Schlittenhunderennen
Geschichte der Schlittenhunderennen
Wahrscheinlich in Nordsibirien liegt der Ursprung des Hundeschlittenrennens, denn hier vermutet man die ersten Hundezugtiere. Typische Hundeschlittenrassen erschienen um 100 v. Chr. im hohen Norden. Heute gibt es mehrere Rassen, die für diese Art von Arbeit und Sport favorisiert sind; allen voran stehen der Alaskan Malamute sowie der Siberian Husky.
Das Schlittenhundeteam
Zum Schlittenhunderennen, welches in den letzten Jahren wieder an Popularität verlor, werden so genannte Schlittenhunde herangezogen, die vor Hundeschlitten gespannt werden und diesen mit Hilfe eines Geschirrs und Leinen ziehen, wobei der Musher – der Hundeführer – mit auf dem Schlitten steht und die Kommandos gibt. Das Schlittenhundeteam besteht aus dem Hundeführer sowie aus bis zu 12 Hunden. In der Regel werden die Gespanne als Doppel eingespannt und hängen an einer zentralen Zugleine. Die Leader – die ersten Hunde im Gespann – geben das Tempo vor und müssen auf die Kommandos des Mushers hören. Ihnen obliegt die wichtigste Aufgabe. Es folgen die Wheeler, welche entweder die körperlich stärksten oder aber die Tiere in Ausbildung sind. Direkt vor dem Schlitten befinden sich die Swinger.
Körperliche und mentale Voraussetzungen für den Schlittenhund
Schlittenhunde müssen kältebeständig sowie ausdauernd und in guter körperlicher wie auch mentaler Verfassung sein. Sie können im Optimalfall innerhalb von 24 Stunden einen Schlitten über eine Distanz von 200 Kilometer ziehen. Sie sind sogar teilweise in der Lage, einen einmal gelaufenen Weg, der Jahre zurück liegt, wieder zu finden. Bei kurzen Rennen erreichen die Schlittenhunde eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 32 bis 40 km/h, auf langen Strecken 16 bis 23 km/h. Innerhalb eines Winters können sie bis zu 10.000 Kilometer zurücklegen. Weitere Grundvoraussetzungen für einen Hund, der zum Schlittenhunderennen eingesetzt wird, sind ein besonders gutes Sozialverhalten, ein starkes Herz-Kreislauf-System sowie ein geringes Schmerzempfinden.


