Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung

Inhaltsverzeichnis

Welpenerziehung – Stubenreinheit ist erst der Anfang


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Hundeerziehung - Welpen stubenrein

Den Welpen stubenrein zu bekommen, ist eine der ersten Herausforderungen in der Hundeerziehung. Übrigens heben manche Rüden schon mit drei Monaten das Beinchen, andere nie.

Was bedeutet Hundeerziehung eigentlich genau? Laut Duden kommt der Begriff von dem althochdeutschen Wort „irziohan“, welches sich mit „herausziehen“ übersetzen lässt. Überträgt man das auf die heutige Terminologie, so kann man sagen, dass bei „Hundeerziehung“ etwas Vorhandenes aus jemandem „herausgezogen“ werden soll. Mit die erste Aufgabe einer erfolgreichen  Hundeerziehung ist es, den jungen Hund stubenrein zu bekommen. Einen Welpen stubenrein zu bekommen, ist gar nicht so schwer, wenn man ein paar Dinge dazu beachtet.

Entsprechende Förderung von Geist und Charakter ist wichtig

Anders ausgedrückt: Geist und Charakter sollen entsprechend weitergebildet und somit die richtige Entwicklung gefördert werden. Das wiederum bedeutet beim Hund, dass nicht nur der niedliche Welpe, sondern auch der bereits ausgewachsene Hund Hilfe bei der Sozialisierung sowie bei der Entwicklung zum Individuum erhalten kann und muss. Selbstverständlich bestehen dennoch größere Unterschiede zwischen Mensch und Hund. So sollte beispielsweise der Mensch stets dem Tier gegenüber dominant sein. Unterordnen – was einem guten Gehorsam gleich kommt – ist das A und O in der Hundehaltung, gleichgültig, zu welchem Zweck man den Hund halten möchte. Ganz besonders gilt dies für Hundeanfänger, die ihren ersten Hund halten, da man gerade als Anfänger dazu neigt, einen Hund unverhältnismäßig zu verhätscheln. Eine gute Hundeerziehung bereits im Welpenalter ist das A & O für einen gut sozialisierten und gehorsamen erwachsenen Hund. Wichtig ist hier, das natürliche Verhalten seines Welpen genau zu kennen und dem jungen Hund durch klare Signale zu zeigen, wie er sich zu verhalten hat und was er unterlassen sollte.

Video zur Hundeerziehung

Liebe und Konsequenz in der Hundeerziehung

Generell kann man sagen, dass ein Zusammenleben zwischen Hund und Mensch sich nur dann entspannt und ideal gestaltet, wenn der Hundehalter liebevoll aber konsequent und der Hund gehorsam und „gut erzogen“ sind. Von beiden Seiten bedarf das der Disziplin, aber auch jeder Menge Einfühlungsvermögen sowie Zeit und Engagement. Wer einen gut erzogenen Hund sein Eigen nennen darf, dem ist als Hundehalter das Leben enorm erleichtert. Nicht nur, dass das Gassi Gehen eine entspannte und angenehme Zeit ist, auch der Streit mit dem Nachbarn wegen des Hundes unterbleibt. Wohl erzogene Hunde kann man sowohl mit Kindern als auch mit Artgenossen getrost in Kontakt kommen lassen. Selbst die angenehmen Dinge des Lebens, wie Essen Gehen in einem Restaurant oder ein Besuch bei Verwandten und Freunden gestalten sich trotz Hund als angenehme Aktionen.

Hundeerziehung ohne Stress – es ist nie zu spät und selten zu früh…

Auch hier kann man Vergleiche mit dem Menschen ziehen, denn generell gilt: Je eher man mit der Hundeerziehung ( s.a. Welpenerziehung ) beginnt, desto einfacher und stressfreier ist es für Erzieher und Zögling. Allerdings gilt ebenfalls, dass es nie zu spät zur Hundeerziehung ist, und dass man ( bzw. der Hund ) nie auslernt. Somit ist das Ende der Hundeerziehung nicht wirklich ersichtlich, da es keines gibt. Allerdings werden die Schritte und Bemühungen in der Hundeerziehung mit zunehmendem Alter, mit vermehrten Lektionen immer kleiner, beziehungsweise einfacher.

Vergessen Sie die Demokratie! Diskutieren Sie nicht mit dem Hund!

