Den Wölfen auf die Pfoten geschaut – Barfen  für den Hund als artgerechte Rohernährung


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Barfen für den Hund?

„…Hmmm… naja, ein bisschen Rohfleisch sollte ja schon dabei sein, Frauchen!…“

Gesundheitsbewusste Menschen, die ihrem Körper etwas Gutes tun wollen, achten besonders auf ihre Ernährung: Vegetarisch, vegan, Paleo-Diät,… Warum sollte das Ernährungsbewusstsein da beim Haustier aufhören? Auch für Hunde ist eine gesunde und artgerechte Nahrung wichtig. Das Zauberwort lautet BARF. Dieser kleiner Ratgeber soll Hundebesitzern einen Überblick verschaffen. Wer seinem vierbeinigen Gesellen gesunde, natürliche Hundenahrung  als Alternative zum Fertigfutter vorsetzen will, kann es mit Barfen probieren. Barf Hundefutter ist artgerechte Rohernährung ohne Getreide für alle Hunderassen, junge und ältere Tiere. Das Hundefutter zeichnet sich durch besonders hochwertige Qualität aus und kann von Hunden effektiv verwertet werden. Der Mix aus Barf Fleisch, Kräutern, Gemüse- und Obstsorten beugt Allergien und Zahnsteinbildung vor, es enthält keine Füllstoffe.

Was bedeutet BARF?

BARF steht für biologisch-artgerechte rohe Fütterung. Barfen bedeutet also, dem Vierbeiner naturgetreue Hundenahrung anzubieten. Das Konzept beruht darauf, dass er vom Wolf abstammt, der sich hauptsächlich von Rohfleisch ernährte, bei dem aber auch eine sekundäre Aufnahme pflanzlicher Kost beobachtet wurde. Die Verdauungsorgane des Hundes sind denen seines Stammesvaters ähnlich. Daher ist es sinnvoll, ihm ein Futter zu geben, das seiner Natur entspricht. Auch für Anfänger, die ihren Hund naturnah ernähren wollen und vom Fertigfutter weg wollen, ist Barfen kein Problem. In Büchern und beim Tierarzt können sich Hundebesitzer über die Ernährungsform informieren. Das Hundefutter setzt sich aus Rohfleisch, Gemüse, Obst und Knochen zusammen, die Idee war, die Simulation einer gesunden Ernährung, die praktisch den Wölfen abgeschaut ist. Barf Fleisch, Möhren oder Salat werden immer roh gefüttert. Zugaben von Ölen und Kräutern runden das artgerechte Hundefutter ab. Wer sich für das Barfen interessiert, findet im Internet eine Reihe Informationen und Möglichkeiten zum Download. In jedem Fall ist die artgerechte Fütterung durch die Barf Methode eine gesunde Alternative zum herkömmlichen Fertigfutter und gibt dem Hund ein Mehr an Lebensqualität. Die artgerechte Nahrung trägt wesentlich zur Gesundheit des Tieres bei und ist daher eine Alternative zum Dosenfutter. Denn dieses enthält oft Getreide, Zucker, künstliche Geschmacksaromen und Lockstoffe statt Fleisch. Erkrankungen wie Diabetes Mellitus und Allergien können die Folge sein. Die Vorteile sind hauptsächlich:

  • Artgerecht: Der Hund stammt vom Wolf ab und ist ein Fleischfresser
  • Höherer Nährwert und gesünder als Fertigfutter
  • Schonend für Allergiker
  • Die Gesundheit und das Wohlbefinden des Wolf-Nachfolgers verbessert sich

Als Nachteile zu nennen sind:

  • Erhöhtes Risiko für Infektionen durch Krankheitserreger
  • Schäden im Verdauungstrakt und am Hundegebiss durch Verzehr von Knochen
  • Durch Unwissenheit kann es zu Fehlernährung, etwa Über- oder Unterversorgung, kommen
  • Barfen ist zeit- und kostenintensiv
  • Die Ernährungsumstellung kann zu Verdauungsproblemen führen

Barfen auf dem Futterplan  – Energie und Vitaminzufuhr in reinster Form

Vorteile des Barfens für Welpen und Hunde

Die Vorteile des Barfens: Das Immunsystem wird gestärkt, Parasitenbefall reduziert. Die Muskulatur wird verbessert und das Fell bekommt mehr Glanz

Zahlreiche Vierbeiner leiden unter Hautallergien, Zahnentzündungen und organischen Erkrankungen. Barf Fleisch ist ein perfekter Energielieferant und Calciumspender, rohes Gemüse, Obst und Kräuter erhöhen die Vitaminzufuhr.Die Fütterung mittels Barfen senkt das Risiko von Magendrehungen, reduziert Endoparasiten, stärkt Bänder, Sehnen und Immunsystem. Auch Wachstumsprobleme treten seltener auf, das Fell glänzt, die Muskulatur verbessert sich. Barf Hundefutter ist bei Online-Händlern erhältlich, die sich auf biologische Hundeernährung spezialisiert haben. Die Rohernährung ist auch unter den Begriffen „Biological Appropriated Raw Food“, „Bones and Raw Food“ oder“Born Again Raw Feeders“ abrufbar.

