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Hundeblog

Kind & Hund

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Kind und Hund – eine wunderbare Allianz, die Regeln braucht

Zwischen Hund und Kind entwickelt sich oft ein wundervolle Beziehung, die sogar zu einer innigen Freundschaft führen kann. Kinder können im Umgang mit einem Hund viel lernen, vor allem soziale Kompetenz. Ihr Verhalten wird weniger aggressiv, aktiver und gleichzeitig geduldiger. Eine unschöne Tatsache ist jedoch, dass ungefähr die Hälfte aller Bissverletzungen durch Hunde bei Kindern vorkommen. Zu den Ursachen für Bissverletzungen zählen oft falsches Verhalten der Eltern (z.B. keine klare Rangordnung im Familienrudel) sowie der Kinder (z.B. das Ziehen an Schwanz und Ohren). Säuglinge und Kinder bis zu sieben bis acht Jahren sollten nie allein mit dem Hund zusammen sein, auch wenn der Hund bislang lieb und friedlich war. In einer Hundeschule können Kinder und Erwachsene einen artgerechten Umgang mit dem Hund lernen. Der Welpe oder der erwachsene Hund ist ein soziales Lebewesen mit eigenem Charakter und Bedürfnissen, der Schmerz, Ausgeschlossensein und Eifersucht spüren kann. Bei der richtigen Erziehung sind aber Kind und Hund ein fröhliches, unzertrennliches Gespann.

Kind und Hund gemeinsam aufwachsen lassen – auf was muss geachtet werden?

Erstmal sollte man auf allzu stürmische Umarmungen verzichten. Kind und Hund teilen die Freude am Spielen und Herumtollen. Der Hund lockt auch ein Kind nach draußen, das vom Computer und Fernsehen nicht lassen kann. Dabei wird oft vergessen, dass besonders kleine Kinder bedrohlich auf den Hund wirken können. Sie bewegen sich grobmotorisch, was der Hund als schwer einschätzbar und damit als unberechenbar interpretiert. Fühlt sich der Hund überfordert, neigt er eher zu unliebsamen Reaktionen. Kinder können oft nicht verstehen, dass ihr Hund von zärtlichen, engen Umarmungen gar nicht begeistert ist und diese für ihn eher eine Bedrohung darstellen. In dieser Situation kann es vorkommen, dass der Hund nach dem Kind schnappt. Besser ist es, den Hund erstmal an unkritischen Stellen wie Rücken und den Flanken berühren, bis der Hund Vertrauen gefasst hat und anzeigt, wo er gestreichelt werden möchte.

Hund und Familie – Verantwortung für die Eltern

Nehmen Sie sich Zeit für Kind und Hund! Da das Leben des Hundes oft über das Interesse des Kindes an ihm hinausgeht, sollten die Eltern bereits beim Kauf einen Hund wählen, den sie in diesem Fall auch selbst gerne betreuen würden. Einem Kind einen Hund zu kaufen, weil man zu wenig Zeit für das Kind hat und es sich nicht einsam fühlen soll, ist keine akzeptable Lösung. Die Erwachsenen (Eltern) sind für den Hund die höherrangigen Rudelleittiere, die das Zusammenspiel von Hund und Kind regeln sollten. Kinder müssen lernen, dass der Liegeplatz des Hundes, sein Freßnapf und Spielzeug für sie tabu sind. Kindern sollte erklärt werden, dass sie sich dem Hund gegenüber nicht erzieherisch und disziplinierend verhalten sollten, da er nur auf die „Rudelführer“ hört. Man sollte auch ein Kind unter acht Jahren nicht allein mit dem Hund zum Gassigehen schicken. Ein Kind darf auch nicht seinen Frust, vielleicht weil es sich unbeachtet fühlt, am Hund auslassen.

Hund und Baby – langsame Annäherung

Manchmal überlegen sich werdende Eltern, ob sie den Hund abgeben müssen. Dies ist aber nicht nötig, wenn der Hund behutsam auf den Neuankömmling vorbereitet wird. Einfacher ist es, wenn sich der Hund bereits vorher in die Rangordnung des Familienrudels eingefügt hat. Dann wird er das Baby nicht für seine “neue Behandlung” verantwortlich machen. Sinnvoll ist es, schon im Vorfeld dem Hund zu zeigen, dass er nicht immer im Mittelpunkt steht. Wichtig sind aber viele Streicheleinheiten, die dem Hund signalisieren, dass seine „heile“ Welt trotz Veränderung erhalten bleibt. Der Hund darf auf keinen Fall vernachlässigt werden, wenn das auch bei Stress und Schlafmangel durch das Baby schwerfällt. Der Hund könnte mit Eifersucht reagieren und versuchen sich an dem kleinen „Störenfried“ zu rächen. Wichtig ist auch die Konfliktsignale des Hundes, z.B. Knurren, zu beachten, mit dem der Hund sich gegenüber dem Kind abgrenzt. Der Vierbeiner hält in der Regel den Zweibeiner für etwas, das er beschützen muss. Dadurch kann er eine Helferrolle annehmen und Veränderungen (z.B. beim Baby) melden.

Kids & Dogs – welche Hunderasse ist geeignet?

Eine Familie kann einen Welpen oder einen erwachsenen Hund aufnehmen. Ideal ist es, wenn Kind und Hund zusammen aufwachsen. Wurde der Hund schon im Welpenalter (Prägephase) an Kinder gewöhnt, kann die Integration zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfolgen. Bei Kindern ist von Gebrauchshunden mit einer hohen Spezialisierung, wie z.B. Jagd- und Hütehunde abzuraten. Bestimmte Fangspiele könnten ein Jagdverhalten auslösen. Manchmal wird vergessen, dass auch Kleinhunde (Terrier) zu den Jagdhunden zählen und ihre Zähne gerne einsetzen. Ein idealer Familienhund ist z.B. der friedliebende Retriever, der gerne in Bewegung ist. Hunde können jedoch entsprechend des Alters des Kindes ihr Verhalten ändern und Jugendlichen mit stärkerem Dominanzverhalten begegnen. Damit es nicht zu den zum Teil gefährlichen Beißverletzungen kommt, muss Kindern früh Verständnis für die natürlichen Bedürfnisse eines Hundes sowie die richtigen Verhaltensweisen beigebracht werden. Es wäre schade, wenn Angst gegenüber Hunden entsteht, statt sie als Freunde des Menschen wahrzunehmen.

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