Wie bereits erwähnt, gehört zur Hundehaltung und vor dem Hundekauf die Vorabinformation über die Hunderasse, um sich über Wesensart und Charaktereigenschaften ebenso wie über Haltung ausführlich informieren zu können. Ob man sich nun für einen Rassehund oder Mischling, einen Rüden oder eine Hündin entscheidet, zunächst bedarf es des Grundgehorsams, denn es erleichtert nicht nur die allgemeine Handhabung des Vierbeiners, es ist zudem eine der Grundvoraussetzungen für den Gebrauch des Hundes als Jagd-, Spür-, Rettungs-, Wach- oder Begleithund. Als die wichtigsten Grundregeln sind hierbei das Bei-Fuß-Gehen ebenso wie das Sitz und Platz anzusehen. Eine Unterordnung des Hundes unter den Menschen ist dabei selbstverständlich. Hundeerziehung und Haltung von Hunden verlangen dem Tier, wie auch dem Menschen so Allerlei ab. Zunächst einmal muss seitens des Menschen begriffen werden, dass der Hund ein Rudeltier ist und es dementsprechend Rangordnungen gibt. Überhaupt muss man sich bei der Hundeerziehung die sozialen Gegebenheiten, sowie den Instinkt des Hundes zu Nutzen machen. Hundeerziehung bedeutetet auf keinen Fall Drill, vielmehr sind Konsequenz und Liebe gefragt. Das typische Demokratiedenken muss bei der Hundeerziehung unbedingt ausgeschaltet werden, denn man kann sich vorstellen, was passiert, wenn man auch nur ansatzweise versucht, mit dem Hund zu diskutieren, wie es leider nicht allzu selten der Fall ist.

Gefahr der Vermenschlichung

Eine große Gefahr bei der Hundeerziehung besteht darin, dass viele der Hundebesitzer glauben, ihrem Hund etwas Gutes zu tun, wenn sie ihn „vermenschlichen“. Das ist falsch gemeinte Tierliebe! Selbstverständlich darf und muss ein Hund am Familienleben teilhaben, dennoch muss und soll er „HUND“ bleiben. Das bedeutet, kein Essen am und vom Tisch, nicht unbedingt stets am Schoß sitzen etc. Was die Nachhaltigkeit der Hundeerziehung anbelangt, so muss man realisieren, dass der Prozess niemals ganz abgeschlossen sein wird. Einmal Erlerntes muss stets mit dem Hund trainiert werden, um das erlernte Verhalten zu festigen.

Erfolgreiche Hundeerziehung – Das „Leckerli“ sollte immer griffbereit sein

Erfolgreiche Hundeerziehung ducrh positive Verstärkung

Mit Leckerli belohnen – hat der Hund etwas richtig gemacht , sollte man ihn umgehend dafür belohnen. Die positive Verstärkung wirkt Wunder in der Hundeerziehung.

Grundlagen sämtlicher Hundeerziehungsziele sind das Lob sowie die Belohnung.  Dabei ist es ratsam, immer ein paar Leckerlis als Belohnung parat zu haben. Wichtig dabei ist, den Hund immer sofort zu belohnen, damit der Hund sein positives Verhalten zuvor mit dem Anreiz der Belohnung verknüpft. Mit übermäßiger Strenge – wobei nicht Konsequenz gemeint ist! – sowie mit Schlägen erreicht man bei der Hundeerziehung lediglich, dass man einen verängstigten sowie einen verhaltensauffälligen Hund bekommt. Geduld, permanentes Lob in Form von Worten, Gesten oder Belohnungen sind hier weitaus hilfreicher. Hier gilt : Positive Verstärkung und Lob!

Effektives Hundetraining – Reden mit dem Hund – kurze Kommandos!

Generell kann man mit dem Hund auf zweierlei Weise kommunizieren: verbal und nonverbal. Beides sollte man sich bei seiner Hundeerziehung zunütze machen. Zunächst einmal muss festgestellt werden, dass – je nach Hunderasse und Hund – die Fähigkeiten der Vierbeiner zu Begreifen sehr unterschiedlich sind. Intelligente Hunde – an deren Spitze der Border-Collie steht – können weit über 200 verbal geäußerte Befehle verstehen und umsetzen. Wichtig dabei ist jedoch, dass die Befehle kurz und knapp sind sowie stets die gleichen Wörter für gleiche Order benutzt werden. Der Hund kann den Sinn der gesprochenen Worte nicht verstehen, vielmehr setzt er Wörter mit erlebten bzw. vorgelebten Situationen in Verbindung. Für den Befehl „Bei Fuß!“ könnte also genauso gut „Hau ab!“ stehen, vorausgesetzt, man demonstriert dem Hund richtig, WAS zu TUN ist. Auch die Lautstärke sowie die Tonlage der Stimme sind für den Gehorsam des Hundes von großer Wichtigkeit.

Kommunikation mit dem Hund – Nonverbale Signale in der Hundeerziehung

Kommuniziert man nonverbal mit dem Hund, sind Pfiffe wie auch Handzeichen die meistgebrauchten Befehle. Auch hier ist der Border-Collie Vorzeigehund, so können beispielsweise gut ausgebildete Hunde dieser Hunderasse allein durch Pfiffe erkennen, was sie zu tun haben. Nach einer derartigen, langjährigen Ausbildung können diese Hütehunde über 150 Pfiffe unterscheiden und die entsprechenden Befehle ausführen. Es ist sehr sinnvoll, verbale Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ und „Komm“ mit den immer gleichen Handzeichen zu unterstützen, da sich so ein Befehl dem Hund „audiovisuell“ einprägt. In Situationen, in denen der Hundehalter nicht von seinem Hund gehört werden kann, z.B. bei grossem Verkahrslärm, wird der konsequent erzogene Hund alleine aufgrund des Handzeichens den Befehl befolgen. Sowohl zur verbalen als auch der nonverbalen Kommunikation mit dem Hund gehören in der Hundeerziehung stetiges Wiederholen sowie Konsequenz und Lob.