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Wie funktioniert die Umstellung auf die Rohernährung?


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Die Zufütterung von Knochen ist eiin wichtiger Bestandteil der BARF-Ernährung.

Knochen sind ein wichtiger Bestandteil der BARF-Ernährung. Bild: jameslee@pixabay.com

Bei der Umstellung des Futters auf BARF sollten Sie ein paar Dinge beachten. Eine gute Übersicht und praktische Tipps zum Barfen finden Sie auf Hunde-richtig-barfen.de. Gerade der intensive Geschmack der Fertignahrung führt dazu, dass der beste Freund des Menschen sich schnell daran gewöhnt. Aus diesem Grund muss Ihr Liebling Schritt für Schritt auf den Geschmack gebracht werden, indem seine Verdauung auf das Rohfleisch eingestellt und neues und altes Hundefutter gemischt wird. Idealerweise sollte die Umstellung über drei bis vier Tage erfolgen. Gerade bei Senioren kann sie jedoch schwierig sein. Bei Welpen erfolgt die Gewöhnung dagegen schnell, da sie bisher nur Muttermilch getrunken haben und BARF sofort als erste feste Nahrung angeboten wird. Die Beifütterung von Fleisch, Obst- und Gemüsesorten ist ab der fünften Lebenswoche zu empfehlen.

Was darf der Vierbeiner fressen und was nicht?

Was gehört zur gesunden BARF-Kost?

  • Frisches Rohfleisch (Rind, Pferd, Geflügel, Wild, Lamm, Fisch); Mägen, Zunge und Herzen
  • Innereien (Pansen, Euter)
  • Knorpel und Knochen: Brustbein vom Kalb, Rippen,…
  • Kräuter: Brennnessel, Hagebutte, Löwenzahn, Schachtelhalm, Glukosamin, Weißdorn, Kamille, Basilikum, Fenchel, Gartenkresse, Melisse, Schnittlauch
  • Gemüse (püriert oder gekocht): Kohlrabi, Blumenkohl, Fenchel, Mohrrüben, Süßkartoffel, Zucchini, Chicorée, Staudensellerie
  • Obst (fein gerieben oder klein geschnitten): Apfel, Ananas, Banane, Feige, Heidelbeere, Himbeere, Kiwi, Mango, Papaya, Orange, Johannisbeere, Pfirsich, Nektarine, Kürbis
  • Pseudo-Getreide (glutenfrei): Hirse, Amaranth, Naturreis
  • Leichte Milchprodukte wie Magerjoghurt und Quark (bei Calcium-Mangel)
  • Kalt gepresste Pflanzenöle (Leinöl, Hanföl, Walnussöl) und Lachsöl

Was darf der gebarfte Vierbeiner nicht verzehren?

  • Getreide
  • Fette Milchprodukte (Käse, Sahne)
  • Gekochte Hühnerknochen (diese splittern, was den Magen-Darm-Trakt verletzen kann)
  • Fettiges Fleisch (Schwein)

Was ist bei der Fütterung zu beachten?

Das Fleisch zum Barfen darf nie direkt aus dem Kühlschrank gefüttert werden, da kaltes Fleisch für den Hund schwer verdaulich ist. Zur Wasseraufnahme sollte Feuchte in der Nahrung enthalten sein, was durch saftiges, rohes Fleisch, ergänzt mit Obst und Gemüse erreicht wird. Flocken als Beifutter können eingeweicht werden. Daneben ist die Ernährung auf Gewicht und äußere Lebensumstände anzupassen.
Die Faustregeln für den Tagesbedarf eines gesunden, ausgewachsenen Hundes sind:

  • Fütterungsmenge – Zwei Prozent des Gesamtkörpergewichts
  • Fütterungszeiten – Zwei Mahlzeiten am Tag (morgens und abends)
  • Zusammensetzung – 70 Prozent Fleisch, 30 Prozent andere Zutaten. Der Getreideanteil sollte nicht über zehn Prozent liegen. Beifutter wie Blütenpollen, Kiesel- und Mineralerde sowie Seealgen sind gut für Haut, Fell und Krallen und liefern Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine und Aminosäuren

