Hundesport bedeutet sportliche Betätigung für Hund und Mensch gleichermassen


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Sportliche Betätigung macht auch dem Hund, hier ein English Beagle, Spaß. Dabei eignen sich die verschiedenen Hunderassen auch für unterschiedliche Hundesportarten.

Unter Hundesport versteht man die sportliche Betätigung eines Menschen mit seinem Hund, wobei das eigentliche Ziel die größtmögliche Harmonie zwischen Mensch und Hund sein sollte. Hundesport birgt nicht nur den sportlichen Ehrgeiz des Hundebesitzers sondern sieht in erster Linie eine anlagenmäßige Beschäftigung des Hundes vor. Jeder Hund benötigt Auslauf, der eine mehr, der andere weniger, allerdings liegt es auch im Naturell mancher Hunderassen, dass der Hund weitere Ansprüche hat, um nicht verhaltensauffällig oder gar aggressiv zu werden. Dazu gehören ein gesteigertes Leistungsvermögen psychischer wie auch physischer Art sowie die Lernbereitschaft und das soziale Miteinander.Häufig ist der Hundesport in Vereinen organisiert und mündet in Prüfungen sowie Wettbewerben. Der Einstieg ist häufig erst nach einer Begleithundprüfung gewährleistet.

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Neben Agility gibt es noch viele weitere Hundesportarten

Obedience und Apportieren - Labradore sind dafür besonders geeignet.

Auch das Apportieren gehört zu den Prüfungen im Obedience-Wettbewerb: Hier apportiert ein Labrador Retriever einen Dummy aus dem Wasser.

Es gibt viele bekannte sowie weniger bekannte Hundesportarten, und es werden immer mehr. Die wohl bekanntesten sind Agility, Mantrailing, Obedience und Schlittenhunderennen. Weitere Sportarten werden im Folgenden behandelt:

Discdogging – Frisbee für den Vierbeiner

Discdogging – auch unter der Bezeichnung Dog-Frisbee bekannt – ist eine Hundesportart, die eine Wurfscheibe zum Sportgerät hat. Bereits in vereinfachter Form kennt es jeder Hundebesitzer, dass der Hund gerne hinter etwas herrennt, was man wegwirft, um dieses dann zu fangen und möglicherweise ganz stolz zurückzubringen. Der Ursprung dieses Hundesports soll auf die Begebenheit zurückgehen, als Alex Stein im August 1974 in der Pause eines Baseball-Meisterschaftsspiels in Los Angeles mit seinem Hund eine unverhoffte Vorführung mit einer Frisbeescheibe gab.

Hunde werden beim Discdogging geistig und körperlich gefordert

Bei Border Collies besonders beliebt: Discdogging.

Das beim Discdogging verwendete Frisbee sollte bruchsicher und elastisch sein. Als Gelände eignet sich ein Rasenplatz, der möglichst eben sein sollte, damit sich der Hund beim Aufkommen nach dem Sprung nicht verletzt.

Verschiedene Tricks und Fang- sowie Wurfmöglichkeiten werden beim Discdogging sowohl auf privater als auch auf wettkampfmäßiger Ebene durchgeführt.Dabei kann im Prinzip jeder gesunde Hund diesen Sport ausüben, der dem Tier neben der Bewegung auch eine gewisse geistige Fähigkeit abverlangt. Häufig sieht man den  Border Collie oder den  Australian Shepherd bei der Ausübung. Wichtig jedoch ist es, die geeigneten Wurfscheiben zu verwenden, um die Verletzungsgefahr zu minimieren. Das bedeutet, dass die Frisbee bruchsicher sowie biegsam sein sollte. Auch das Gelände sollte bezüglich des Untergrundes so beschaffen sein, dass sich der Hund beim Laufen und Springen nicht verletzt.

Discdogging als Wettkampfdisziplin

Wer Discdogging im Wettkampf betreibt, der kann sich in drei Disziplinen bewegen: Freestyle, Mini- und Long Distance. Beim Freestyle wird mit Musik sowie mit bis zu 7 Frisbees gearbeitet. Die zweiminütige Kür wird aufgrund ihrer Choreographie sowie des Schwierigkeitsgrades, der Wurftechnik, der gefangenen Würfe sowie des Zusammenspiels zwischen Hund und Mensch bewertet. Bei der Mini Distance stehen Werfer und Hund in einem vorgegebenen Spielfeld und der Hund muss innerhalb von 60 Sekunden so viele Scheiben wie möglich fangen. Drei Würfe hat der Werfer bei der Long Distance, wobei es Punkte für den weitesten Wurf gibt, bei dem der Hund die Frisbeescheibe gefangen hat.