Leinen los – Leinenführigkeit trainieren


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Wichtiger Punkt in der Hundeerziehung, die Leinenführigkeit

Leinenführigkeit richtig trainieren – Neben den Kommandos Sitz, Platz und Fuß ist die gute Leinenführigkeit des Hundes ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Hundeerziehung. Das Ziehen des Hundes an der Leine sollte konsequent unterbunden werden und der Hund sollte locker „bei Fuß“ mitlaufen.

Jeder Hund braucht und liebt die Bewegung, also auch den Spaziergang mit Herrchen. Doch nicht selten sieht man Situationen, wo man sich fragt, wer mit wem spazieren geht. Wenn man nicht möchte, dass der Hund an der Leine zerrt oder gar – wenn er frei ist – wegläuft, so bedarf es auch hier einer Hundeerziehung, die in jedem Alter machbar ist. Wichtig ist es, dass der Hund lernt, bei Fuß mit oder ohne Leine zu gehen, aber auch den Freiraum beim Laufen ohne Anleinen nicht auszunutzen. Dabei ist es ausschlaggebend, welche Form der Leine beziehungsweise des Gesamtgeschirrs zum Einsatz kommen. Im Handel erhältlich sind Brust- Standard- sowie Kopfgeschirre. Das Brustgeschirr ist das bekannteste, handelt es sich hierbei doch um ein schlichtes Halsband mit entsprechender Leine. Dabei wird die Leine um die Brust des Hundes gelegt und die Leine an der am Rücken befindlichen Leinenschlaufe eingeklinkt. Das Standardgeschirr besteht aus einer Schlaufe um die Brust ohne Halsband. Es schont die Luftröhre beim Anziehen im Falle eines Weglaufens. Das Kopfgeschirr wird um Schnauze sowie Hals gelegt, was bedeutet, dass die Hundeführung über den Kopf – genauer über den Unterkiefer – geschieht. Welches Geschirr für welchen Hund das richtige ist, darüber sollte man sich bei Fachleuten ausgiebig informieren. Generell sollen Hunde angeleint werden, was bedeutet, dass idealerweise ein Ziehen an der Leine vermieden werden soll. Dieses ist eine reine Trainingsfrage, wobei man die Leine von kurz bis lang in sämtlichen Varianten halten sollte. Leinenführung bedeutet gleichzeitiges Üben von Fuß, Sitz und Platz. Gelingt es, ein gutes Bei-Fuß-Gehen an der Leine zu erreichen, so kann man es anschließend auch ohne Leine probieren. Das Üben dieser Dinge sollte schrittweise geschehen: Täglich mehrmals hintereinander über einen kurzen Zeitraum. Konsequentes Wiederholen ist selbstverständlich. Dabei darf man nicht verzweifeln, wenn es bei dem einen oder anderen Hund etwas länger dauert, denn auch Hunde lernen unterschiedlich schnell. Wenn der Hund dann in der Lage ist, auch ohne Leine zu laufen ohne abzuhauen, dann kann man mit ihm trainieren, nur dorthin zu gehen, wo es sein Besitzer will. Achtung bei Jagdhunden! Hier bedarf es einer ganz speziellen Hundeerziehung, denn der Jagdinstinkt lässt ihn Spuren suchen und verfolgen. Sollte der Hund einmal tatsächlich weggelaufen sein, so gilt stets: Nie dem Hund nachlaufen, der Hund muss zum Besitzer zurück kommen. Wenn der Hund dann kommt, muss er gelobt werden, auch wenn man ihn eigentlich lieber für das Weglaufen tadeln würde. Der Hund kommt wieder, also muss er positiv verstärkt werden. Nur so lernt er, dass er zurück kommen soll. Um ihn problemlos nach dem Weglaufen wieder an die Leine zu bekommen ist es wichtig, dass man die Reihenfolge Anfassen ( also Streicheln) – Belohnungsleckerli – Lob einhält.

Der Hund an der Leine

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Kommandos – Sitz! Platz! Bleib!

Das Kommando Platz ist eines der wichtigsten in der Hundeerziehung

Befolgt der Hund brav „Sitz“, sollte es als Belohnung gleich ein Leckerli geben.

Zu beachten ist, dass der Hund in genau der oben angegebenen Reihenfolge die Befehle erhält. Zunächst einmal muss er sitzen, um anschließend Platz nehmen zu können. Den Befehl „Bleib!“ kann man dann sowohl in sitzender Positur als auch in liegender (also beim Platz) aussprechen. Wie aber kommt man dahin? Zunächst einmal muss der Hund an der straffen kurzen Leine geführt werden. Neben sich sollte man ein Leckerli halten, das der Hund sieht. Seine Konzentration richtet sich auf die Belohnung, und somit kommt er in sitzende Position. Genau in dem Moment, wo der Hund sich setzt, sollte der Befehl „Sitz!“ ausgesprochen werden. Später sollte das „Bleib!“ geübt werden. Auch hierzu bleibt der Hund an der – allerdings etwas länger gelassenen – Leine. Auch hier muss am besten mit Leckerlis gearbeitet werden. Zum „Platz!“ empfiehlt es sich, die nach unten gehende Hand als zusätzlichen, nonverbalen Befehl zu benutzen. Wichtig ist in jedem Fall, nicht mehr als 15 Minuten am Stück sowie täglich – möglichst mehrmals – zu üben.

