Spitz
Der Spitz - nicht erst seit Wilhelm Busch ein wachsamer Hund
Allgemeines
Der Spitz hat eine ziemlich lange Tradition und nicht alle von ihnen tragen diese Bezeichnung in ihrem Namen. Viele Rassen sind aus diesem kleinen frechen Kerl hervorgegangen.
Die wohl bekanntesten Spitze sind der Wolfsspitz, der Deutsche Großspitz, der Deutsche Kleinspitz und der Japanische Spitz. Es gibt sie sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern. Der Deutsche Spitz aber gilt als die älteste Hunderasse Mitteleuropas. Wer sich für einen Spitz entscheidet, der entscheidet sich für einen besonders treuen und zähen Begleiter. Er ist ein recht robuster, gesunder Hund, der ein langes Leben hat.
Geschichte und Herkunft
Dieser Hund gehört zu der ältesten Hunderasse überhaupt in unseren Breitengraden. Man nimmt an, dass der Torfhund aus der Steinzeit eine Art Urahne des heutigen Spitzes ist. Auch in der Antike gab es dem Spitz ähnliche Hunde, und aus späteren Zeiten findet man immer wieder Gemälde vor, auf denen ein Spitz dargestellt wurde. Der genaue Ursprung aber steht bis heute nicht fest. Fest hingegen steht, dass es neben den bereits eingangs genannten Spitzen – bei uns aber besonders auch in anderen Ländern – unter anderen Namen weitere Spitze existieren. Dazu zählen beispielsweise der norwegische Buhund, der Schipperke, der schwedische Västgötaspets oder der niederländische Keeshund.
Erscheinungsbild
Die Rasse des Spitzes läuft unter der FCI Nummer 097 in der Gruppe 5, der Spitze und Hunde vom Urtyp, sowie in der Sektion 4, europäische Spitze. Es gibt sie – wie bereits erwähnt – in gleich mehreren Varietäten, die sich hinsichtlich Namen, Größe und Farbe unterscheiden. Der wohl bekannteste ist der graugewolkte Wolfsspitz mit einer Größe von 43 bis 55 cm. Der Großspitz, dessen Namen zwar eine größere Widerristhöhe vermuten lässt, misst aber ebenfalls nur 42 – 50 cm. Ihn gibt es in den Farben braun, weiß und schwarz. Der Mittelspitz ist gerade mal 30 – 38 cm und der Kleinspitz lediglich 23 – 29 cm hoch. Während es beide in den Farben braun, weiß, schwarz, graugewolkt, orange und mehreren weiteren Nuancen gibt, findet man bei dem Zwergspitz, der mit einer Größe von 18 – 22 cm wohl der kleinste Vertreter seiner Art ist, keinerlei farbliche Unmöglichkeiten. Das Gewicht der Spitze beläuft sich von 1,5 kg bis hin zu 25 kg. Seine mittlere Lebenserwartung liegt bei etwa 14 Jahren. Das Haarkleid dieses Hundes ist sehr dicht, üppig und zweilagig. Das lange, eher abstehende Fell weist eine Art Mähne am Hals auf. Auch die Hinterläufe sind langbehaart. Die langhaarige Rute ist buschig und über dem Rücken gekringelt.
Wesen/Charakter des Spitz
Trotz seiner geringen Größe ist der Spitz ein extrem wachsamer Hund. Einen Jagdtrieb hingegen besitzt er überhaupt nicht. Er ist ein recht ausgeglichener Hunde, der sich seinem menschlichen Rudelführer gegenüber treu und anhänglich zeigt. Fremden gegenüber halten sich die Spitze lieber zunächst einmal distanziert.
Typisch für ihn ist die Tatsache, dass er sehr besitzergreifend ist. So kann man den Spitz auch nur mit größter Mühe mit weiteren Haustieren zusammen halten. Hat er sich einmal in seinem Rudel seinen Favoriten ausgesucht, so mag er ihn am liebsten auf Schritt und Tritt begleiten und ist ihm gegenüber extrem anhänglich. Der kleine, lebhafte Spitz lässt sich recht gut und einfach erziehen. Er ist der ideale Familienhund und sollte keineswegs im Zwinger gehalten werden. Die Haltung in einer Stadtwohnung ist durchaus machbar. Manche Spitze sind als Kläffer verschrieen, was aber keineswegs der Fall ist. Vielmehr liegt das an der entsprechenden Erziehung. Es soll vorkommen, dass der Spitz als Therapiehund fungiert.
Auslauf/Pflege
Der Spitz ist ein recht anspruchsloser Geselle. Trotz des dichten Haarkleides ist sein Fell leicht und einfach zu pflegen sowie zu reinigen. Regelmäßiges Bürsten neben der Kontrolle der Ohren und Pfoten ist dabei selbstverständlich. Dieses Tier ist zwar ein lebhafter Vertreter, dennoch benötigt der Spitz nicht besonders viel Auslauf. Regelmäßige Spaziergänge tun Hund und Mensch gut.


