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Dalmatiner

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Der Dalmatiner – ein fröhlicher Hund mit fotogenem Charakter

Allgemeines

Der Dalmatiner (kroatisch Dalmatinac) ist ein kräftiger und dennoch schlanker Hund, der sehr lebhaft und lauffreudig ist. Als sein Herkunftsgebiet gilt die östliche Adriaküste, das frühere Jugoslawien. Sein markantestes Charakteristikum ist die eigenwillige Fellfärbung mit den vielen schwarzen oder braunen Punkten.

Dalmatiner Rasse

Foto:dalmatiner@pixelio.de

Weltweit bekannt wurde die Hunderasse der Dalmatiner durch den Walt Disney Film „101 Dalmatiner“. Danach avancierte der Dalmatiner zum beliebten Familienhund. Zwar ist der Dalmatiner sehr kinderfreundlich und kommt auch mit Katzen gut aus, aber er ist mit seiner Bewegungsfreudigkeit auf keinen Fall ein Schoßhund. Im Jahr 1890 wurde der Dalmatiner erstmals als Rasse anerkannt. Der Dalmatiner besitzt die Standard-Nr. 153 und wird zur Kategorie der Gruppe 6 (Laufhunde, Schweisshunde), sowie zur Sektion 3 (verwandte Rassen) gezählt. Der Dalmatiner besitzt ein sehr angenehmes Wesen, das weitgehend frei von Nervosität und Aggressivität ist und hängt sehr an seinen Menschen. Sehr belustigend wirkt das „Lachen“ des Dalmatiners, ein Grinsen, dass durch das Hochziehen der Lefzen entsteht.

Geschichte und Herkunft des Dalmatiners

Die sehr alte Hunderasse der Dalmatiner hat eine Vergangenheit von mehreren tausend Jahren. Wenn auch die genaue Herkunft des Dalmatiners im Dunkeln bleibt, ist bereits im 16. und 18.Jahrhundert auf Abbildungen ein getupfter Hund zu sehen, der einen vorantiken Kriegswagen begleitet. Alte Chroniken lassen vermuten, dass die Vorfahren des heutigen Dalmatiners von Indien über Ägypten in die östliche Mittelmeerregion “importiert” wurden. Vermutlich gelangte der Dalmatiner (Dalmatian) von der Dalmatinischen Küste weiter nach England und Frankreich. Der mittelgroße Hund mit seinem auffallenden Fellmuster inspirierte bereits im Jahr 1792 Thomas Bewick dazu, ihn in seinem Werk zu beschreiben und zu skizzieren. Dieser bezeichnete den markanten Hund als „Dalmatian“ und „Coach Dog“.

Aufgrund seiner Lauffreude ist der Dalmatiner ein geschätzter Kutschenbegleithund. Die besondere Anhänglichkeit des Dalmatiners zu Pferden hat seine Ursache in der speziellen Vergangenheit dieser Hunderasse. Im 19.Jahrhundert lief der Dalmatiner dem Feuerwehrwagen voraus, der damals noch von einem Pferdegespann gezogen wurde. Im Viktorianischen Zeitalter lief das sportliche Energiepaket als geschätzer Kutschenbegleithund weite Strecken nebenher. Der Dalmatiner war damals auch Apportier- und Hütehund sowie zur Bewachung der Pferdeställe im Einsatz. Zu früheren Zeiten wurde der Dalmatiner für verschiedene Aufgaben eingesetzt, während diese Vielseitigkeit heutzutage in der Funktion als Begleithund aufgegangen ist. Geblieben ist die Begeisterung des Dalmatiners für eine regelmäßige körperliche und geistige Beschäftigung.

