Der Kai – eine sehr seltene Hunderasse, deren Export verboten ist

Der Kai gilt als extrem scharf und wachsam


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Kai Rasse

Foto: „Kai“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Bei dem japanischen Kai, der auch unter den Bezeichnungen Kai Inu, Tora Inu oder tora-ken bekannt ist, handelt es sich um eine seltene Hunderasse, dessen Export strikt verboten ist. 1934 ernannte man ihn zum Naturdenkmal. Typisch für den Kai ist sein gestromtes Fell.

Geschichte und Herkunft

Steckbrief Kai

  • Ursprungsland: Japan
  • Standardnummer: 317
  • Widerristhöhe: Rüden: 53 cm, Hündinnen: 48 cm
  • Gewicht: 16 – 18 kg
  • Verwendung: Früher: Jagdhund (Meute), heute: Begleithund
  • FCI-Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp
  • Sektion 5: Asiatische Spitze und verwandte Rassen. Ohne Arbeitsprüfung.

Seinen Namen „Kai“ erhielt der Hund in Anlehnung an die ehemalige japanische Provinz gleichen Namens, die von Bergen umschlossen ist. Von hier soll er stammen. Zu seinen Ahnen zählen verschiedene mittelgroße Hunde Japans. Sein typisches gestromtes Fell wurde bislang ohne Einkreuzung anderer Rassen rein gehalten. Bei uns ist der Kai ein sehr seltener Hund, da die Ausfuhr aus seinem Heimatland Japan verboten ist. Seinen Einsatz findet diese Rasse bei der Wildschwein- und Hirschjagd.

Erscheinungsbild

Kais sind eine vom größten kynologischen Dachverband, dem Fédération Cynologique Internationale, anerkannte Hunderasse mit der Standard-Nummer 317. Sie zählen in der Gruppe 5 zu den Spitzen, sowie in der Sektion 5 zu den Asiatischen Spitzen. Als Ursprungsland gilt Japan. Seine durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 9 bis 15 Jahren. Rüden werden etwa 53 cm, Hündinnen rund 48 cm hoch, dabei wiegen sie – obwohl ihr Gewicht nicht festgelegt wurde – bis zu 18 kg. Das Haar dieses Hundes ist hart und kräftig mit einer weichen, dichten Unterwolle. Im ersten Lebensjahr ist das Fell des Kais einfarbig, erst danach erhält es seine typisch schwarz oder rot gestromte Farbe. Von seiner Statur her ist der Kai ein mittelgroßer, kräftiger und muskulöser Hund mit einem eher spitz wirkenden Gesicht. Besonders kräftig entwickelt sind dabei die Läufe sowie die Sprunggelenke. Seine mittelgroßen, dreieckigen, stehenden Ohren trägt er leicht nach vorne geneigt. Die Rute, an der das Haar recht lang und abstehend ist, ist hoch angesetzt, dick, eingerollt oder aber sichelförmig über dem Rücken getragen.

Wesen/Charakter des Kai

Kais sind lebhafte, dominante, energiegeladene und sehr intelligente Hunde mit einem ausgeprägten Jagdtrieb. Ferner werden ihnen Wesenseigenschaften wie Freundlichkeit dem Menschen gegenüber, zähes Arbeiten, Tapferkeit sowie Kampf- und Jagdfreude zugeschrieben. Außerdem gilt der Kai als extrem scharf und wachsam, was eine ganz besondere Erziehung erforderlich macht, um einen entsprechend ungefährlichen Hund zu bekommen. Überhaupt sollten Kais am besten in die Hände von erfahrenen Hundebesitzern gelangen, da sie nicht einfach zu erziehen sind. Früher lebten sie nämlich in Rudeln zusammen und arbeiteten als selbstständige Jäger ohne sich unterzuordnen. Das prädestiniert sie zum einen als Familienhunde, da sie in Rudeln gut leben können, zum anderen aber müssen sie zunächst unbedingt erst einmal lernen, dass der Mensch ihr Rudelführer ist.

Auslauf/Pflege

Entsprechend ihrer Geschichte sowie ihres Charakters benötigen Kais viel Bewegung, Beschäftigung und Auslauf. Dabei sind längere Wanderungen oder das Laufen neben dem Rad ideale Bewegungsformen, um diese Rasse auszulasten. Die Fellpflege ist recht unproblematisch: Regelmäßiges Bürsten oder Kämmen sind anzuraten.