Sheltie
Der Sheltie Hund – auch als Fernsehhund „Lassie“ bekannt
Allgemeines
Der Sheltie – optisch eine Miniaturausgabe des Rough Coated Collie, auch als Fernsehhund „Lassie“ bekannt – ist ein Arbeitshund, der früher ebenfalls zum Hüten von Schafen eingesetzt wurde.
Er ist ein sehr treuer, gelehriger aber auch pflegeintensiver Hund, der die ganze Aufmerksamkeit seines Besitzers einfordert.
Geschichte und Herkunft
Dieser Rassehund kommt aus dem Nordosten Schottlands, von den Shetlandinseln, woher er auch seinen Namen hat. Der Sheltie ist ein Ergebnis einer Kreuzung zwischen dem Border Collie und den importierten Grönlandhunden, die die Walfänger mit ins Land brachten. Spätere Einzüchtungen durch Collies verliehen dem heutigen Sheltie die feine Eleganz. Einzelne Quellen behaupten, dass auch der King Charles Spaniel an dem Endprodukt beteiligt gewesen sein sollte. Das wiederum spräche für die „Größe“ des Hundes. Fest jedoch steht, dass Ende des 19. Jahrhunderts der Sheltie auf der britischen Insel eingeführt wurde. 1909 gründete man den Shetland Collie Club, der sich der Züchtung der Miniatur-Collies verschrieben hatte. Die Welt der Colliezüchter nahm dieses mit großer Skepsis und enormem Widerstand auf. Bis dahin war der Sheltie übrigens kein „einheitlicher Typ“. Erst 15 Jahre später fand die Anerkennung dieser Rasse durch den Kennel Club statt.
Erscheinungsbild
Der FCI verlieh dem Sheltie die Standard-Nummer 88. Er zählt zur Gruppe 1, Gruppe der Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde), sowie zur Sektion 1, Schäferhunde. Sein offizieller Rassename lautet Shetland Sheepdog. Bei einer Widerristhöhe von 37 cm beim Rüden und rund 35 cm bei der Hündin bringt er gerademal 5 – 10 kg auf die Waage. Da er sehr gefräßig sein kann, wiegen manche von ihnen auch bis zu 14 kg. Die mittlere Lebenserwartung dieser Rasse liegt bei 10 – 12 Jahren. Das lange, üppige Haar verleiht dem Hund – bei guter Pflege – eine besondere Schönheit. Es gibt ihn hauptsächlich in den Farben gelb-weiß, schwarz-weiß, blue merle-weiß oder dreifarbig. Besonders üppig sind Mähne und Halskrause, auch der herunterhängende Schwanz ist gut behaart. Der wohlgeformte Kopf endet in einer spitz zulaufenden Schnauze. Die kleinen, spitzen Ohren stehen nach oben. Wie beim Border Collie gibt es auch hier Hunde, deren eines Ohr abgeknickt und das andere aufrecht stehend ist.
Wesen/Charakter des Sheltie
Vom Charakter her ist der Sheltie ein kluger, lernwilliger, fröhlicher sowie wachsamer Hund, der sehr gut auch als Familienhund gehalten werden kann. Besonders Kindern gegenüber zeigt er sich freundlich und geduldig. Fremden begegnet er eher mit Misstrauen aber keineswegs mit Ängstlichkeit.Dieses kleine Fellbündel verfügt über enorm viel Temperament und bedarf daher unbedingt einer Aufgabe sowie dem nötigen Auslauf.
Aufgrund all dieser zuvor genannten Wesenseigenschaften und Fähigkeiten ist er nicht nur der ideale Hüte- und Begleithund, vielmehr ist er gut für den Hundesport geeignet. Man kann mit ihm sowohl Agility als auch Dogdancing, Discdogging oder Flyball ausüben und wird beobachten können, wie gelehrig er ist und wie viel Freude er daran hat. Selbst zum Rettungshund eignet er sich ebenso gut wie zum Therapiehund. Für die Schutzhundeausbildung hingegen ist er nur bedingt heranzuziehen.
Auslauf/Pflege
Das lange Fell des Shelties bedarf – wenn man will, dass er gut aussieht – schon einiger Pflege. Regelmäßiges Ausbürsten und Kämmen, nicht nur des Deckhaares sondern auch der üppigen Unterwolle ist selbstverständlich. Dank der Glätte und der Feinheit des Haares ist ein Verfilzen so gut wie ausgeschlossen. Auch dem Schmutz gegenüber zeigt sich das Fell unempfindlich. Einige Ratgeber meinen, die wöchentliche Pflege würde genügen, andere behaupten, ein tägliches Bürsten und Kämmen wäre angebracht. Übrigens muss man damit rechnen, dass der Sheltie zweimal jährlich das Fell wechselt, was einen enormen Haarverlust bedeutet.Worin man sich jedoch in allen Quellen einig ist, ist die Tatsache, dass der Sheltie sehr lebhaft und gelehrig ist und somit viel Auslauf sowie eine regelmäßige Aufgabe braucht. Letzteres kann man entweder in die täglichen Spaziergänge sowie die täglichen „Spielstunden“ integrieren, man tut sich und dem Hund aber auch einen Gefallen, wenn man sich für einem Hundesport entscheidet. Dieses wirkt sich zudem positiv auf die Sozialisierung des Hundes aus.


