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Australian Cattle Dog

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Australian Cattle Dog – ein intelligenter und hart gesottener Arbeitshund

Allgemeines

Der Australische Cattle Dog (Australischer Treibhund) hatte in früheren Zeiten gleich mehrere ursprüngliche Namen: So hieß er Red Heeler, Blue Heeler, Queensland Heeler und Speckled Heeler. In Fachkreisen findet man heute zudem die Abkürzung ACD. Er ist ein recht robuster, flinker und kompakter Hund, dessen exakte Beschreibung aufgrund seiner Vielfältigkeit sehr schwierig ist. Die Welpen kommen weiß auf die Welt. Tiere mit bleibender weißer Färbung sind sehr häufig von angeborener sensorineuraler Taubheit betroffen, die ein- oder auch beidseitig sein kann. Obwohl die Erziehung dieses treuen Arbeitshundes nicht besonders schwierig ist, gehört er dennoch nicht in die Hände eines unsicheren und inkonsequenten Menschen. Im Umgang mit anderen Hunden kann es zu Problemen kommen.

Geschichte und Herkunft

Frühe Siedler Australiens entwickelten den Australischen Cattle Dog für die Treibarbeit an Kühen. Man nimmt an, dass die ersten, dorthin importierten Hunde den Vorfahren der Old English Sheepdogs ähnelten. Es stellte sich jedoch heraus, dass diese Tiere für die dortige Klimazone völlig ungeeignet waren. Zu Beginn des Jahres 1830 wurde ein blaugetupfter Drover Dog – eine Art Collie – aus Nordengland nach Australien eingeführt. Diese Hunde kreuzte man mit den dortigen Dingos. Rund 10 Jahre später entstand daraus die Rasse der Hall’s Heeler. Es handelte sich dabei um eine genügsame, hart gesottene Arbeitshunderasse, die durchaus gut in der Lage war, mit halb wilden Rinderherden unter den harten klimatischen und landschaftlichen Bedingungen Australiens über Hunderte von Kilometer die Rinder zu treiben. Weitere Einkreuzungen können nicht exakt lokalisiert werden. Viele der Quellen sprechen von dem Australischen Kelpie, der mit eingezüchtet worden sein könnte. Mancherorts wird vermutet, dass der weiße Bullterrier oder der Drover Dog eine Rolle gespielt haben könnten. Man weiß nur so viel, dass bei der Zucht auf Arbeitsleistung und weniger auf Schönheit geachtet wurde. 1903 wurde der 1. Standard für den Australischen Cattle Dog verfasst. Darin hieß es, dass er ein kleiner, untersetzter blauer Dingo sei. Ganze zwei Mal wurde der Standard abgeändert, bis der heutige aktuelle FCI-Standard den Australischen Cattle Dog wie folgt beschreibt: „Das allgemeine Erscheinungsbild stellt einen kräftigen, kompakten und symmetrisch gebauten Gebrauchshund dar, der die Fähigkeit und den Willen hat, die ihm zugewiesene Aufgabe zu erfüllen, wie beschwerlich sie auch sei. Die Vereinigung von Substanz, Kraft, Ausgewogenheit und leistungsfähiger, starker Muskulatur muss den Eindruck von großer Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer erwecken. Jedes Anzeichen von Schwerfälligkeit oder Schwächlichkeit ist ein schwerer Fehler.”

Erscheinungsbild

Der Australische Cattle Dog trägt die FCI-Standard-Nummer 287. Er gehört zur Gruppe 1 – Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde) – sowie zur Sektion 2 – Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde). Bei einer Widerristhöhe von 48 bis51 cm beim Rüden sowie 43 bis 48 cm bei der Hündin wiegt der Australische Cattle Dog 16 bis 25 kg. Er hat als Arbeitshund allerdings nur eine mittlere Lebenserwartung von 10 Jahren. Diesen Hund gibt es in verschiedenen Färbungen. So findet man ihn rot oder blau gesprenkelt, aber auch uni blau vor; ebenso kann er blau getüpfelt sein. Lohweiße Abzeichen sind typisch für die Australischen Cattle Dogs. Das wetterfeste Fell – ein doppeltes Haarkleid – ist hart, kurz, dicht und anliegend. Zudem besitzt er eine dichte Unterwolle.

Wesen/Charakter des Australian Cattle Dog

Es ist nicht ganz einfach, diese Rasse zu beschreiben, da der Australische Cattle Dog ein „Charaktertier“ ist und ganz unterschiedliche Wesensarten vorzuweisen hat. Generell aber kann man sagen, dass er ein unermüdlicher, intelligenter sowie hart gesottener Arbeitshund ist. Im Gegensatz dazu erscheint er sehr liebenswürdig seiner Familie gegenüber. Manch Australische Cattle Dogs entpuppen sich nach getaner Arbeit zum richtigen Schmusetier. Andere hingegen sind individuelle, anspruchsvolle sowie dominante Hunde. Fremden gegenüber erweisen sich jedoch alle eher als zurückhaltend. Auch heute noch wird der Australische Cattle Dog in seiner Heimat Australien als Hilfe an der Arbeit mit der Rinderherde eingesetzt. Besonders die Tatsache, dass der nötige Urinstinkt noch komplett vorhanden ist, zeichnet ihn als einen zuverlässigen und strebsamen Arbeiter aus. Wer ihn als reinen Familienhund halten möchte, der sollte unbedingt darauf achten, dass der Australische Cattle Dog neben den üblichen Spaziergängen auch noch anderweitig beschäftigt wird. Hier bieten sich die verschiedenen Hundesportarten wie Obedience, Discdogging oder Agility an. Auch die Ausbildung zum Rettungshund ist für dieses intelligente Tier keinerlei Problem. Da der Australische Cattle Dog von Natur aus „selbst denkt“, ist es schwierig bis unmöglich, ihn zum absoluten Gehorsam zu erziehen. Allerdings macht er vieles aus Liebe zu seinem Besitzer, erwartet aber nach getaner „Arbeit“ Bestätigung. Eintönigkeit ist gar nichts für ihn. Auch die Begleitung beim Ritt mit dem Pferd oder aber beim Ausflug mit dem Rad bereiten dem Hund Freude. Manche Rüden sind sehr rangbewusst und dominant, was wiederum zu Problemen führen kann. Daher ist es besonders wichtig, die Welpen gut zu sozialisieren.

Auslauf/Pflege

Bezüglich der Pflege kann gesagt werden, dass der Australische Cattle Dog sich mit dem regelmäßigen Bürsten seines Fells begnügt. Allerdings sollte man die Kontrolle sowie die Pflege der Augen, Ohren und Pfoten dabei nicht vergessen. Auf dem Gebiet der Bewegung sieht das schon ganz anders aus. Der Australische Cattle Dog ist kein Hund für die Stadtwohnung. Tägliche Spaziergänge reichen ihm nicht aus. Er muss gefordert und gefördert werden. Viel Bewegung sowie geistige Arbeit beim Hundesport oder aber bei der Ausbildung zum Rettungshund sind ebenso angesagt wie das Nebenherlaufen bei Reitausflügen sowie Radtouren.

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