cm
  • Gewicht: 30 und 60 kg
  • Verwendung: Begleithund
  • FCI-Gruppe : nicht von der FCI anerkannt

Die Vergangenheit der American Bulldogs ist durch teilweise recht grausame Begebenheiten gekennzeichnet. Auswanderer nahmen im vorletzten Jahrhundert die Englischen Bulldoggen nach Amerika mit. Hier wurden sie im Laufe der Jahre mit Boxern, Pointern und dem Dogo Argentino gekreuzt und eine neue Zuchtlinie entstand.

Im England des 17. Jahrhundert gab es die beliebten „Bull Baitings“, bei denen Hunde gegen Bullen kämpften, bis sich der große, kräftige Gegner ergab oder aber, bis der Hund getötet wurde.

Es spielten sich unbeschreiblich brutale Szenen bei diesen Kämpfen ab, die vor allem bei den auch „Bullenbeißern“ genannten Hunden mit dem Verlust von viel Blut, etlichen Knochenbrüchen sowie undenkbaren Schmerzen einhergingen. Während man den Englischen Bulldoggen im Laufe der Jahre das kämpferische Naturell weitestgehend abzüchtete, ähneln die American Bulldogs im Charakter ihren eigentlichen Vorfahren wesentlich stärker.

Video zur Rasse des American Bulldogs

American Bulldog [2018] Rasse, Aussehen & Charakter

Erscheinungsbild des American Bulldogs

Wie bereits erwähnt, hat die FCI diese Hunderasse bisher nicht anerkannt, auch der American Kennel Club, der AKC, verweigerte bislang die Anerkennung. Seit 1999 jedoch wird die Rasse vom britischen Dachverband für Hundezucht, vom United Kennel Club (UKC) und auch vom RKF, dem russischen Vertreter innerhalb des FCI, anerkannt.

Rüden erreichen eine Schulterhöhe von etwa 56 bis 69 Zentimeter, Hündinnen sind mit 51 bis 64 Zentimeter etwas kleiner. Das Gewicht der Hunde schwankt zwischen 30 und 60 kg. Der auch „Country Bulldog“ genannte Hund kann 10 bis 15 Jahre alt werden.

Es gibt drei unterschiedliche Formen des American Bulldogs: Den klassischen, schweren Ausstellungstyp, auch „Johnson-Bully“ genannt, den leichteren, Scott-Standard-Typ, sowie den Hybrid-Typ, eine Mischung der beiden vorher genannten Rasseschläge.

Dieser – auch „Old Country Bulldog“ genannte Hund, wird in den USA heute noch von Farmern für die Bewachung von Haus und Hof, aber auch für die Jagd auf Waschbären, Bären und Wildschweine eingesetzt.

Der American Bulldog ist ein massiger, muskulöser, mittelgroßer bis großer Hund, der seinem Gegenüber allein wegen seiner äußeren Erscheinung Respekt einflößt. Er besitzt einen verhältnismäßig großen und breiten, kastenförmigen Kopf mit flacher Schädeloberseite.

Die Augen können sowohl rund als auch mandelförmig sein. Das Fell ist wie bei allen Doggen kurz, dicht und anliegend. Die Farbe des Haarkleides kann sehr unterschiedlich sein. Im Prinzip sind nahezu alle Farben und Musterungen außer uni schwarz, blau, merle oder trikolor erlaubt.

Die Mehrheit der American Bulldogs aber ist weiß beziehungsweise weiß mit roten, falbfarbenen oder gestromten Abzeichen. Seine mittelgroßen Ohren trägt der Hund entweder als Rosenohr oder aber als Hängeohr nach vorne.

Der gesamte Körper ist nicht übermäßig lang, der Brustkorb sollte gut gewölbt und der Rücken breit sein. Die spitz zum Ende hinlaufende Rute ist tief angesetzt und weist nach oben.

Wesen und Charakter des American Bulldogs


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American Bulldogs wollen beschäftigt werden - auch Hundesportarten wie Agility kommen in Frage.