Erscheinungsbild

Der Dalmatiner besitzt einen muskulösen Körperbau, der aber in seiner Schlankheit keinerlei Schwerfälligkeit aufweist. Der mittelgroße bis große Hund besitzt symmetrische Körperproportionen mit einem relativ langen Kopf. Die runden Augen des Dalmatiners blicken lebhaft und fröhlich in die Welt. Die Dalmatiner-Rüden besitzen eine Widerristhöhe von 56 bis 61 Zentimetern. Die Widerristhöhe liegt bei Hündinnen zwischen 54 und 59 Zentimetern. Das Gewicht von Rüden beträgt bei der Hunderasse der Dalmatiner zwischen ca. 27 und 32 Kilogramm, bei Hündinnen zwischen ca. 24 bis 29 Kilogramm, da diese Hunderasse sehr gerne frisst. Die Lebenserwartung des Dalmatiners liegt bei ungefähr 10 bis 12 Jahren. Sein Markenzeichen ist das kurze, glatt-glänzenden Fell mit den klar begrenzten Tupfen, die sich gleichmäßig über den Hundekörper verteilen. Die Grundfellfarbe ist rein weiß mit schwarzen oder braunen Tupfen, je nach Farbschlag. Die Welpen kommen weiß, ohne Tupfen zur Welt. Die „Tüpfelung“ der Dalmatinerwelpen entsteht erst innerhalb von 10 bis 14 Tagen nach der Geburt.

Wesen und Charakter des Dalmatiners

Dalmatiner sind heiter, treu und wachsam, aber auch empfindsam. Mit seinem fröhlichen, ausgeglichenen Wesen zählt der Dalmatiner eher zu den leicht erziehbaren Hunden. So anhänglich er gegenüber seinen Menschen ist, so zurückhaltend verhält er sich gegenüber Fremden. Dalmatiner gelten als anpassungsfähig-verspielt und damit als ideale Familienhunde. Sie sind aber gleichzeitig sehr selbständig und charakterstark. Besonders Dalmatinerrüden können sich zu dominanten Hunden entwickeln. Gepaart mit einer hohen Sensibilität sind Dalmatiner eher Hunde für erfahrene Besitzer, die ihren Hund mit Liebe und Lob, aber auch mit Konsequenz erziehen und führen können. Der Lebenstil der Familie sollte eher sportlich sein. In Remineszenz an sein früheres Leben will der Dalmatiner gefordert und beschäftigt werden. Der Dalmatiner besitzt eine angeborene Neugier und ist sehr lernfähig. Er ist ein idealer Begleiter für Besitzer und Familien, die sich gerne ausdauernd im Freien bewegen. Ein „Stubenhocker“ ist als Halter für einen Dalmatiner eher nicht geeignet. Auch bei dem kinderlieben Dalmatiner ist es besser, wenn die Kinder älter als fünf Jahre sind, denn er besitzt auch als Familienhund ein sehr lebhaftes Naturell.

Auslauf/Pflege

Dalmatiner Hunde

Foto:M.Gro-mann@pixelio.de

Als Laufhund ist der Dalmatiner schnell und ausdauernd. Der Dalmatiner benötigt mindestens zwei Stunden Auslauf pro Tag, noch mehr kommen seinem Bewegungsdrang drei bis vier Stunden Laufen entgegen. Der Dalmatiner liebt viele Arten der Bewegung, wie neben dem Fahrrad oder dem Pferd herlaufen, das Apportieren sowie das Schwimmen (letzteres allerdings nicht alle Dalmatiner). Auch das Querfeldeinlaufen und das Spielen gehören zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Ein Dalmatiner ist kein Hund nur für die Wohnung (denn auch dort ist er äußerst munter) oder den Zwinger. Auch ein großer Garten ist kein Ausgleich für die Bewegungsanforderung eines Dalmatiners. Dabei ist zu beachten, dass der Dalmatiner mit seinem kurzen Fell sehr kälteempfindlich ist. In jedem Fall sollte sich sein Besitzer Zeit für ihn nehmen. Der schöne, fröhliche Hund hat sogar die Aufmerksamkeit von berühmten Besitzern wie George Washington und Pablo Picasso erhalten.
Das kurzehaarige Fell des Dalmatiners ist äußerst pflegeleicht und erfordert kein zeitaufwändiges Bürsten. Der Dalmatiner verliert wie die meisten Hunde Haare, die aber einfach mit einem Noppenhandschuh aufgenommen werden können. Der Dalmatiner muss auch nicht in kurzen Zeitabständen gebadet werden. Da diese Hunderasse zu Blasen- und Nierensteinen neigen kann, sollte auf eine purinarme Hundeernährung geachtet werden. Auch im realen Leben löst der Dalmatiner oft eine ähnliche Begeisterung wie seine drolligen „Filmkollegen” aus.

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