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Hundeblog

Rudelführer werden

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Der Mensch als Rudelführer

Kleine Hunderassen und Welpen verleiten oft die Besitzer, sich nicht hundgerecht zu verhalten. Bereits der Welpe erwartet, dass „sein Mensch“ die Rolle des Rudelführers übernimmt und kann mit Gleichberechtigung nicht umgehen. Er erwartet Führungsqualitäten, eindeutige Anweisungen, Zuweisung seines Platzes in der Rangordnung und das Setzen von Grenzen. Er muss seine Position im menschlichen Rudel (Familienrudel) zugewiesen bekommen. Dies ist eine rangniedere Rolle, damit er sich sicher fühlen und bedingungslos vertrauen kann. Die Einordnung in die Rangstruktur vollzieht der Hund aber nur, wenn er erkennen kann, dass der Mensch seiner Funktion als Rudelführer gerecht wird. Dazu gehört auch, dass dieser dem Welpen konsequent und unmissverständlich beibringt, Erwünschtes zu tun und Unerlaubtes zu lassen. Welpen sollten z.B. nicht vom Tisch aus gefüttert werden, da im Hunderudel der Ranghöhere zuerst frisst. Der Welpe muss auch lernen, dass sein Napf nicht sein Eigentum ist, sondern er ihm auch weggenommen werden darf und sei es nur zum Befüllen. Strafe (eine für den Hund unangenehme Situation) sollte es aber nicht wegen des normalen Übermutes der Welpen geben, sondern nur bei Verstößen gegenüber Verboten.

Führungsqualitäten sind gefragt

Wird dem Welpen zu viel Freiraum gelassen, wird er dies vermutlich als Schwäche des Rudelführers interpretieren. Als Folge kann es geschehen, dass der Hund versucht, die Führungsrolle zu übernehmen. Dieses dadurch ins Ungleichgewicht geratene Ranggefüge wird unweigerlich zu Konflikten führen. Der menschliche Rudelführer muss z.B. bestimmen, wann er bereit ist, Aufmerksamkeit zu geben oder Platz auf dem Sofa einzuräumen. Erfüllt der Mensch diese von Welpen erwartete Führungsfunktion nicht, kann dies im ungünstigsten Fall zu täglichen Kämpfen oder sogar zu einem überforderten, aggressiven Hund führen. Eine wichtige Aufgabe der Welpenerziehung ist es, die stimmige Einordnung des jungen Hundes in das Familienrudel zu gewährleisten. Auch für den Hund ist es gesund, wenn der Mensch klar die Rudelführung übernimmt.

Individuelle Hundeerziehung – am Beispiel von Dobermann-Welpen

Fast jeder kennt die beeindruckende Hunderasse des Dobermann. Dabei handelt es sich ausgewachsen um große, temperamentvolle Hunde. Daraus ist abzuleiten, dass bereits die Welpen eine intensive Grundausbildung und eine optimale Sozialisation erhalten sollten. Wichtig ist es, kontinuierlich am Gehorsam zu arbeiten. Da diese Tiere sehr auf ihre eigene Rasse fixiert sind, ist es ratsam, die kleinen Dobermannhunde in eine Welpenspielgruppe zu geben. Diese Welpen benötigen bereits in den ersten Lebenswochen eine klare Rangstruktur. Der Welpenbesitzer sollte auch wissen, dass diese Hunderasse ein „Elefantengedächtnis“ besitzt und einmal Erlaubtes nicht mehr vergisst.

Die Erziehung von Kampfhunde-Welpen – eine Herausforderung

Noch wichtiger ist eine konsequente Welpenerziehung bei Hunderassen, die zu den Kampfhunden zählen (z.B. Stafford Terrier, Bullterrier, Bandog, Tosa Inu, Rottweiler, Mastiff, Bordeaux Dogge). Mit der Erziehung sollte der Besitzer nicht das ererbte Potenzial (Aggressivität, Widerstandskraft) fördern, sondern eher gegensteuern. Schon im Welpenalter sollten besonders die Welpen von Kampfhunderassen auf den Menschen geprägt werden und sich an vielfältige Umweltreize gewöhnen. Der Umgang mit Artgenossen muss frühzeitig eingeübt werden.

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