Der Welsh Corgi Pembroke – auch die Queen war schon im Besitz eines Corgi

Welsh Corgi Pembrokes sind intelligente und kinderliebe Familienhunde


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Der Welsh Corgi Pembroke stammt aus der Grafschaft Pembroke im Südwesten von Wales, wie es der Name bereits vermuten lässt. „Corgi“ bedeutet im Walisischen so viel wie „kleiner, niedriger Hund“. Bekannt ist der Welsh Corgi Pembroke sicherlich in erster Linie dadurch, dass er seit 1933 mehrfach im englischen Königshaus von der Queen gehalten wird. Geschätzt werden die Corgies unter anderem wegen ihres pfiffigen, teils frechen Charakters. Vom Welsh Corgi Cardigan unterscheidet sich der Welsh Corgi Pembroke durch seine kompaktere Erscheinung sowie seine kleineren Ohren und manchmal vorkommendem Stummelschwanz.

Geschichte und Herkunft

Steckbrief Welsh Corgi Pembroke

  • Ursprungsland: Grossbritannien
  • Standardnummer: 39
  • Widerristhöhe: 25 bis 30 cm
  • Gewicht: 10 bis 12 kg
  • Verwendung: Hütehund
  • FCI-Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
  • Sektion 1: Schäferhunde. Ohne Arbeitsprüfung.

Über die genaue Zeit der Entstehung der Rasse kann man nur Vermutungen anstellen. Die verblüffende Ähnlichkeit mit dem Västgötaspets, dem Schwedischen Vallhund, sowie dem Lundehund lässt annehmen, dass der Welsh Corgi Pembroke im 9. bis 12. Jahrhundert mit den Wikingern auf die britischen Inseln gelangte und somit zu den ältesten Hunderassen Englands zählt.
Der Welsh Corgi Pembroke war über Jahrhunderte hinweg ein unentbehrlicher Bauernhund, der fast ausschließlich für die Arbeit mit Großvieh eingesetzt wurde. Er hatte die Aufgabe, Rinder und Ponys auf die weiten, uneingezäunten Weiden zu bringen sowie sie ebenfalls über weite Strecken hinweg, sogar über Berge, bis hin zu den Viehmärkten zu treiben. Desweiteren hielten Welsh Corgi Pembrokes Nager und andere Schädling von den Höfen fern, meldeten Besucher und spielten mit den Kindern. Für das Viehtreiben hatten die Welsh Corgi Pembrokes die Angewohnheit, in die Fersen – beispielsweise einer Kuh – zu kneifen und sofort wieder flink und geschickt auszuweichen. Das brachte ihnen in den 50er Jahren die Bezeichnung „Hackenzwicker“ ein. Heute haben sie dieses Verhalten nahezu vollständig verloren.
Ende des 19. Jahrhunderts zeigte man die ersten Corgis auf landwirtschaftlichen Ausstellungen, wobei sie als Heeler und Cur gruppiert waren. 1925 wurden der Cardigan aber auch der Pembroke als eine gemeinsame Rasse der „Welch Corgis“ vom Kennel Club anerkannt, obwohl sie unterschiedliche geschichtliche Hintergründe besaßen. Erst 9 Jahre später – also 1934 – erfolgte die Anerkennung als getrennte Rassen. Seit dieser Zeit dürfen die beiden Corgis auch nicht mehr miteinander gepaart werden. Während die Welsh Corgi Pembrokes allmählich – aufgrund sich verändernder Strukturen – immer mehr von den Bauernhöfen und Viehweiden verschwanden, nahmen sie Einzug am englischen Königshof, wo sich Queen Elizabeth seit 1933 regelmäßig ihre kleinen Welsh Corgi Pembrokes hält. Der britische Kennel Club stuft die Welsh Corgi Pembrokes seit dem Jahr 2015 als bedrohte Rasse ein, nachdem 2014 weniger als 300 Welpen ins Zuchtbuch eingetragen wurden.

