Der Boston Terrier – Ein selbstbewusster Amerikaner

Muskulös, kompakt und kraftvoll – der Boston Terrier lässt sich trotzdem recht einfach erziehen


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Der Boston-Terrier ist – entgegen seines Namens – keinesfalls ein Terrier sondern ein doggenartiger Hund, welcher durch die Kreuzung von Bulldogge und Terrier entstand und 1979 vom US-Bundesstaat Massachusetts, wo sich auch die namensgebende Stadt Boston befindet, offiziell als „State Dog“ anerkannt wurde. Wurde er einst als Rattenbeißer eingesetzt, so ist er heute in erster Linie ein Begleithund.

Auch Megan Fox, US-Schauspielerin und Sexbombe wider Willen, hält sich eine Boston Terrier Hündin namens „China“.

Geschichte und Herkunft des Boston Terriers

Steckbrief Boston Terrier

  • Ursprungsland: USA
  • Standardnummer: 140
  • Widerristhöhe: 38 bis 43 cm
  • Gewicht: 3 Klassen, 1. unter 6,8 kg, 2. 6,8 kg bis unter 9 kg, 3. 9 kg bis max. 11,3 kg
  • Verwendung: Begleithund
  • FCI-Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde
  • Sektion 11: Kleine doggenartige Hunde. Ohne Arbeitsprüfung.

Er entstand im späten 19. Jahrhundert aus einer Kreuzung des heute nicht mehr existenten Weißen Englischen Terriers mit der Englischen Bulldogge und erhielt zunächst den Namen „Boston Bulldog“. Um die Hunderasse weiter zu optimieren, wurden später Französische Bulldoggen eingekreuzt.

Während sie ursprünglich für die Jagd auf Ratten insbesondere in Textilfabriken gezüchtet wurden, hat er sich heute zu einem beliebten Familienhund entwickelt.

1878 zeigte man ihn auf einer Ausstellung in Boston und 13 Jahre später erhielt er vom American Kennel Club den Namen Boston Terrier. Erst 1927 kamen diese Hunde nach Europa, wo sie zunächst recht selten anzutreffen waren. In jüngster Zeit erfreuen sich die originellen Vierbeiner aber immer größerer Beliebtheit.

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Video zur Rasse des Boston Terriers

Boston Terrier [2018] Rasse, Aussehen & Charakter

Erscheinungsbild des Boston Terriers

Der Boston Terrier ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse mit der Standardnummer 140. Sie wird der Gruppe 9 – Gesellschafts- und Begleithunde sowie der Sektion 11 – kleine doggenartige Hunde – zugeordnet.

Eine Widerristhöhe ist von der FCI nicht festgelegt, er erreicht im Regelfall aber eine Größe von 38 bis 43 Zentimeter. Gewichtsmäßig wird die Hunderasse in 3 Klassen eingeteilt: in diejenigen unter 6,8 Kilogramm, in solche von 6,8 bis 9 Kilogramm und letztendlich in die Hunde mit einem Gewicht von 9 bis 11,3 Kilogramm. Der Boston Terrier kann zwischen 11 und 13 Jahre alt werden. Der muskulöse und kompakte Hund hat ein kraftvolles und markantes Erscheinungsbild.

Sein glattes, glänzendes und kurzes Haar ist gestromt, schwarz oder „seal“, was bedeutet, dass das schwarze Fell bei Sonnenlicht einen rötlichen Schimmer aufweist. Der Boston Terrier trägt weiße Markierungen auf Brust, Schnauze und oberhalb der Augen. Manche Hunde haben diese Zeichnungen zudem noch an den Pfoten, den Beinen sowie am Hals.

Charakteristisch für die Rasse ist der massige Kopf mit dem flachen Schädel und der kurzen, quadratischen Schnauze und den großen, dunklen Augen, weshalb er auch gern mit der französischen Bulldogge verwechselt wird. Seine Ohren sind verhältnismäßig groß und stehend. Er besitzt einen angeborenen, kurzen Stummelschwanz, der nicht länger als 5 Zentimeter wird.

Wesen und Charakter des Boston Terriers


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Trotz des Namens handelt es sich, wie bereits erwähnt, nicht um einen Terrier, also um keinen Jagdhund. Vielmehr ist der Boston Terrier ein Begleit- und Familienhund. Er ist ein lebhafter aber sehr freundlicher Hund mit viel Sinn für Humor. Boston Terrier sind stets bestrebt, ihrem Besitzer zu gefallen, daher ist seine Hundeerziehung relativ einfach.

Er ist sehr sensibel, verspielt, intelligent und wissbegierig, lernt gerne dazu und erweist sich seinem Besitzer gegenüber, den er am liebsten überall begleiten würde, als äußerst treu und ergeben.

Dieser kleine, selbstbewusste Kerl ist zwar stark auf seinen Besitzer fixiert und erweist sich Fremden und Kindern gegenüber als sehr aufgeschlossen, trotzdem sollte man ihn aber, wie jeden anderen Hund auch, konsequent erziehen.

Seinen Artgenossen gegenüber ist er prinzipiell freundlich gesinnt. Er kläfft recht wenig, verteidigt aber im Falle eines Angriffs kraftvoll und wendig sein Revier. Ist er gut sozialisiert, genießt der Boston Terrier das Zusammensein mit Menschen und kommt auch sehr gut mit anderen Haustieren zurecht.

Auslauf und Pflege des Boston Terriers

Da er sehr anpassungsfähig ist, kann er auf dem Land und aufgrund seiner wenig ausgeprägten Bellfreude auch gut in der Stadt gehalten werden. Er liebt ruhige, längere Wanderungen genauso wie das gemütliche Flanieren in der Stadt.

Boston Terrier spielen gerne und eignen sich auch für Hundesport wie Agility, sind aber keine Leistungssportler. Besonders heißes Wetter vertragen die knuffigen Hunde weniger. Sie gehören wegen ihrer verkürzten Schnauze, den oftmals zu kleinen Nasenlöchern, einem langen Gaumen und einer engen Luftröhre zu den brachycephalen Rassen. Daher haben sie häufig Atemprobleme und neigen zum Schnarchen und Niesen.

Das Verdauungssystem ist besonders empfindlich und daher muss auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden, auch um Blähungen vorzubeugen. Leider sind die großen Kulleraugen anfällig für Hornhautgeschwüre. Laut einer Umfrage des britischen Kennel Clubs müssen über 90% der Welpen per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht werden.

Sein kurzes, glattes Fell bedarf wenig Pflege, das knuffige Kerlchen genießt es, hin und wieder mit einem Hundehandschuh massiert zu werden.

Boston Terrier in Not

Eigentlich ist der Boston Terrier recht einfach zu erziehen und auch die Kosten für den Boston Terrier halten sich aufgrund des mäßigen Futterbedarfs in Grenzen. Dennoch geraten öfters Boston Terrier in Not, weil sich der Hundebesitzer vor der Anschaffung nicht genügend damit auseinandergesetzt hat, ob er genügend Zeit und Beschäftigung für den kleinen Hund aufbringen kann.

Manchmal findet man auch Boston Terrier Mischlingswelpen in Tierheimen, weil eine Hündin unbeabsichtigterweise gedeckt wurde und der Besitzer nun nicht weiß, an welche verantwortungsvollen Menschen er die kleinen Welpen abgeben kann.