Hundeerziehung bellen – Bello bellt, wenn ich es will

Permanent bellende Hunde sind nicht nur für Nachbarn ein Gräuel, auch als Besitzer kann einem das ganz schön auf die Nerven gehen. Dennoch gibt es Situationen, in denen der Hund ruhig bellen darf und soll. Aber Bellen auf Kommando muss erzogen, beziehungsweise trainiert werden. Dazu kann man beispielsweise den Hund mit seinem Lieblingsspielzeug so lange reizen, bis dieser bellt, weil er es ja haben will. Genau in diesem Moment sollte das Kommando „Bell!“ oder „Gib Laut!“ gefolgt von einem Leckerli kommen. Andersherum muss dann im späteren Verlauf das Kommando „Aus!“ oder „Still!“ erfolgen, wenn der Hund sein Bellen einstellen soll: Beim Bellen Befehl mit anschließender Belohnung aussprechen. Sollte er nicht aufhören zu bellen, so bekommt er sein Spielzeug – also die Belohnung – weggenommen. Hier finden Sie weitere Tipps, wie man dem Hund das Bellen abgewöhnen kann.

Spielstunde für den Hund

Je nach Zeit und Ausdauer des Besitzers sowie Intelligenz und Wesen des Hundes gibt es noch zahlreiche weitere Dinge, die der treueste Freund des Menschen mittels Hundeerziehung lernen kann. Dinge wie Pfote geben, eine bestimmte Richtung einschlagen, Tiere zusammen halten, ein Spielzeug hergeben, über etwas zu springen etc., all dieses kann der Hund mithilfe des Belohnungsprinzips lernen. Wichtig ist – wie bereits mehrfach erwähnt – stetes Üben, kurze, gleichbleibende Kommandos sowie Liebe und Geduld. Wenn derartige „Spielregeln“ befolgt werden, so können Besitzer wie auch Hunde gleichermaßen Spaß an dieser lehrreichen Form des „Spiels“ haben.

Abitur für den Hund – die hohe Schule der Hundeerziehung

Gute Sozialisation in der Hundeerziehung

Die gemeinsame Hundeerziehung mit anderen Hunden in der Hundeschule kann die positive Sozialisation des Hundes entscheidend fördern.

Grundsätzlich ist nichts gegen Hundeschulen und ähnliches einzuwenden, jedoch kann auch jeder Besitzer selber und alleine seinen Vierbeiner erziehen. Die Frage, ob man die Hundeerziehung seines Hundes mithilfe eines Vereins oder einer Hundeschule übernehmen will, kann sich jeder Hundebesitzer am besten selber beantworten. Für eine Hundeschule oder einen Verein spricht die Tatsache, dass man unter fachmännischer Anleitung die ganze Prozedur vornehmen kann. Hinzu kommt, dass die Hunde im natürlichen Rudel laufen, was der Sozialisation zugute kommt. Was dagegen sprechen könnte, sind die terminlichen Verpflichtungen, denn bestimmte Übungszeiten sind genau vorgegeben. Anders könnte man mit seinem Liebling genau das üben, wenn es Hund und Besitzer wollen. Allerdings muss dieses sowieso parallel zur professionellen Hundeerziehung laufen, denn wie bereits mehrfach erwähnt: Ständiges Training ist das A und O in der Hundeerziehung. Mancher frischgebackene Hundebesitzer möchte sich auch mal eine Auszeit von der Hundeerziehung seines Lieblings gönnen. Inzwischen gibt es in vielen Städten Gassi gehen.

Der Problemhund

Den „Problemhund“ an sich gibt es eigentlich gar nicht. Meist trägt der Hundebesitzer die Schuld daran, wenn ein Hund zu einem Problemhund wird. Hierfür gibt es vielfältige Ursachen: Werden Hundewelpen zu früh von der Mutter genommen, können Verhaltensauffälligkeiten durch fehlende Frühsozialisierung die Folge sein. Auch Überzüchtung kann negative Folgen haben… -> Problemhund

Hundeerziehung leicht gemacht – Tipps & Tricks vom Profi Stefan K. Wittlin

Zur Hundeerziehung werden Leckerlis eingesetzt.

Stefan K. Wittlin ist Hundetherapeut und Kynologe – Hier gibt er Tipps zu einer Hundeerziehung mit Erfolg.