Erscheinungsbild

Welsh Corgi Pembrokes sind eine von der FCI anerkannte Rasse, die die Standard-Nummer 39 trägt. Dabei wurden sie der Gruppe 1 – Hüte- und Treibhunde – sowie der Sektion 1 – Schäferhunde – zugeteilt. Als Ursprungsland gilt Großbritannien. Ihre durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 12 bis 14 Jahren, wobei einige Hunde dieser Rasse auch weit älter als 14 Jahre alt wurden.
Mit einer Schulterhöhe von etwa 25 bis 30 cm sowie einem Gewicht von rund 10 bis 12 kg zählen die Welsh Corgi Pembrokes zu den kleinen Hunden. Das Deckhaar mit der dichten Unterwolle ist von mittlerer Länge, wobei die Haare gerade, niemals wellig, weich oder drahtig sein sollen. Dabei gibt es graubraune, rehbraune, rote sowie schwarz-lohfarbene Welsh Corgi Pembrokes.
Vom Erscheinungsbild her ist diese Rasse von kleinem Format jedoch kernig und zäh. Vom Welsh Corgi Cardigan unterscheidet sich der Welsh Corgi Pembroke durch eine etwas kompaktere Körperform, seine geringere Körpergröße, sowie durch kleinere Ohren, die jedoch auch bei ihm aufgerichtet sind, und einen teils angeborenem Stummelschwanz.

Wesen/Charakter des Welsh Corgi Pembroke


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Welsh Corgi Pembrokes sind kleine, pfiffige, quirlige Kerlchen, die jedoch selten nervös sind. Man kann ihr Wesen sehr treffend mit den Adjektiven „dreist“, „überlegen“ und „geschickt“ bezeichnen. Ferner sind sie freundlich, intelligent, wachsam, robust und sehr ausdauernd sowie unternehmungslustig. Da sie den Hang dazu haben, schnell das Kommando innerhalb eines Rudels – also innerhalb der Familie – zu übernehmen, ist es angebracht, dass diese Hunde eine besonders konsequente Erziehung bekommen.
Einst Arbeitshund ist der Welsh Corgi Pembroke heute fast ausschließlich Familienhund. Dabei fühlt er sich sowohl bei Familien mit Kindern als auch bei Singles – gleich welchen Alters – wohl, wichtig ist ihm nur, dass man ihn am Leben teilhaben lässt und ihn so oft wie möglich mitnimmt, was schon aufgrund der geringen Größe meist gut möglich ist.
Trotz der geringen Größe ist er jedoch keinesfalls als Schoßhund zu betrachten, vielmehr verlangt er aufgrund seiner Historie als Hüte- und Treibhund nach ausreichend Beschäftigung. Bestens geeignet sind die Welsh Corgi Pembrokes beispielsweise für verschiedene Hundesportarten wie Obedience, Agility oder für die Fährtensucharbeit.
In der Regel haben diese Hunde keinen bis wenig Jagdtrieb, ihr Treibinstinkt ist ihnen jedoch nach wie vor mehr oder weniger erhalten geblieben, was sich besonders im Familienleben mit Kindern und/oder anderen Haustieren bemerkbar machen kann.

Auslauf/Pflege

Auch wenn uns das äußere Erscheinungsbild etwas anderes suggerieren will, der kleine Welsh Corgi Pembroke ist trotz seiner recht kurzen Beine ein sehr lauffreudiger Hund, der ausreichend Bewegung aber auch Beschäftigung benötigt. Wegen seiner geringen Größe kann er auch in einer Stadtwohnung gehalten werden – Voraussetzung jedoch ist, dass er regelmäßige, tägliche, längere Spaziergänge mit seinem Besitzer unternimmt. Welsh Corgi Pembrokes haben ein pflegeleichtes Fell, das sich mit regelmäßigem Bürsten zufrieden gibt. Zweimal pro Jahr, nämlich dann, wenn das Fell wechselt, verlieren diese Hunde recht viel Haar, was ein wenig mehr an Fellpflege verlangt.

Sonstiges

Ein Welsh Corgi Pembroke hat fast immer einen guten Appetit, und man muss gut aufpassen, dass er sein Gewicht hält. Für Krankheiten ist diese Rasse wenig anfällig.
Der Welsh Corgi Pembroke ist der Lieblingshund der englischen Königin Elizabeth II.