Der Manchester Terrier – ein gelehriger Hund, der Agility liebt

Manchester Terrier haaren nicht und sind daher besonders für Allergiker geeignet


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Manchester Terrier haaren nicht und sind deswegen die idealen Hunde für AllergikerManchester Terrier sind englische Arbeits- und Jagdhunde, die auch gut als Familienhunde gehalten werden können. Dabei ist der Manchester Terrier seiner Familie gegenüber extrem treu ergeben.  Diese Hunde haaren so gut wie gar nicht und sind somit die idealen Haustiere für Allergiker.

Geschichte und Herkunft

Steckbrief Manchester Terrier

  • Ursprungsland: Grossbritannien
  • Standardnummer: 71
  • Widerristhöhe: Rüden: ca. 40 cm, Hündinnen: ca. 38 cm
  • Gewicht: 8 bis 10 kg
  • Verwendung: Terrier
  • FCI-Gruppe 3: Terrier
  • Sektion 1: Hochläufige Terrier. Ohne Arbeitsprüfung.

Die Geschichte des Manchester Terriers kann bis in das 17. Jahrhundert zurück verfolgt werden. Lange zollte man diesen alten englischen Terriern, die als Ahnen des heutigen Manchester Terriers gelten, keinerlei Bedeutung bei. Sie hatten sehr viele unterschiedliche Erscheinungsformen, da sie sich wild vermehrten. Erst 1837 versuchte Thomas Bell diese unterschiedlichen Hunde in Gruppen einzuteilen: Da gab es zum einen die kurzbeinigen schottischen Terrier mit dem zottigen Fell und zum anderen die eleganteren englischen Terrier mit spitzem Fang, längeren Läufen sowie schwarz-rotem Haarkleid. Für die Entstehung des heutigen Manchester Terriers war das Einkreuzen des altenglischen weißen Terriers verantwortlich, der ihm seine edlen Züge vererbte, sowie des Whippets bzw. des Italienischen Windspiels, was für größere Schnelligkeit und feinere Läufe sorgte. Mit dem Kupierverbot Ende des 19. Jahrhunderts entstanden Terrier mit den unterschiedlichsten Ohrenformen, was wiederum bei den Hundezüchtern zur beinahe vollständigen Aufgabe der Zucht führte. Erst rund 60 Jahre später einigte man sich auf die heute üblichen, nach vorne fallenden Kippohren in V-Form. Jetzt ging es auch wieder bergauf mit dem Bekanntheitsgrad sowie mit der Verbreitung des Manchester Terriers.

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Bezüglich der historischen Einsätze des Manchester Terriers weiß man zu berichten, dass sowohl im 19. als auch noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Industrieregionen Nordenglands die Terrier als „Rattler“, also Rattenhunde – neben der Haltung als Gesellschaftshunde – gehalten wurden. Der noch anfänglich unter der Bezeichnung Black and Tan Terrier bekannte Vierbeiner bereinigte die Gegend erfolgreich von Ratten und anderen störenden Kleintieren. Die Namensänderung erfolgte erst Ende des 19. Jahrhunderts und beruht auf der Tatsache, dass Manchester zur damaligen Zeit das Zentrum der Zucht bildete. Wie damals üblich, fanden – besonders in den Industriegebieten Englands – zahlreiche, meist hohe Wetten statt, die auch das Töten von Ratten durch die Hunde betraf. In so genannten rat-pits – Rattengruben – pferchte man die unschuldigen Nager ein, damit sie von tapferen, kampfwütigen Hunden wie den Manchester Terriern getötet werden konnten, was zur Belustigung der Zuschauer sowie zum Gewinn oder Verlust von Wetten diente. Dabei wurden Spitzenwerte von 100 getöteten Ratten in nur 6 Minuten dokumentiert. Aber nicht nur in England war der Manchester Terrier bekannt, auch hierzulande florierte die Züchtung dieser Hunde schon in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts. Allerdings hielt der Erfolg nicht lange an und der Bestand ging rapide zurück. Erst gegen 1971 beschäftigte man sich wieder intensiver mit der Zucht.