Der American Bulldog ist ein molosser, energiegeladener, vor Kraft strotzender und selbstbewusster Hund, der in der Regel sehr dominant ist. Er besitzt eine hohe Intelligenz, ein großes Durchsetzungsvermögen, eine hohe Wachsamkeit, Geschick in seinen Bewegungen sowie eine enorme Ausdauer. Entgegen seiner äußeren Erscheinung sowie seines Ursprungs ist die Amerikanische Bulldogge ein sehr treuer, sensibler und verschmuster Hund, der Kinder liebt.

Da der American Bulldog aber auch ungeahnte Kräfte, einen großen Eigensinn und manchmal gar eine gewisse „Zerstörungswut“ an den Tag legen kann, gehört er nur in Hände von erfahrenen Hundebesitzern, die ihm eine konsequente und gewaltfreie Erziehung bieten können.

Aufgrund zahlreicher Vorurteile in der Bevölkerung gilt er als besonders „gefährlich“. So sollte sein Besitzer nicht nur die nötigen körperlichen Voraussetzungen mitbringen, sondern auch über Geduld, Zeit, Empathie dem Hund sowie Mitmenschen gegenüber verfügen und natürlich den Körperkontakt mit dem Hund nicht scheuen.

Seinem Besitzer gegenüber ist der American Bulldog offen und anhänglich, auf fremde Menschen reagiert er aber nicht selten mit Ablehnung. Der sehr wendige, aktive Hund kann als Familien- und Begleithund gehalten werden, der aber unbedingt gefordert werden muss. Mit zunehmendem Alter verträgt er sich auch immer weniger mit gleichgeschlechtlichen Artgenossen.

Der American Bulldog eigent sich auch gut als Rettungshund. In den USA wird er auch heute noch von Farmern für die Bewachung von Haus und Hof sowie für die Jagd auf Waschbären, Bären und Wildschweine eingesetzt.

Leider existieren immer noch illegale Hundekämpfe, bei denen auch Amerikanischen Bulldoggen zum Einsatz kommen.
In Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern steht diese Rasse auf der sogenannten „Rasseliste“. Daher müssen sie in Nordrhein-Westfalen und Bayern einen Wesenstest bestehen, um legal gehalten werden zu können.

In Hessen müssen ihre Besitzer sogar eine gesonderte Erlaubnis für die Haltung beantragen. Auch in der Schweiz bedarf es im Tessin einer kantonalen Bewilligung. In Dänemark sind sogar Zucht, Haltung und Einfuhr der American Bulldogs verboten.

Auslauf und Pflege des American Bulldogs

Der American Bulldog kann – was man von ihm nicht erwartet – bis zu 2,5 m hoch springen. Seinem enormen Bewegungsdrang muss man unbedingt berücksichtigen, wenn man ein gestörtes oder aggressives Verhalten vermeiden will. Maßvolle Begleitung beim Radfahren, Schwimmen und ausgiebiges Laufen sind ebenso ratsam wie Fährtenarbeit oder ein Hundesport wie Agility.

Hinzu kommt, dass viele Menschen eine gewisse Angst vor Hunden dieser Rasse entwickelt haben, was bei den gemeinsamen Spaziergängen – aber auch im sonstigen Kontakt zwischen Mensch und Tier – zu berücksichtigen ist.

Weiße Exemplare leiden häufig an Allergien oder Schwerhörigkeit. Wie alle großen Hunde, kann auch er verstärkt von Hüftgelenk-Dysplasie betroffen sein. Viele Bulldoggen neigen außerdem zum Schnarchen und leiden unter starkem Tränenfluss.

Was die Ernährung anbelangt, so kann man diese Hunderasse durchaus als gefräßig bezeichnen. Das Futter sollte daher eher fettarm und gut verdaulich sein. Dank seines kurzen Haares ist der American Bulldog pflegeleicht. Um die abgestorbenen Haare zu entfernen, bürstet man den Hund am besten regelmässig. Auch die Pflege von Ohren und Augen sind sollte öfters erfolgen. Weiße Exemplare neigen manchmal zu unschönen Flecken oder Druckstellen am Hals. Diesen kann man vorbeugen, indem man zuhause das Halsband auch mal ablegt.