Dummytraining

Beim Dummytraining muss sich der Hund die Fallstellen des Dummys genau merken.

Ein Labrador Retriever beim Dummytraining: Der Dummy besteht aus einem Stoffsäckchen, das mit einem Granulat oder Sägemehl gefüllt ist. Bei dieser Hundesportart ist eine gutes Zusammenspiel zwischen Hund und Halter wichtig.

Dummytraining basiert auf der Tatsache, dass Hunderassen wie beispielsweise Labrador Retriever für die Jagd auf Wasservögel zum Apportieren nach dem Schuss gezüchtet und ausgebildet wurden.Heute ist daraus ein Hundesport geworden, der sich zur Aufgabe gemacht hat, das Apportieren eines Dummies – einer Attrappe, die ein totes oder angeschossenes Tier ersetzen soll – im Gelände zu üben. Dummies bestehen in der Regel aus einem Stoffsäckchen, welches mit Sägemehl oder Kunststoffgranulat gefüllt ist.

Verschiedene Apportieraufgaben beim Dummytraining

Dummytraining passiert in wechselndem Gelände mit unterschiedlichen Apportieraufgaben. Bei diesem Hundesport  wird der Hund auf interessante und abwechslungsreiche Art geistig wie körperlich gefordert. Auch hier kommt es auf ein gutes Zusammenspiel zwischen Hundeführer und Hund an.

Dummyarbeit – Markieren, Suchen und Einweisen

Die Dummyarbeit besteht aus den drei Hauptaufgaben Markieren, Suchen und Einweisen. Beim Markieren geht es darum, dass der Hund lernt, das Jagdgeschehen aufmerksam zu verfolgen, indem er geduldig neben seinem Herren wartet. Seine Aufgabe ist es, das geschossene Tier – beziehungsweise den Dummy – in seiner Flugbahn zu verfolgen und sich zu merken, wo dieses/r liegt. Dabei sollte ein guter Apportierhund sich auch über einen längeren Zeitraum hinweg, sowie gleich mehrere Fallstellen gleichzeitig merken. Nach Beendigung der eigentlichen Jagd beziehungsweise auf Kommando seines Hundeführers macht sich der Hund nun an das Suchen. Dabei ist Selbstständigkeit gefragt. Beim Einweisen lenkt der Hundebesitzer seinen Hund mit Hilfe von Stimme, Pfeife oder Handzeichen zu dem Dummy beziehungsweise zur Beute. Hierbei geht es darum, den direkten Gehorsam auszuüben. Ein konsequentes Training bezüglich der Kommandos ist dabei unablässlich. All das setzt eine gute Zusammenarbeit, basierend auf großem Vertrauen, zwischen Mensch und Hund voraus.

Fährtenarbeit

Hundesport Fährtenarbeit - besonders bei Regen sind die Herausforderungen für den Hund hoch.

Ein Bloodhound auf Fährtensuche: Bloodhounds sind aufgrund ihres extrem feinen Geruchssinns sehr gut für die Fährtenarbeit geeignet.

Bei der Fährtenarbeit sucht der Hund mit seiner gut ausgebildeten Nase eine Fährte ab. Dieses natürliche Vorgehen beruht auf einer langen Tradition, bei der die Hunde in früheren Zeiten in bestimmten Situationen solche Fährten verfolgen mussten um zu überleben. Fährtenarbeit heute wird teilweise als Hundesportart betrieben, wobei man zwischen Eigenfährten und Fremdfährten unterscheidet.Bei Fremdfährten legt ein Fährtenleger eine bestimmte Fährte im Freien aus. In Feld, Wald und Wiese werden hierbei Gegenstände ausgelegt, welche der Hund beim Absuchen – auch Ausarbeitung genannt – entweder passiv anzeigt – verweist – oder aber aufnimmt. Bei der Eigenfährte legt der Hundeführer selbst die Fährte aus. Bei der Suche folgt der Hundeführer seinem Tier in etwa 10 Meter Abstand.