Erscheinungsbild

Die FCI hat den Manchester Terrier als Rassehund anerkannt und ihm die Standard-Nummer 71 zugeteilt. Dabei gehört er zu der Gruppe der Terrier – Gruppe 3 – und hierbei zu den Hochläufigen Terriern, Sektion 1. Als Heimatland ist Großbritannien angenommen. Mit einer Widerristhöhe von 40 bis 41 cm beim Rüden und 38 cm bei der Hündin sowie einem Gewicht von etwa 8 bis 10 kg zählt der Manchester Terrier zu den kleinen Hunden. Er erreicht in der Regel ein Alter von 9 bis 15 Jahren. Sein Fell ist glatt, fest, kurz, dicht anliegend und glänzend, wobei er so gut wie keine Haare verliert, was ihn besonders für Allergiker als angenehmen Wegbegleiter werden lässt. Von der Farbe her sind die Manchester Terrier tiefschwarz mit intensiver mahagoniähnlicher Lohfarbe, wobei die Farben gut voneinander abgegrenzt sein sollen. Typisch sind die kleinen schwarzen Abzeichen an den Zehen. Der kompakte, muskulöse und dennoch elegant wirkende Hund ähnelt dem deutschen Pinscher. Er besitzt einen langen, keilförmigen Fang, einen flachen Schädel sowie kleine, schwarze, mandelförmige Augen. Die V-förmigen Ohren sind hoch angesetzt und nach vorne gekippt. Die an der Wurzel noch dicke Rute verjüngt sich zur Spitze hin und darf nicht über der Rückenlinie erhoben getragen werden.

Wesen/Charakter des Manchester Terrier


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Der Manchester Terrier will beschäftigt werden - besonders geeignet ist hier die Hundesportart Agility.Beim Manchester Terrier handelt es sich um einen sehr intelligenten, fröhlichen, lebhaften, stolzen, sensiblen, aber auch wachsamen, arbeitsfreudigen und mutigen Hund, der extrem anschmiegsam und treu ergeben ist. Dabei ist er auch noch sehr kinderlieb und genießt das Spiel mit ihnen. Fremden gegenüber verhält er sich eher misstrauisch und bewacht sowohl seine Familie als auch sein Terrain. „Eindringlinge“ versucht er zunächst mit Gebell zu vertreiben, wobei er auch schon mal bei Misserfolg zubeißen kann, wenn er Gefahr wittert. Wurde er einst als Jagd- und Arbeitshund gehalten, so ist er heute der ideale Familien und Begleithund, wenn man ihm den nötigen Kontakt, die erforderliche Bewegung sowie die notwendige Beschäftigung zukommen lässt. Am liebsten ist er überall dort, wo „seine“ Menschen sind. Er ist sehr gelehrig und verspielt, was ihn hervorragend für den Hundesport, für Agility, Obiedience oder Dog-Dancing prädestiniert.Einen gewissen Eigensinn kann man dem Manchester Terrier nicht absprechen, was bedeutet, dass er eine liebevolle jedoch konsequente Erziehung haben sollte.

Auslauf/Pflege

Manchester Terrier sind bewegungsfreudige Hunde, so dass ein Haus mit Garten der ideale Ort für ihn ist. Allerdings kann er aufgrund seiner Größe auch gut in einer Stadtwohnung gehalten werden, wenn er genügend Auslauf bekommt. Wichtig für ihn ist jeweils nur die Anwesenheit seines Menschen. Regelmäßige, möglichst längere, abwechslungsreiche Spaziergänge sind ein Muss für Besitzer von Manchester Terriern, wobei man keineswegs seinen angeborenen Jagdtrieb unterschätzen darf. Bezüglich der Fellpflege sind diese Tiere nicht besonders anspruchsvoll. Ein- bis zweimaliges Bürsten pro Woche ist anzuraten. Ferner sollte man die zwischen den Ballen wachsenden Haare gelegentlich entfernen.