Rassekrankheiten
Rassetypische Krankheiten
Der Volksmund besagt, dass Mischlingshunde die gesünderen Hunde seien, dieses kann man manchmal unterschreiben, denn zahlreiche Extremzüchtungen sowie der falsch verstandene Ehrgeiz einiger Züchter gehen und gingen auf Kosten der Gesundheit des Hundes. Zum Glück verbietet das Tierschutzgesetz seit 1986 „Defektzuchten“, dennoch kann feststellt werden, dass einige der Hunderassen Missbildungen und damit verbunden typische Krankheiten aufweisen, die bei ihnen gehäuft auftreten.
Kleine Hunderassen wie Chihuahua, Rehpinscher, Pudel, Schnauzer oder Yorkshire-Terrier leiden beispielsweise häufig unter Missbildungen der Knie- und Hüftgelenke. Sie neigen ferner zur Parodontose, haben Probleme bei den Geburten – durch ein zu enges Becken – beim Zusammenklappen der Luftröhre.
Bei kurznasigen Hunden wie dem Mops oder dem Pekinesen treten vorrangig Atembeschwerden und Nasenschleimhautentzündungen auf. Erkrankungen des Rachens und Kehlkopfes sind keine Seltenheit. Auch hier sind vermehrt Geburtsprobleme zu beobachten.
Besonders krankheitsanfällig ist der in Mode geratene Shat-Pei. Er leidet vorrangig an Augenerkrankungen sowie nässenden Ekzemen in den Hautfalten.
Bei großen Hunderassen treten vermehrt HD-Probleme auf. Vor allem Schäferhunde, Bernhardiner, Doggen und Berner Sennehunde leiden unter den Missbildungen des Hüft- und Ellenbogengelenks. Ein Bandscheibenvorfall ist häufige Folge. Auch Herzfehler und Bindehautentzündungen treten des Öfteren auf.
Auch bei dem immer mehr in Mode geratenden Border-Collie sind vermehrt typische (Erb-) Krankheiten zu entdecken. Zu ihnen zählen: die Collie Eye Anomalie (CEA), die Progressive Retina Atrophy (PRA), die Hüftgelenksdysplasie (HD), der MDR-1-Gendefekt sowie die Epilepsie.