Barfen für Welpen

Auch die Fütterung  von Welpen ist nach dem Barf-Prinzip möglich. Empfehlenswert ist eine Beifütterung von Barf Fleisch und Gemüsesorten ab der 5. Lebenswoche. Dabei ist es wichtig, nur kleine Portionen zu füttern und das Hundefutter zunächst als Brei zuzubereiten. Ratsam ist beim Barfen von Welpen, der Mutter die gleiche Zusammensetzung zu reichen. Als Fleisch empfiehlt sich Rinderhack oder Rinderherz, Schweinefleisch ist tabu. Das Fleisch sollte immer hochwertig sein. Im Zweifelsfall sollte man es mind. 10 Minuten auf 75 Grad Celsius ( Kerntemperatur ) erhitzen, um einer Salmonellen Infektion vorzubeugen.  Als Gemüse und Obstsorten eignen sich Fenchel, Äpfel oder Bananen, später Salat. Barfen können Interessierte auch in Intensiv-Workshops lernen, die Grundlagen der Frischfütterung und praktische Zubereitung abwechslungsreicher Nahrungskomponenten vermitteln. Wer genauere Informationen diesbezüglich sucht, kann auch  seinen Tierarzt dazu befragen. Das sollte man bei der Barf Fütterung von Welpen auf jeden Fall beachten:

  • Fütterungsmenge – Der Bedarf variiert je nach Rasse, Größe und Lebenssituation und kann nicht pauschalisiert werden. Allerdings sind anfangs kleinere Portionen geeignet
  • Fütterungszeiten – Bis zum Alter von sechs Monaten vier bis fünf kleinere Portionen am Tag, danach nur noch zwei
  • Zusammensetzung – Magere und verdauliche Nahrung (Geflügel, Kalb, Fischfilet). Erhöhten Kalziumbedarf mit Eierschale, Knorpel und Knochenmehl decken, aufgrund des erhöhten Energiebedarfs für eine höhere Proteinzufuhr sorgen. Der Getreideanteil sollte unter fünf Prozent liegen, das Futter anfangs feinpüriert oder als Brei angeboten werden

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Barfen für Hundesenioren

Beim Barfen für ältere Hunde sollte man Folgendes beachten:

  • Fütterungsmenge – Zwei Prozent des Gesamtkörpergewichts
  • Fütterungszeiten – Zwei Mahlzeiten am Tag (morgens und abends)
  • Zusammensetzung – Magere und verdauliche Nahrung (Geflügel, Kalb, Fischfilet, Kaninchen). Erhöhten Proteinbedarf durch Beifutter wie Ziegenmilch decken, Energiezufuhr verringern. Getreide nicht mehr anbieten.

Barfen für übergewichtige, fette Hunde

Beim Barfen übergewichtiger Hunde sollte man Folgendes beachten:

  • Fütterungsmenge – Anpassung auf das angestrebte Zielgewicht
  • Fütterungszeiten – Zwei Mahlzeiten am Tag (morgens und abends)
  • Zusammensetzung – Auf Leckerli verzichten. Magere Fleischsorten wie Kalb, Geflügel und Kaninchen, keine Getreide-Zusätze. Beifutter wie Ananas, Papaya und Artischockenblätter fördert den Fettabbau.

Barfen für untergewichtige, dünne Hunde

Beim Barfen dünner Hunde sollte man Folgendes beachten:

  • Fütterungsmenge – Anpassung auf das angestrebte Zielgewicht (Erhöhung auf drei Prozent des Gewichts möglich)
  • Fütterungszeiten – Die größere Tagesmenge auf drei kleinere Portionen aufteilen
  • Zusammensetzung – Fettes, marmoriertes Fleisch (Ente, Schwein), Euter, glutenfreies Getreide, Beifutter wie Pflanzen- und Lachsöl

Barfen für trächtige oder säugende Hündinnen

Beim Barfen trächtiger oder säugender Hündinnen sollte man Folgendes beachten:

  • Fütterungsmenge – Erhöhung – nach der Geburt beispielsweise um das Dreifache
  • Fütterungszeiten – Die größere Tagesmenge auf drei kleinere Portionen aufteilen
  • Zusammensetzung – Ab der zweiten Trächtigkeitshälfte wie einen Welpen ernähren, um den erhöhten Kalziumbedarf zu decken, fette Fleischsorten (Ente, Lamm, Schwein) sorgen für eine gute Energiezufuhr. In den letzten Tagen vor der Geburt: leichtverdauliche Mahlzeiten (Kaninchen, Geflügel, Fisch) und viele Vitamine, Mineralstoffe und Nährstoffe