Stefan K. Wittlin ist Autor, Hundepsychologe und Kynologe. Er schrieb zahlreiche Bücher über Hundeerziehung, Hundetherapie, Haltung und Psyche von Hunden. Ein zentrales Thema in seinen Veröffentlichungen ist auch immer die Psyche des Hundes in Interaktion mit der Psyche des Hundehalters, sowie die Wechelswirkung von Verstand Hund versus Mensch. Hier können Sie einige Info-Blätter des Hundetherapeuten Stefan K. Wittlin – Lewis zum Thema Hundeerziehung, Haltung, Psyche und Kommunikation lesen, u.A.  -> erfolgreiche Hundepsychologie

Stefan K. Wittlin: „Einleitend möchte ich Ihnen ans Herz legen, dass die besten Tricks und Tipps nichts, aber auch gar nichts nützen, wenn sie nicht konsequent und immer gleich eingesetzt werden! Zur Umsetzung dieser Hilfen benötige ich „Werkzeuge“. Jetzt werden Sie sich bestimmt fragen, ob ich noch bei Sinnen bin! Ich bin es…. , benutze ich dieses Wort doch nur als Synonym anstatt das lange Wort Hundeerziehungshilfen!

Erziehungshilfe Leckerli

Es ist absolut legitim, solche Hilfen auch zu nutzen. Im Falle von z.B. „Gutzis“ (Leckerlis) ist es aber enorm wichtig, dass diese sehr gezielt und nie im Übermaß benutzt werden. Am Anfang einer erfolgreichen Hundeerziehung darf man aber ruhig ab und zu richtig in die Gutzitasche greifen. Immer vorausgesetzt, dass bei erfolgreichem Lehrgang später die Gutzis wieder reduziert werden! Ebenso muss immer darauf geachtet werden, dass Sie die Menge von der  normalen Hundenahrung wieder abziehen. Sehr wichtig und ausreichend ist auch, dass Sie immer nur Getreide-Gutzi verwenden. Alle anderen wären nicht nur übertrieben sondern auch sinnlos im Rahmen der Nahrungsausgewogenheit!

Verbale ( gesprochene Worte ) Befehle in der Hundeerziehung

Ein Hund kann je nach dem 240 ( + – ) Befehle verstehen, resp. diese dann auch richtig umsetzen. Der wohl wichtigste Punkt bei den verbalen Befehlen ist, dass immer die genau gleichen Worte benutzt werden. Ohne Disziplin von Seiten des Besitzers geht auch hier gar nichts. Ausdauer und immer wieder die selben Worte wiederholen, nur so kommt man zum ersehnten Ziel.Die Wortwahl ist jedem einzelnen Besitzer überlassen. Ich bin jedoch der Meinung, dass man mit klaren und kurzen Befehlen am besten fährt. Von einer leider viel zu beobachtenden „Baby– Sprache“ mit dem Hund, rate ich ganz klar ab. Also bitte vergessen Sie Worte wie „Gasseli go, Pfuieli“ oder womöglich noch „Mammeli cho und Leineli aalege….“! Reden Sie mit dem Hund ganz normal und geben ihm klare Befehle wie „aus, Platz, Sitz usw.“! Denken Sie daran, dass Sie dem Hund sagen müssen, was er machen soll oder was Sie von ihm verlangen.

Wichtig: Ein Kommado sollte immer den gleichen Namen behalten

Geben Sie also alles einen (immer gleichen!!) Namen. Wie so oft auch unter Menschen, ist in der Beziehung zu Ihrem Hund die Kommunikation das A und O einer guten Zusammenarbeit resp. Zusammenleben. Reden Sie mit ihm und sagen Sie dem Hund was Sie vorhaben. Sie werden erstaunt und überrascht sein, wie viel Ihr Hund versteht und wenn nötig auch befolgt. Was ich immer wieder erstaunlich finde ist, dass es viele Menschen gibt die glauben, dass der Hund „sitzt, weil sitz eben sitz heißt“! Der Hund ist zwar ein sehr gescheites Tier aber…. er versteht den Sinn eines Wortes nicht wie wir, sondern zählt ganz einfach eins und eins zusammen. Was soviel heißt, dass wenn der Meister „sitz“ sagt er das tut, was ihm der Meister zu diesem Wort/Laut gezeigt und gelernt hat. Sie könnten ihm also auch beibringen, dass er sich auf das Kommando „Coca- Cola“ hinsetzt! Wichtig ist also nicht was Sie sagen, sondern wie und was Sie ihm zum jeweiligen Wort gezeigt haben. Die Stimme ist somit eines der wichtigsten Werkzeuge! Gerade eben auch in welcher Tonlage und Lautstärke Sie etwas sagen, ist von immenser Wichtigkeit! Der Hund weiß genau zu unterscheiden!

Gute Hundeerziehung und gute Kindererziehung sind sich durchaus ähnlich

Eine gute Welpenerziehung hat ähnliche Grundlagen wie eine erfolgreiche Kindererziehung.

Eine erfolgreiche Hundeerziehung ist einer guten Kindererziehung sehr ähnlich – Basis der guten Hundeerziehung ist in beiden Fällen Liebe und Geborgenheit aber auch ein eindeutiges Aufzeigen von Grenzen.