Fährtenarbeit Ausbildung

Bei der Ausbildung in diesem Hundesport unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Spuraufnahmearten: Beim Mantrailing nimmt der Hund den wirklichen Geruch des zu suchenden Menschens auf und verfolgt die Spur, bei der Fährtenarbeit orientiert sich das Tier an den eher mechanischen Verletzungen des Bodens sowie zertretenen Kleinstlebewesen und Pflanzen beziehungsweise den dort platzierten Gegenständen. Regen aber auch kreuzende andere Spuren können dabei zu Irritationen führen, und der Hund wird zur Hochleistung aufgefordert.

Prüfungen in Fährtenarbeit

Fährtenarbeit wird im Hundesport je nach Leistungsstufe unterschiedlich geprüft. In der Ausbildung variiert die Zeit zwischen Auslegen der Fährte und der Aufnahme der Spur. Für die Fährtenhundeprüfung 1 und 2 muss die Fährte 3 Stunden alt sein und es können verschiedene Richtungswechsel eingebaut werden. Bei der nächst höheren Prüfung legt ein zweiter Fährtenleger eine die ursprüngliche Fährte kreuzende Spur. Ziel ist es, dass der Hund die Ursprungsfährte beibehält.

Anforderungen bei der Fährtenarbeit an den Hund

Bei der Fährtenarbeit wird dem Hund offiziell Folgendes abverlangt:

  • Intensives sowie ruhiges Aufnehmen der Witterung mit der Nase
  • Verfolgung der Fährte mit tiefer Nase in gleichmäßigem Tempo
  • Gutes Suchverhalten bei sicherem Ausarbeiten der Winkel
  • Selbstständigkeit, ohne dass der Hundeführer den Hund aufmuntern muss
  • Es sind keine Korrekturen an der Leinenführung nötig
  • Sofortiges Verweisen oder Aufnehmen des Gegenstandes

In verschiedenen Prüfungen wird die Leistung des Fährtenhundes in drei Kategorien eingeteilt: Ein fährtenfester Hund nimmt die Fährte auf, verfolgt sie, weicht aber ab, wenn er abgelenkt wird. Der fährtensichere Hund ignoriert bei der Fährtenverfolgung ältere wie auch jüngere Verleitungen. Der fährtenreine Hund letztendlich ignoriert jegliche Verleitungen.

Hundesport Flyball

Hundesport Flyball ist ein "Mannschaftssport" für HUnde.

Rasantes Flyballrennen: Hier treten die Hunde in vier Teams gegeneinander an. 4 Hindernisse müssen beim Weg zur Flyballmaschine schnellstens überwunden werden. Der Hund muss die Wurfmaschine auslösen, den Ball fangen und genauso schnell wieder über die Hindernisse zurückkehren.

Flyball als Hundesport wurde etwa 1990 von Amerika nach England und anschließend zu uns gebracht. Es ist eine Art Mannschaftssport und bedient sich vier Hürden, welche in einer Reihe aufgestellt werden, sowie einer Flyballmaschine. Gespielt wird in 4 Teams, – jeweils aus einem Hund und seinem Hundeführer bestehend -, die jeweils eine Mannschaft bilden. Immer zwei Mannschaften spielen gegeneinander. Aufgabe des Hundes ist es, zunächst möglichst schnell über die vier Hürden zu der Flyballmaschine zu gelangen, um dann die Auslösetaste zu bedienen, welche den Ball auswirft. Diesen muss der Hund dann fangen und so schnell wie möglich wieder über die Hürden zurück laufen.

Rennen, Springen, Apportieren – Flyball kommt dem Bewegungsdrang des Hundes entgegen

Bei dieser recht schnellen Sportart kann der Hund genau das ausleben, was ihm von seinem Naturell her am meisten Spaß macht: Er darf rennen, springen und apportieren. Hundeführer wie Hunde haben dabei gleichermaßen Freude. Weder Hunderassenoch Größe spielen hierbei eine Rolle, und auch die Geschwindigkeit ist nur Nebensache, da nur die Gesamtergebnisse der kompletten Mannschaft zählen. Die erste Deutsche Flyballmeisterschaft fand 2008 im hessischen Hungen statt.

Leistungshüten

Besonders Schäferhunde und Border Collies, wie auch Australien Shepherds eignen sich für das Leistungshüten.

Ein Border Collie bei einer Gebrauchsprüfung im Leistungshüten.

