Berner Sennenhund
Der Berner Sennenhund – ein kräftiger Begleiter mit glänzendem Fell und Herz
Allgemeines
Immer häufiger sieht man in Deutschland den Berner Sennenhund mit seinem dreifarbigen langen Fell und dem gutmütigen Augenausdruck. Zu den Berner Sennenhunden, die sich im kräftig-harmonischen Körperbau ähneln, gehören der Appenzeller, der Entlebucher und der Große Schweizer sowie der bekanntere Berner Sennen. Es sind selbstsichere, friedliche und im Alltag furchtlose Hunde, die sich gut als Familienhund und Wachhund für Haus und Hof eignen. Mitunter sind sie sehr temperamentvoll. Der Berner Sennenhund kann als Einzel- oder Zweithund gehalten werden, braucht aber viel Kontakt zum Menschen und Bewegungsfreiheit. Die sensible Hunderasse benötigt Führung aber auch Einfühlungsvermögen beim Training.
Geschichte und Herkunft
Der Ursprung des Berner Sennhundes ist nicht ganz eindeutig und man vermutet doggenartige Ahnen. Die Heimat dieser seit 1910 anerkannten, eigenständigen Rasse ist das Berner Oberland. Dort war er in erster Linie Wach-, Treib-, und Zughund. Der Berner Sennenhund ist das Ergebnis einer Züchtung, die von den Schweizer Bauernhunden ausgeht. Der Berner Sennenhund besitzt aufgrund einer möglichen Inzucht eine eingeschränkte genetische Basis die zu einer gewissen Anfälligkeit für Erbkrankheiten führen kann. Seine Lebensdauer beträgt ca. 7-10 Jahre.
Kennen Sie den „Dürrbächler“? – Da der langhaarige dreifarbige Hund oft in der Nähe des Gasthauses Dürrbach in Riggisberg gesichtet wurde, bekam er in der Schweiz auch den Namen „Dürrbächler“ oder „Blässi“. Geläufiger ist aber die Bezeichnung Berner Sennenhund. Die mehr als mittelgroße Hunderasse kann sich auch in der Wohnung benehmen, liebt aber den nicht angeleinten Aufenthalt im Freien sowie eher kühleres bis frostiges Wetter. Der Berner Sennenhund ist nicht nur in der Schweiz sehr beliebt sondern wird weltweit geschätzt.
Erscheinungsbild
Mit seinem glänzendem Fell und den sanften Augen ist der Berner Sennenhund ein Hingucker.
Treu blickende Augen und eine kräftige Statur – Die mandelförmigen, dunkelbraunen Augen schauen meist wohlgestimmt in die Welt. Der Körperbau ist kräftig und beweglich, mit den stämmigen Gliedmaßen aber nicht agil. Die Widerristhöhe sollte bei Rüden 62 bis 70 Zentimeter, bei Hündinnen 57 bis 65 Zentimeter betragen. Das Gewicht liegt bei den Rüden zwischen 42 bis 50 kg und die Hündinnen bringen 40 bis 44 Kg auf die Waage. Die Lebensdauer des Berner Sennenhundes beträgt ca. 7-10 Jahre.
Charakter und Wesen des Berner Sennenhundes
Die süße Welpen erfordern viel Geduld. Entscheidend für das spätere Verhalten des Berner Sennenhundes ist eine sorgfältige Sozialisation (besonders in der 10.-12.Woche) mit konsequenter Führung und vermittelter Sicherheit. So werden die Berner Sennenhunde geduldig, wachsam, selbstsicher und bilden nicht eine mögliche Dickköpfigkeit aus.
Ein gutmütiger Hund – auch bei Kindern – Diese Hunderasse ist nicht sehr aggressiv, kann aber zwischendurch die Selbstbeherrschung verlieren, was aber nicht ohne den entsprechenden Anlass geschieht. Sie sind gutmütig und friedlich im Umgang mit Kindern und fremden Personen. Bei ihnen vertrauten Personen sind sie anhänglich und bewachen gerne deren Haus und Besitz.
Ein zuverlässiger Gefährte des Menschen – Trotz ihrer Größe sind die Berner Sennenhunde schnell, aber wenig ausdauernd. Jagdtrieb ist dieser Hunderasse fremd. Der Berner Sennenhund benötigt aber eine gewisse geistige Herausforderung. Charakteristisch für einen Berner Sennenhund ist seine Art des eigenständigen vorausschauenden Denkens und Handelns. Obwohl er nicht auf die Befehle seines Besitzers wartet, ist er dennoch außergewöhnlich anhänglich. Fremde sollten diese Hunderasse jedoch nicht bei der ersten Begegnung spontan anfassen. Nach entsprechender Ausbildung erweist sich der gehorsame Berner Sennenhund als wertvoller Rettungshund und Fährtensuch- und Lawinenhund. Einer der bekannten Besitzer des beeindruckenden Berner Sennenhundes ist Franz Beckenbauer.
Auslauf/Pflege
Der Berner Sennenhund ist generell sehr pflegeleicht, aber die schöne Fellpracht benötigt tägliches Bürsten mit Naturborsten und wöchentliches Kämmen (in der Zeit des Fellwechsels noch häufiger). Auch tägliches Zähneputzen mit einer Hundezahnbürste muss sein. Damit kein Wasser in Augen und Ohren kommt, sollte der Kopf beim Duschen am besten ausgespart werden.