Ich bin zum Schluss gekommen, dass Hunde (spez. als Welpen & Junghunde) sehr, sehr viel mit Kindern gemeinsam haben. Sie glauben es mir nicht? Ich bin aber davon überzeugt und bin mit meiner „Arbeit am Hund“ sowie die „Arbeit mit Kind“ zu folgender Schlussfolgerung gekommen: Wer Kinder so erzieht oder erzogen hat, dass sie zu „mehr oder weniger“ folgsamen und in allen Bereichen aufgeschlossenen Mitgliedern der Gemeinschaft (Familie & Gesellschaft) werden, der hat auch mit der Hundeerziehung eines oder mehreren Hunden keine oder eher wenig Probleme. Einfacher ausgedrückt meine ich, dass die Hundeerziehung eines Kindes und die eines Hundes sehr, sehr viel gemeinsam hat. Sie können sich mit Bestimmtheit an Ihre Kindheit erinnern. Ihre Mutter rief Sie z.B. zu sich, um ihr etwas zu helfen. Beim ersten Ruf ist die Stimme auf einer ganz normalen Lautstärke und hat noch eine gewisse Lieblichkeit darin. Beim zweiten Ruf wird das ganze etwas lauter und bestimmter…. aber das Kind kommt immer noch nicht zur Hilfe. Schlussendlich kommt der dritte und finale Ruf! Dieser ist nun sehr laut und enthält eine Bestimmtheit, die Sie schon als Kind als letzte Warnung empfanden. Wenn ich jetzt nicht gehe dann…. gibt’s Ärger! Das Kind kommt also zur Mutter, weil es ja keinen Streit haben möchte mit Mami. Genauso, aber auch wirklich genauso ist es beim Hund! Manchmal wartet auch er bis zum Letzten…. ! Er weiß klar zu unterscheiden, wie Sie etwas meinen. Ob es nun lustig ist, Sie traurig sind oder einfach eine andere Tonart wählen…. der Hund merkt dies ganz genau und reagiert dann auch dementsprechend! Wenn Sie also einen gut erzogenen Familienhund bekommen wollen, dann versuchen Sie, Ihren Hund genauso konsequent und liebevoll zu erziehen, wie Ihr Kind.

Nonverbale ( Handzeichen, Pfiffe etc. ) Befehle bei der Hundeerziehung eines Hundes

Auch verschiedene Pfiffe werden in der Hundeerziehung zum Befolgen von Befehlen erfolgreich eingesetzt.

Befolgen von Kommandos durch Handzeichen: In der Hundeerziehung ist es wichtig, verbale Befehle wie „Sitz“ durch ein immer gleiches Handzeichen zu unterstützen. Der Vorteil ist, dass der Hund auf das Kommando auch reagiert, wenn das gesprochene Kommado überhört werden sollte ( Verkehrslärm ).

Auch im nonverbalen Bereich ist ein Hund ein Meister. Er kann sich spielend Dutzende von Handzeichen und oder Pfiffe merken und diese ebenfalls umsetzen. Ein ausgebildeter Hund (z.B. Border- Collie), der von einem Schäfer ausgebildet wurde, kennt spielend 150 und mehr(!) Pfiffe. Er kann diese dann auch gezielt in „Taten“ umsetzen. Eine solche „Schäferhund“ Ausbildung dauert in etwa 4 – 5 Jahre. Ein Tier mit dieser speziellen Ausbildung ist ein sehr wertvoller Kamerad und kostet bis zu 20’000 Franken ! In England und Australien finden überall Meisterschaften mit solchen Hunden statt. In unserer Gegend und dem restlichen Europa sind solche Meisterschaften (leider) eher selten, aber vorhanden. Als Hunderasse werden, wie schon erwähnt, hauptsächlich Border-Collies eingesetzt. Genau wie bei den verbalen Befehlen gilt auch bei den Handzeichen und Pfiffen eine absolute Disziplin. Immer wieder die genau gleichen Zeichen und/oder Pfiffe geben, sowie diese immer und immer wieder wiederholen! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sinnvoll ist, den meisten verbalen Befehlen auch gleich noch ein Handzeichen oder einen Pfiff beizufügen. Nennen Sie also wie schon erwähnt bitte alles beim Namen, dann versteht Ihr Hund mehr als Sie glauben. Behandeln Sie ihn bitte nicht wie „ein kleines oder großes Dummerchen“, das sowieso nichts versteht.

Die Gefahr der „Verhätschelung“ bei kleinen Hunderassen

Kleine Hunde brauchen eine genauso konsequente Erziehung wie große Hunde.

Kleine Hunde wie z.B. Yorkshire Terrier, werden oft gerne verhätschelt. So kann aus dem süßen, kleinen Begleiter schnell ein nerviger Kläffer werden.

Gerade bei den kleineren Hunderassen wird immer und immer wieder der kapitale Fehler gemacht, dass der Hund nicht mehr Hund sein darf. Er wird meist und überall getragen und als Krönung wird ihm gar noch ein Mäntelchen angezogen, wenn’s mal regnet oder kalt ist! Bitte nicht so! Auch der kleinste Hund möchte und muss herumtoben können, Spaziergänge über längere Strecken machen und vor allem auch den Kontakt zu anderen Hunden (inkl. der großen Hunderassen) pflegen! Ein Hund gleich welcher Hunderasse oder Größe kann sich nur sozial verhalten, wenn ihm dazu auch die Möglichkeit gegeben wird dies zu lernen. Hunde die auf den Arm genommen werden, sobald ein anderer daher kommt, können so nie lernen, wie sie mit ihren Artgenossen umzugehen haben. Geben Sie ihm dazu keine Gelegenheit, entsteht aus Ihrem Liebling garantiert ein „kleiner oder großer Kläffer“!