Ursprünglich gehörte das Hüten zur natürlichsten Arbeit vieler Hunde. Leistungshüten ist heutzutage sowohl eine Gebrauchsprüfung für den arbeitenden Hund als auch eine Hundesportart, die immer mehr in Mode kommt. Hierbei kommt es in erster Linie auf das gute Zusammenspiel zwischen Mensch und Hund an. Bewertet werden Treiben sowie Zusammenhalten einer Herde. Beim Leistungshüten findet man hauptsächlich so genannte Hütehunde wie den besonders intelligenten  Bordercollie oder den Deutschen Schäferhund.

Aufgabenstellung beim Leistungshüten

Folgende Aufgaben hat der Hund bei der der Prüfung beziehungsweise bei den meisten Hundesport Wettbewerben im Leistungshüten zu bewältigen:

  • Das Auspferchen: Eine fremde Herde von mindestens 200 Tieren wird vom Menschen mit zwei Hunden aus dem Pferch getrieben. Außerhalb des umzäunten Geländes hat der Hütehund nun die Herde zusammenzuhalten.
  • Die Brücke: Der Hund muss die Herde über eine Brücke oder eine simulierte Brücke führen.
  • Hindernisse/Verkehr: Der Hund muss die Herde sicher eine breite Straße entlang treiben.
  • Verhalten im weiten Gehüt: Auf einem großen Terrain soll der Hund die Herde auf einer begrenzten Fläche halten.
  • Verhalten im engen Gehüt: Hier obliegt dem Hund die harte Arbeit, die Tiere auf einem engen Raum so zu halten, dass sie nicht ausbrechen.
  • Engweg: Die Herde muss auf einem engen Weg vorwärts getrieben werden.
  • Einpferchen: Der Hund hilft, die Herde wieder einzupferchen.

Windhundrennen


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Beim Hundesport Windhundrennen rennen die Windhunde über 480 Meter einem an einem Seil geführten Stoffbündel hinterher.

Volles Tempo über 480 Meter: Greyhounds erreichen beim Windhundrennen Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h.

Wie der Name bereits verrät, ist das Windhundrennen ein Hundesport für Windhunde. Dabei unterscheidet man zwischen zwei Arten: Zum einen findet das Rennen auf einer festen Rennbahn statt, zum anderen handelt es sich ums Coursing. Im ersten Fall geht es ausschließlich um Geschwindigkeit; beim Coursing wird das Jagdverhalten der Windhunde bewertet. Auf der Rennbahn starten die Hunde aus Boxen heraus und rennen einem Dummy hinterher, der meistens aus einem einfachen Stoffbündel mit Flatterband besteht. Die Rennstrecke beträgt hierzulande 480 Meter; bei kleineren Windhundrassen wird sie verkürzt. Schauplatz des Coursings ist das freie Feld. Hier wird ebenfalls mit einer Hasenattrappe gearbeitet, die allerdings so gelenkt wird, dass sie – dem natürlichen Hasenverhalten entsprechend – Haken schlägt. Somit muss der Hund nicht nur rennen, sondern auch mitdenken. Beim Coursing starten jeweils zwei Hunde zusammen von denen jeder zwei Durchgänge läuft. Bewertungskriterien sind Gewandtheit, Eifer, Schnelligkeit, Kondition und Intelligenz.

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Windhundrassen der FCI Gruppe 10 dürfen teilnehmen

Sowohl beim Coursing als auch beim Bahnrennen können alle Windhundrassen der FCI-Gruppe 10 teilnehmen. Die bekanntesten sind der Afghanische Windhund, der Barsoi, der Galgo Español, der Greyhound und der Irish Wolfhound. Ferner sind in Deutschland wie auch in einigen anderen Ländern Jagdhunde aus der FCI-Gruppe 5 zugelassen. Dazu gehören unter anderem der Podenco Ibicenco und der Pharaoh Hound. Teilweise sind auch der Rhodesian Ridgeback, der Basenji  sowie der Thai Ridgeback startberechtigt. Das Mindestalter für die Teilnahme in diesem Hundesport beträgt 18 – bei den kleinen Hunderassen 15 – Monate, das Höchstalter 8 Jahre. Um die Hunde voneinander zu unterscheiden, tragen sie während des Rennens farbige Decken beziehungsweise eine Halskrause. Zudem ist ein spezieller Maulkorb vorgesehen, um Verletzungen zu vermeiden, falls sich die Hunde am Ziel auf den Dummy stürzen sollten. Windhunderennen werden von Vereinen organisiert. Hierzulande sind offizielle Windhundrennen sowie Wetten verboten.