Der Problemhund
Falsche Erziehung bei Hunden
Der Hund an sich ist nie Problemindividuum, vielmehr trägt der Mensch immer wieder dazu bei, ihn, ob wissentlich oder unwissentlich, den Vierbeiner zu eben diesem Problemhund zu machen. So geraten beispielsweise zu früh von der Mutter genommene Welpen oder aber überzüchtete Hunde rasch in die Schiene der „verhaltensauffälligen“ Hunde. Im ersten Fall fehlt die Frühsozialisierung, im zweiten bestehen genetische Veränderungen. Ängstliche Hunde, die entweder durch schlimme Erlebnisse oder aber durch mangelnde Prägung und Sozialisierung dazu geworden sind, können den Umweltreizen nicht mehr stand halten und somit zu „Problemhunden“ wie etwa „Angstbeißern“ werden.
Der Hund ist so problematisch wie der Mensch ihn macht…
Auch verwöhnte Hunde, denen die Unterwürfigkeit fehlt, neigen dazu, zu „Problemhunden“ zu werden, da sie fälschlicherweise die Führungsrolle übernehmen und somit nicht artgerechte weiterführende Verhaltensweisen auch im Umgang mit anderen Menschen, mit Kindern oder Artgenossen an den Tag legen.
Ein weiterer Fehler des Menschen, der den Hund zum Problemhund werden lassen kann, ist der, dass die Erziehung nicht konsequent genug ausgeführt wird. Derartige Irritationen seitens des Hundes führen zu Unsicherheit und nicht akzeptablem Verhalten. Erziehung benötigt Liebe, Konsequenz und Kontinuität.
So genannte „scharfe“ oder auch „Kampfhunde“ werden bewusst vom Menschen als solche erzogen.
Wie man sieht, sind Problemhunde keine Problemhunde sondern eher Hunde, die im Besitz von „Problemhaltern“ sind.