Einen „dummen“ Hund gibt es nicht

Glauben Sie mir, es gibt keine dummen Hunde (immer ausgenommen kranke natürlich)! Ein Hund ist immer nur so gut oder eben so schlecht, wie sein Meister dies zulässt! Jeder Hund hat das Recht, für „voll genommen“ zu werden. Also, bitte verhätscheln Sie ihn nicht, denn dann besteht nämlich die Möglichkeit, dass Sie Ihren Hund wirklich in ein (selbst produziertes) Dummerchen verwandeln! Ich selbst kann Ihnen als Besitzer von 2 sehr großen Hunden so manche Geschichte erzählen. Sie glauben gar nicht, was es alles gibt…. !? Ich habe aufgehört zu zählen, wie viel sogenannte Hündeler die Straßenseite wechseln, nur weil ich (resp. meine Hunde) ihnen entgegen komme.

Gewalt ist in einer erfolgreichen Hundeerziehung tabu

Gewalt in der Hundeerziehung lässt Problemhunde entstehen.

Einen Hund mit Gewalt zu erziehen, sollte absolut tabu sein. Nur allzu schnell kann sich ein so erzogener Hund auch zum Angstbeisser oder Problemhund entwickeln.

Ich weiß, es gibt leider immer noch (zu) sehr viele verantwortungslose Hundebesitzer, die mit ihren großen oder sehr starken Hunden überhaupt nicht umgehen können. In den meisten Fällen sind solche Hunde nur aus Prestigegründen angeschafft worden. Von Hundeerziehung haben diese Hunde eben leider noch nicht viel oder gar nichts gehört/gespürt. Mit gespürt meine ich selbstverständlich nicht Schläge oder Ähnliches. Mit Gewalt kann man einen Hund oder ein Tier im Allgemeinen sowieso nicht erziehen. Das Resultat ist oder wäre schrecklich für das Tier und den Besitzer. Was jeder Hund dringend braucht, ist also ganz klar Geborgenheit, Liebe und das Wissen, dass am Ende der Leine ein Mensch ist, der weiß was er macht und was er will. Nur mit einer guten und harmonischen Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier erreichen wir was wir alle wollen. Dies ist ein toller Hund, der nicht wie eine Maschine abgerichtet ist! So erzogen, dass alle, ob nun klein oder groß, ob nun Mensch oder Tier, Freude an ihm haben können!

Jeder hat seine Tricks in der Hundeerziehung

Selbstverständlich verrate ich nicht alle meine Tricks! Aber keine Angst, ich mache nichts Verbotenes mit den Tieren, die mir anvertraut werden. Ich liebe diese Tiere zu sehr, um ihnen auch nur ein Haar krümmen zu können ! Ich bin aber der Meinung, dass es durchaus legitim ist, dass ein Trainer so seine „Berufsgeheimnisse“ hat und diese auch für sich behalten darf…. ! Abgesehen von meinen „Geheimrezepten“ werde ich Ihnen aber gerne das weiter geben, was mir und schon vielen Hundebesitzern geholfen hat, Ihren Hund erfolgreich zu erziehen. Erwarten Sie jetzt aber nicht, dass ich mit irgend welchen Zaubertricks arbeite. Nein, meine große Hilfe beim Training eines jeden Hundes ist, dass ich mich mit der Psyche des Tieres befasse und dieses dann zu meinem Nutzen umsetze. Tönt ganz einfach oder? Ist es aber mit Bestimmtheit nicht! Braucht es doch viele Jahre enges Zusammenleben mit dem Tier, um dem Hund auf seine „Schliche“ zu kommen. Ich habe in all den Jahren genügend Zeit gehabt (und habe sie immer noch!) um meine, wie auch viele andere Hunde zu beobachten, sowie ihr Verhalten zu studieren.

Geben Sie Ihrem Hund Liebe aber setzen Sie auch Grenzen!

In der Hundeerziehung sollte man auch Grenzen aufzeigen.

„Alles wieder gut, Herrchen?“ Wenn Ihr Hund Mist gebaut hat, tadeln Sie ihn sofort dafür, damit er den Zusammenhang zwischen seinem Handeln und Ihrer Mißbilligung versteht. Schlagen Sie Ihren Hund niemals!

