Sibirian Husky
Der Sibirian Husky – ein charakterstarkes, liebevolles Kraftpaket
Allgemeines
Der Sibirian Husky ist eine sehr schöne Rasse mit großer Agilität und Ausdauer. Wer einmal im Fernsehen Schlittenhunderennen gesehen hat weiß, dass Sibirian Huskies Rudeltiere sind und nicht einzeln gehalten werden sollten. Für eine artgerechte Haltung sollte der Hundebesitzer Energie für mindestens zwei Huskies aufbringen. Der Sibirian Husky ist der kleinste, aber schnellste reinrassige Schlittenhund. Er ist in der Lage eine Last zu ziehen, die das Neunfache seines Körpergewichtes beträgt. Auch wenn man sich für Züchtungsexemplare des Siberian Huskies entscheidet die nicht einer „Rennlinie“ entstammen, Sibirian Huskies sind keine Hunde für Spaziergänge. Wer sich für diese besonders belastbare und gleichzeitig liebevolle Hunderasse begeistert, sollte die Möglichkeit nutzen, sie beim Züchter vor dem Kauf näher kennen zu lernen.
Geschichte und Herkunft
Das nördliche Sibirien ist das Urspungsgebiet des Sibirian Husky. Ursprünglich war der Sibirian Husky ein unverzichtbarer Begleiter der in Nordsibirien lebenden Inuit (eskimoische Volksgruppe), die als Nomaden lebten. Die Kälte der polaren Umgebung führte zur Herausbildung von Merkmalen des Sibirian Husky, die optimal zu den herrschenden Anforderungen passten, z.B. dichtes Fell, kleine Pfoten und guter Orientierungssinn.
Überlebensnotwendiger Gebrauchshund mit Familienanschluss – Der Sibirian Husky war in erster Linie ein Nutztier, das den Nomaden in der eisigen Wildnis beim Überleben half. Aber der Sibirian Husky war auch ein Familienmitglied, das mit den Inuit lebte und mit ihren Kindern spielte. Bei der Züchtung wurden freundliche und folgsame Exemplare bevorzugt, dies zeigt sich auch heute noch in der menschenbezogenen Art dieser Hunderasse. Die intensiv blickenden Augen der Sibirian Huskies, die manche Menschen etwas beängstigend finden, sind kein Zeichen von Aggressivität. In Österreich z.B. wird der Sibirian Husky gewollt als Familienhund gezüchtet.
Erscheinungsbild
Ein kompakter Körper mit schneller Bewegung – Der Sibirian Husky ist ein Gebrauchs- und Arbeitshund, aber auch Familienhund von mittlerer Größe. Die Widerristhöhe eines Rüden beträgt 53,34 bis 59,69 Zentimeter, die der Hündinnen 50,8 bis 55,88 Zentimeter. Das Körpergewicht wurde für Rüden auf 20 bis 28 kg, für Hündinnen auf 16 bis 23 kg festgelegt. Die Körperproportionen sollten harmonisch sein und keinen zu massiven Eindruck hervorrufen, wenn sich auch die Eignungs-Bewertung Sibirian Husky sich auf die Zugleistung bezieht. Die mittelgroßen, dreieckigen Ohren stehen aufrecht und die Sichelrute ist dicht behaart.
Perfekte Anpassung an die polare Umgebung – Die Pfoten sind verhältnismäßig klein, um wenig Wärme zu verlieren. Entsprechend dem Polarklima besteht das Fell aus mittellangem Deckhaar und einer meist weißen Unterwolle. Das Deckhaar besitzt verschiedene Farbvariationen (weiß, rötlicher Ton oder schwarz). Der Rücken ist meist farblich am kräftigsten, die Bauch- und Brusthaare in der Regel in reinem Weiß. Die Färbung der Nase ist bei Hunden mit grauem und schwarzen Fell schwarz und bei kupferfarbenen Sibirian Huskies leberfarben. Wenn der Nase einige Pigmente fehlen, stellt dies keinen Zuchtfehler dar.
Der Hund mit den magischen Augen – Die auffallenden Augen der Sibirian Huskies sind in der Regel blau oder braun. Es gibt aber auch Hunde mit einem braunen und einem blauen Auge oder Augen mit mehreren Farben.
Die offizielle FCI-Zuordnung des Sibirian Husky ist FCI-Gruppe 5 (Spitze und Hunde vom Urtyp), Sektion 1 (Nordische Schlittenhunde) und Standardrassen-Nr. 270.
Wesen und Charakter des Sibirian Husky
Ein Energiebündel, das Anerkennung verdient – Das frühere Leben des Sibirian Husky im Rudel- und Familienverbund sowie entsprechende Züchtungen haben zu einer fast agressionslosen Hunderasse (bei artgerechter Haltung) geführt. Der Sibirian Husky ist an Einsatzfreude und Ausdauer kaum zu überbieten. Er mag aber auch ein gemütliches Ausruhen und das Bürsten seines Fells, besonders wenn die Fellstruktur wechselt. Er möchte auch trainiert werden und/oder mit Kindern toben, zeigen was in ihm steckt.
Wesensstarker und freundlicher Begleiter – Ein Wachhund will der Sibirian Husky jedoch nicht werden. Bei als ungerecht empfundener Behandlung kann er auch sehr beleidigt reagieren. Der Besitzer sollte sich behutsam mit den Eigenheiten dieser Hunderasse vertraut machen, dann steht einer wunderbaren Gemeinsamkeit nichts mehr im Wege.
Da der Husky ein Rudelhund ist, ist eine Haltung mit mehreren Exemplaren (mindestens zwei ) zu empfehlen. Eine Ausnahme mit Einzelhaltung kann eventuell gemacht werden, wenn der Hundehalter wirklich mehr oder weniger 24 Stunden mit dem Husky zusammen ist und somit Teil des Rudels wird. Einer Alleinhaltung eines Huskys von einem tagsüber berufstätigen, auswärts arbeitenden Hundebesitzer ist aber abzuraten. In so einem Fall wird der Husky schnell unglücklich und mitunter fängt er an, die Wohnungseinrichtung zu demolieren. Die Lebenserwartung der Sibirian Huskies wird mit 10 bis 14 Jahren angegeben. Wer näher mit dieser ursprünglichen Hunderasse in Berührung kommt, wird ihr Charisma spüren.
Auslauf/Pflege
Der Sibirian Husky will seinen natürlichen Bewegungsdrang ausleben. Daher braucht er sehr viel Auslauf und Beschäftigung. Der Sibirian Husky ist mit seiner vitalen Energie alsolut kein Hund für eine Etagenwohnung, in der er unausgelastet und unglücklich wäre. Sein und Drang zum schnellen Laufen und seine Tendenz zur Unabhängigkeit bedingt, dass er sich als Blegleithund nicht gut eignet. Essenziell für einen Sibirian Husky ist eine Leitperson mit guten Führungsqualitäten. Das dichte Fell braucht Pflege. Besonders während des Fellwechsels ist der Sibirian Husky von der Pflege mit dem Stahlkamm angetan. Wichtig ist auch eine regelmäßige Haut- und Zahnpflege.


