Kleiner Münsterländer
Kleiner Münsterländer – der kleinste deutsche Vorstehhund
Allgemeines
Der Kleine Münsterländer unterscheidet sich von seinem „großen Bruder“ – dem Münsterländer – nicht nur in der Größe sondern auch in der stets braun-weißen Farbe. Er ist der kleinste deutsche Vorstehhund. Dieser vielseitige Jagdgebrauchshund ist mit dem Epagneul Breton verwandt und hat Vieles mit ihm gemeinsam.
Die alternative Bezeichnung, die man mancherorts hört, ist „Heidewachtel“.Während er bei uns nicht allzu häufig vorkommt, erfreut er sich besonders in Frankreich, Norwegen und Schweden größter Beliebtheit. Hier wird er vorwiegend zur Jagd im Wald eingesetzt.Der Kleine Münsterländer ist keineswegs ein Anfängerhund und bedarf einer konsequenten wie verständnisvollen Erziehung und Führung. Auch als reiner Familienhund sollte er nicht unbedingt gehalten werden. Ideal wäre, wenn er zur Jagd eingesetzt werden würde.
Geschichte und Herkunft
Diese Hunderasse hat keine spektakuläre oder große Vergangenheit. Sie hat sich zwischen 1925 und 1935 als Rasse etabliert; 1936 wurde der FCI-Standard festgelegt. Verschiedene Quellen belegen, dass der Kleine Münsterländer bereits Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt war. Seinen Namen erhielt er aus der Region, aus der er stammt. Seine Bezeichnung „Wachtelhund“ bekam er aufgrund seines ausgeprägten Gespürs für die Jagd gleichnamiger Vögel.
Erscheinungsbild
Der Kleine Münsterländer erhielt die FCI-Standard-Nummer 102. Er ist der Gruppe 7 – Vorstehhunde – sowie der Sektion 1 – Kontinentale Vorstehhunde – und dem Typ 1.2 – Spaniel – zugeordnet worden.Der Rüde erreicht eine Widerristhöhe von etwa 54 cm, die Hündin rund 52 cm. Er bringt ungefähr 17 – 25 kg auf die Waage. Das glänzende, dichte, mittellange Haar ist glatt oder geringfügig gewellt. Es liegt fest an und ist wasserabweisend. Hunde dieser Rasse sind immer weiß oder schimmel mit braunen Platten, Tupfen oder einem braunen Mantel. Die Bewegungen des mittelgroßen Hundes sind stets harmonisch. Überhaupt weist er einen eleganten, beinahe adlig zu nennenden Körperbau auf. Die Rute wird zumeist flach getragen.
Wesen/Charakter des Kleinen Münsterländers
Durch gezielte Zuchten hat man es geschafft, den Kleinen Münsterländer zu einem fröhlichen, unbekümmerten Arbeits- und Spielhund werden zu lassen, der gut abzurichten ist, eine große Apportierlust vorweist und als einer der wenigen Jagdgebrauchshunde auch unter bestimmten Bedingungen als Familienhund zu halten ist. In letzterem Fall ist zu bedenken, dass ganz klar sein muss, wie die Hierarchie in der Familie zu sein hat, der Hund darf nie das Alphatier sein und ebenso wenig darf er sich vernachlässigt fühlen.
Die Erfahrung hat gelehrt, dass er erstaunlich tolerant gegenüber anderen Haustieren ist und hierbei scheinbar weiß, seinen Jagdtrieb zu verbergen. Von einer reinen Zwingerhaltung ist dringend abzuraten. Der Kleine Münsterländer ist sehr ausgeglichen und nervenstark. Zudem ist er temperamentvoll, intelligent sowie ein leichtführiger Hund, der sehr aufmerksam und menschenfreundlich ist. Zu seinem Rudelführer hegt er eine gute soziale Bindung. Dieser passionierte Jagdhund benötigt dringend genügend Auslauf sowie die entsprechende Beschäftigung. Neben der Jagd, die natürlich ein optimales Beschäftigungsfeld für den Kleinen Münsterländer ist, bieten sich verschiedene Hundesportarten an. Auch als Rettungshund lässt er sich gut einsetzen. Die Haltung in einer Stadtwohnung ist nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen möglich.
Auslauf/Pflege
Was die Pflege anbelangt, so ist der Kleine Münsterländer sehr pflegeleicht. Regelmäßiges Bürsten sowie die Kontrolle von Pfoten, Augen und Ohren sollten dazugehören. Mit dem Auslauf beziehungsweise mit der Bewegung sieht das schon anders aus. Er sollte unbedingt geistig wie auch körperlich gefordert und auch gefördert werden. Dazu gehören die täglichen Spaziergänge sowie der Hundesport.