Zeigen Sie Ihrem Hund die Welt und lassen Sie ihn immer und immer wieder spüren, wie sehr Sie Ihn mögen. Erlauben Sie ihm aber nicht mehr, als das, was Sie auch Ihrem Kind erlauben oder erlaubten. Sind Sie wenn nötig streng, aber immer mit dem richtigen Maß und den richtigen Mitteln/Werkzeugen. Lassen Sie es den Hund spüren, wenn er etwas falsch gemacht hat oder frech war. Tadeln Sie ihn ruhig mit Worten und glauben Sie mir, er wird Sie verstehen! In Fällen, in denen Worte nichts mehr nützen müssen Sie auch mal Taten folgen lassen. Mit Taten meine ich nicht, dass Sie ihren Hund schlagen sollen! Machen Sie es aber wie die Mutterhündin und „tschuppeln„ Sie ihren Hund am Nacken und zeigen ihm so, dass das, was er gerade gemacht hat „böse und schlecht„ war oder ist. Zögern Sie nicht, packen Sie ruhig kräftig zu. Es wird ihm mit Bestimmtheit nicht weh tun. Im Gegenteil, er wird Sie mit großen Augen anschauen und Sie mit der Pfote um Vergebung bitten. Gleich welche Grösse Ihr Hund hat oder einmal bekommen wird, er wird Sie deshalb nicht hassen oder sich gar rächen wollen an Ihnen. Nein, wie auch ein Kind sehen will, wie weit es gehen kann, so tut es auch Ihr Hund. Er geht bis an seine (Ihre!) Grenze und manchmal eben darüber hinaus. Gerade dann ist es Zeit für Sie, sofort zu handeln und tatkräftig einzugreifen! Aber bitte nie einen Hund strafen, wenn der Grund/Tat schon lange zurückliegt! Er kann sich nämlich schlichtweg nicht mehr erinnern, was er denn falsch gemacht haben sol. Er würde diese Strafe also missverstehen und sie wäre 100% nutzlos!

Geben Sie die Rangordnung vor!

Jeder Hund braucht einen Rudelführer, der ihm die Rangordnung klar macht.

Die Rangordnung muss dem Hund klar sein. Im „Familienrudel“ nimmt der Hund den letzten Rang hinter den Kindern ein. Kennt er seinen Platz in der Rangordnung und weiss er, dass er Ihnen vertrauen kann, wird er auch mit dem untersten Rang sehr glücklich und zufrieden sein.

Der Hund muss (und will das auch) wissen, wo er steht. Sie müssen ihm die Rangordnung ganz klar aufzeigen. Zuerst kommen Sie als „Leittier“, dann das Rudel (Ihre Familie inkl. Kinder, gleich welchen Alters) und erst dann kommt er.Er ist also am Schluss dieser Rangordnung und muss sich diesem auch bewusst sein. Dass der letzte Platz aber nicht unbedingt auch der schlechteste sein muss, dafür sind Sie mit Ihrer Liebe dem Tier gegenüber zuständig. Zeigen Sie ihm so oft es geht, dass Sie ihn gern haben und „knuddeln“ Sie ihn so richtig durch. Glauben Sie mir, mit einer gesunden Mischung aus Tadel und Liebe ist Ihr Hund absolut glücklich und zufrieden. Er will einfach und immer wieder wissen, woran er ist. Zeigen Sie ihm das und sind somit glücklicher Besitzer eines tollen Kameraden auf vier Pfoten! Ein Hund, der ein schönes Zuhause hat, sieht auch keinen Grund dieses zu verlassen oder auszureißen. Auch hier ziehe ich wieder die Parallele zu einem Kind.

Hunde-Erziehung

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Geborgenheit als Voraussetzung für eine gute Hundeerziehung

Ein Kind oder Jugendlicher sieht doch auch absolut keinen Grund von zu Hause ab zu hauen, stimmt’s?! Wenn es ein gutes Verhältnis mit den Eltern hat, sich wohl und geborgen fühlt, bleibt es doch noch so gerne dort, wo es geliebt, umsorgt und nicht zuletzt „gefüttert“ wird. Genau diese Liebe und Geborgenheit sollen Sie Ihrem Hund auch geben und bieten. Glauben Sie nun aber ja nicht, dass ich meine Hunde „verhätschle“ und sie wie kleine Kinder behandle/betrachte. Ich sehe nur, dass es wie gesagt, Parallelen gibt zwischen der Hunde- und Kindererziehung. Der Hund ist und bleibt ein Tier! Er soll unter keinen Umständen mehr Rechte haben als der Mensch. Er soll nicht alles dürfen und er will dies auch nicht. Er ist gewohnt, sich unterzuordnen aber verlangt zu Recht, meine ich, dass er geliebt wird, als das was er ist. Als Freund, Beschützer und wenn nötig Retter in der Not! Diese Rolle spielt er nicht, nein! Diese Rolle liegt ihm im Blut und er macht dies „für’ s Leben gern“! Ein Hund macht nie etwas nur „ein bisschen“! Alles was er tut macht er zu 100%! Er setzt sich für Sie ein und gibt Ihnen doppelt bis dreifach Ihre Liebe zu ihm zurück! Gerade auch Hunde aus dem Tierheim, die oft eine lange Durststrecke hinter sich haben, werden Ihnen besonders dankbar sein!

© Stefan K. WITTLIN ©
Binningen im November 1999

Wittlin’s Zitate unter: www.aphorismen.de
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Stefan K. Wittlin
Tierpsychologe / Kynologe

CH-Binningen-BL
hundetherapie@hotmail.com

Bei Fragen zum Thema Hundeerziehung können Sie den Hundetherapeuten   Stefan K. Wittlin gerne persönlich kontaktieren.