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Leptospirose

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Leptospirose – Hundetyphus

Zunächst wurde Leptospirose erstmalig 1852 beim Hund diagnostiziert, ehe man die menschliche Leptospirose erkannte. Man nannte die canine Leptospirose auch Hundetyphus. Anlässlich einer Beschreibung auf einer Stuttgarter Hundeausstellung bekam sie dann 46 Jahre später den Namen Stuttgarter Hundeseuche. Bei den Erregern der Leptospirose handelt es sich um bewegliche, fadenförmige, spiral gewundene Bakterien mit hakenförmigen Enden, die nicht nur dem Hund sondern auch uns Menschen gefährlich werden können. Sie sind in der Lage, sich auch in der Umwelt fortzubewegen und zu verbreiten. Der infizierte Hund scheidet die Bakterien durch den Urin aus, wodurch eine Ansteckung bei direktem Kontakt mit dem Urin geschehen kann. Auch Leptospirose verseuchte Teiche, Wassergräben oder Pfützen dienen als Ansteckungsquelle. Weitere Möglichkeiten der Infektion finden sich bei der Paarung, durch den Kontakt mit Hautverletzungen sowie durch Bisse. Leptospirose kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden.

Symptome und Krankheitsverlauf

Abhängig vom Alter des Hundes sowie seiner Fähigkeit, entsprechende Antikörper zu bilden, können die Symptome der Krankheit ganz unterschiedlichen Schweregrades sein. Sind sie in geschwächter sowie unspezifischer Form vorhanden, so treten beispielsweise Lethargie und Depressionen auf, was beim Hund nicht immer einfach zu erkennen ist. Schwerere Formen verursachen Schmerzen sowie Organschäden. Die Ansteckung geschieht in der Regel über die Haut oder den Nasen-Rachen-Raum, wodurch die Bakterien in die Blutbahn und somit in die Leber, die Milz, die Augen und die Geschlechtsorgane sowie ins Zentrale Nervensystem gelangen. Nicht selten beginnt die Krankheit mit auffallender Müdigkeit sowie einem schwankenden Gang. Im weiteren Verlauf kommt es dann zu Appetitlosigkeit, Schwäche, Erbrechen, Durchfall, erschwertem Atmen und Fieber, ehe sich eine Schädigung der Nieren und der Leber entwickelt. Weitere klinische Symptome können eine Gelbsucht, Blutungen, Muskelzittern, Defekte der Maulschleimhäute sowie blutiger Stuhl sein. Die wohl gefährlichste und häufigste Folge ist ein Nierenversagen. Nicht alle Leptospirose-Infektionen müssen mit klinischen Symptomen einhergehen. Unerkannt infizierte Tiere stellen jedoch insofern eine Gefahr dar, als dass sie weiterhin Erreger ausscheiden, durch die sich wiederum andere Individuen anstecken können. Speziell für ungeimpfte Hunde kann die Leptospirose einen tödlichen Ausgang haben.

Medikamente und Heilungschancen

Zur Behandlung der Krankheit wird von Tiermedizinern häufig eine hochdosierte Antibiotika-Behandlung mit Penicillin G oder anderen gleichwertigen Medikamenten anberaumt. Eine spezielle Therapie entsprechend den einzelnen unterschiedlichen Symptomen ist einhergehend. Die Heilungschancen sind – wird die Krankheit rechtzeitig erkannt – recht hoch.

Vorbeugung (Impfschutz)

Eine Vorbeugung gegen die Leptospirose ist insofern sehr schwierig, als dass die Erreger vielerorts zu finden sind. In erster Linie kann man mit einer entsprechenden Hygiene für ein geringeres Risiko sorgen.
Die wirkungsvolle Impfung gegen Leptospirose – die auch als Mehrfachimpfung angeboten wird – gehört mit zu den Pflichtimpfungen und sollte nach der Grundimmunisierung jährlich aufgefrischt werden. Aufgrund der Vielfältigkeit der Bakterienstämme kann die Impfung jedoch keinen Rundumschutz bieten.

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